Narzissten im Job erkennen – und gelassen bleiben

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Speaker0: Es ist nicht schwierig, gar nicht, es tut weh.

Speaker1: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung.

Speaker1: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.

Speaker1: Ich bin Claudia Scheer, deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.

Speaker1: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,

Speaker1: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche

Speaker1: Perspektiven und Karrierewege.

Speaker1: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Baba Hamsterrad Servus Berufung.

Speaker1: Heute habe ich wieder einen sehr lieben Gast.

Speaker1: Barbara Redolfi ist heute bei mir zu Gast. Schön, dass du da bist. Hallo Barbara.

Speaker0: Herzlichen Dank, Claudia Scherer.

Speaker1: Lieber Barbara, kannst du uns nur kurz in ein paar Worten so deine aktuellen

Speaker1: Lebensumstände mitteilen?

Speaker0: Wo wohnst du?

Speaker1: Ja.

Speaker0: Nur ganz kurz. Wo wohne ich?

Speaker0: Ich bin wieder in Wien ansässig, bin jetzt gerade dabei, meine Selbstständigkeit weiter auszubauen,

Speaker0: habe sozusagen meinen Hauptberuf jetzt gerade aufs Abstellgleis gestellt und

Speaker0: lebe hier mit meinem Mann in Wien und genieße jetzt gerade den Frühling damit.

Speaker1: Okay, du passt ja spannend.

Speaker0: Gut, passt.

Speaker1: Sehr gut. Liebe Barbara, kannst du dich erinnern, was du als Kind werden wolltest?

Speaker0: Das Erste war auf jeden Fall einmal Schauspielerin und das hat sich relativ lang gehalten.

Speaker0: Ich habe auch immer die Rückmeldung bekommen, so die Grimassen,

Speaker0: die ich mag und ich unterhalte gern Leute und ich beschäftige mich vor allem gern mit Leuten.

Speaker0: Das war immer Schauspielerin, komischerweise.

Speaker1: Und bist du dann aufs Konversatorium gegangen?

Speaker0: Nein, gar nicht, weil ich bekam immer dann die klassische Aussage,

Speaker0: das ist ein brotloser Job.

Speaker0: Und als brave, funktionierende Tochter habe ich mich dem ganzen Wunsch meiner

Speaker0: Eltern gefügt und bin in eine ganz andere Richtung reinkommen,

Speaker0: wobei es immer noch die Arbeit mit Menschen ist.

Speaker1: Okay, und wofür hast du dich dann entschlossen, wie deine Ausbildung weitergeht

Speaker1: oder was du arbeiten möchtest?

Speaker0: Naja, mein Vater war immer im Gastgewerbe und ich sollte in seine Stufen einsteigen.

Speaker0: Das habe ich dann von der Schulausbildung her gemacht. ach, dann ging es,

Speaker0: seine Idee, ich sollte Controllerin werden, ist natürlich super,

Speaker0: weil man dyslexisch ist, das heißt, einen permanenten Zahlerdreher hat.

Speaker0: Das war dann auch irgendwie nicht so für mich und dann bin ich

Speaker0: im Grunde genommen im Sozialbereich gelandet und da war auch wieder die Arbeit

Speaker0: mit Menschen und ich war dann über 21 Jahre in Pensionistenwohnhäusern tätig

Speaker0: und habe dort von ganz unten bis dann letztendlich zur Position der Direktorin raufgearbeitet.

Speaker0: Ja, und das war die längste Zeit, wo ich dort tätig war.

Speaker1: Okay, na siehst du, man kann sich ja entwickeln sozusagen.

Speaker1: Ja, und auch jetzt hast du ja noch mit Menschen zu tun und dazwischen hattest

Speaker1: du auch mit Menschen zu tun, weil du hast ja eine relativ breit angelegte Pause eingelegt.

Speaker0: Sozusagen. Das heißt, nachdem ich ja die Bühne nicht offensichtlich im Schauspiel

Speaker0: oder Theaterspiel ausgehebt habe, Als Direktorin ja, aber irgendwann haben wir

Speaker0: gesagt, aus, mein Mann und ich so,

Speaker0: jetzt reicht es, jetzt legen wir Pause ein, wir gehen nach Afrika.

Speaker0: Mein Mann ist dort aufgewachsen und wir sind dann wirklich auch 2017 nach Botswana

Speaker0: ins Herzen von Afrika, nämlich auch ins Okovango-Delta gegangen.

Speaker0: Und dort war dann eine andere Art der Arbeit mit Menschen, nämlich wir haben

Speaker0: Lodges geleitet mit Schwerpunkt Fotografie.

Speaker0: Und ich bin dann ganz tief in die Wildtierfotografie eingetaucht und ja,

Speaker0: manches Mal heißt echter Pech, da musst du doch original zweimal am Tag mit

Speaker0: den Gästen auf Safari fahren und ihnen Wildtierfotografie beibringen.

Speaker0: Das heißt, auch da war die Arbeit.

Speaker0: Ja, es war wirklich sehr, sehr hart.

Speaker0: Es war ein Traum. Du hast nicht nur Tiere kennengelernt, sondern natürlich auch

Speaker0: Menschen aller Nationen waren da Das war sozusagen ein Erlebnis,

Speaker0: das möchte ich nie wieder missen, mein Traum.

Speaker1: Was war von den Tieren das Beeindruckendste für dich?

Speaker0: Das Beeindruckendste ist, dass manche Tierspezien es wirklich schaffen,

Speaker0: die Tragezeit der Jahreszeit und der Umgebung anzupassen.

Speaker0: Nämlich wenn wirklich Dürre ist und so absolut kein Wasser ist,

Speaker0: dann werfen sie nicht. Das heißt, sie kriegen keine Jungen.

Speaker0: Die zögen es so weit hinaus, es können Impalas vor allem, dass sie wirklich

Speaker0: erst die Jungen bekommen, wenn ausreichend Wasser da ist. Und das war absolut faszinierend.

Speaker0: Also die Tierwelt und die Faunen und Fleure, wie man so schön sagt,

Speaker0: die ist schon was ganz Besonderes.

Speaker0: Da können wir uns noch eine Scheibe abschneiden und das war absolut faszinierend.

Speaker1: Inwieweit bist du in dieser Gegend mit, sagen wir jetzt mal,

Speaker1: Umweltproblemen konfrontiert worden?

Speaker0: Naja, wenn man ein Buschfeuer als Umweltproblem bezeichnen möchte,

Speaker0: dann war das absolut gegeben und natürlich auch diese Geschichte mit der Türe.

Speaker0: Gerade im Oko-Wango-Delta, das ist abhängig von den Regenfällen in Angola.

Speaker0: Wenn dort kein Regen fällt, und das ist natürlich auch in Zeiten von den ganzen

Speaker0: klimatischen Gegebenheiten, dann kommt im Oko-Wango-Delta kein Wasser an.

Speaker0: Und da leidet Tier und Umwelt natürlich dran, genauso wie der Mensch.

Speaker0: Weil kein Wasser, kein Trinken, keine Gäste versorgen und und und.

Speaker0: Da merkt man das dann schon.

Speaker0: Und natürlich auch durch diese Trockenheit, diese Dürre und Hitze, dann die Bushfire.

Speaker0: Also wir mussten wirklich das Feuer erschlagen, das war wirklich gegen Feuer

Speaker0: gemacht und tatsächlich, dann gibt es so spezielle Gegenstände,

Speaker0: wo du wirklich das Feuer erschlägst, damit es nicht bis zur Lodge kommt.

Speaker0: Also das war schon ein Erlebnis.

Speaker1: Ich kann mir vorstellen, dass ich öfter mal auf aufregende Situationen gesetzt habe, oder?

Speaker0: Absolut. Absolut. Also, dass ich fast in eine Büffel reingelaufen wäre in der

Speaker0: Früh, weil Tram hapert, wie es ist, siehst natürlich und die Büffeln siehst

Speaker0: in der Nacht nicht, also es war um vier in der Früh.

Speaker0: Dann renne ich fast in den Büffel rein oder in Elefanten, wobei die immer bei

Speaker0: uns auch übernachtet haben.

Speaker0: Löwen hatten wir im Camp. Also es waren schon sehr aufregende Dinge,

Speaker0: aber es war dann für mich so normal.

Speaker0: Man bewegt sich trotzdem total normal und angstfrei, aber halt doch sehr fokussiert

Speaker0: und immer schauen, wo kann das sein.

Speaker0: Und genießt aber nebenbei die Schönheit von dem Ganzen.

Speaker0: Also es war eine ganz spezielle Situation, wirklich traumhaft schön.

Speaker0: Und es gibt nichts Schöneres, als

Speaker0: im Busch im Zelt zu schlafen und die Tierstimmen in der Nacht zu hören.

Speaker0: Von rechts da drüben, von links die Hyäne, dann das Hippo stoßt aufs Zelt an,

Speaker0: dass es wackelt und es ist ganz eine eigene Stimmung und ja,

Speaker0: traumhaft. Kann ich wirklich nur jedem empfehlen.

Speaker1: Okay, jedem, der abenteuerlustig ist, ne?

Speaker1: Ja, es gehört auch sicher, dass das wahr ist, also das ist nicht so ein Thema.

Speaker1: Und in die Thematik Fotografie bist du quasi reingerutscht, oder?

Speaker1: Hast du das irgendwo gelernt?

Speaker0: Nein, ich war, wie ich so jünger war, in meiner ersten Ehe, habe ich immer wieder

Speaker0: ausprobiert zum Fotografieren und da hat mein Ex-Mann immer gesagt,

Speaker0: vergiss es, du hast kein Auge dafür.

Speaker0: Auch wieder geglaubt, auf die Seite gelegt. Und dann eben in Afrika wiederum,

Speaker0: da war so die Anforderung, wir brauchen einen Fotohost, der eben ständig mit

Speaker0: den Gästen auch mitgeht.

Speaker0: Und da habe ich es dann wirklich im Schnellsiederkurs gelernt von den Experten.

Speaker0: Also es sind alles hochnominierte Fotografen und Profis und du lernst es auch

Speaker0: wirklich nur im Tun. Und der Vorteil bei der Fotografie ist,

Speaker0: es liegt meist im Auge des Betrachters.

Speaker0: Du kannst nicht wirklich was falsch machen, außer halt unscharf,

Speaker0: aber selbst das kann man recht gut dann hinbekommen vom Effekt und von dem Ganzen.

Speaker0: Und dadurch bin ich wieder in die Fotografie reinkommen und habe eigentlich

Speaker0: gemerkt, ich habe immer schon ein Auge gehabt dafür.

Speaker0: Ja, und das war das, wo ich sage, und das ist jetzt dann auch so perfektioniert.

Speaker0: Also mittlerweile machen wir ja den Wildteil im städtischen Bereich.

Speaker0: Das heißt, wir sind auch auf Porträt gegangen und haben so diesen städtischen

Speaker0: Wildtier-Part abgedeckt.

Speaker0: Und wir fotografieren immer noch weiter. Das ist wir, das heißt mein Mann und

Speaker0: ich, wir machen das beide.

Speaker1: Okay. Wie lange wart ihr in Botswana?

Speaker0: Naja, von 2017 bis 2020.

Speaker0: Und dann sind wir weitergezogen.

Speaker1: Ja, wohin?

Speaker0: Wir sind dann nach Portugal gegangen. Es war die Entscheidung irgendwie,

Speaker0: weißt du, wenn du die ganze Zeit im Busch lebst und du bist ja doch wochenlang

Speaker0: im Busch und hast dann so 14 Tage frei, wo du dann wieder rausfliegst,

Speaker0: um Urlaub irgendwo zu machen, dann gehst du wieder im Busch und dort siehst

Speaker0: du entweder grün oder beige.

Speaker0: Mehr auf den Farben siehst du fast nicht. Du selber auch im Beige und im Grün

Speaker0: ständig gekleidet, gerade die Gäste ein bisschen was, aber auch die passen sich an.

Speaker0: Und irgendwo haben wir dann gesagt, ein bisschen eine Farbe wäre nett.

Speaker0: Und vor allem hatten wir von den Gästen vermehrt Anfragen, dass wir sie begleiten.

Speaker0: Wir sind mehrsprachig und gerade englischsprachige, deutschsprachige Menschen,

Speaker0: selbst italienisch Sprechende, haben uns dann wirklich angefragt,

Speaker0: dass man sagt, mit euch würden wir gerne die Safaris machen.

Speaker0: Und da war die Überlegung, wo ist ein strategisch günstiger Punkt?

Speaker0: Das war Portugal, weil du bist gleich drüben in Amerika, du hast gute innereuropäische

Speaker0: Verbindungen, auch näher zur Heimat, muss ich auch gestehen.

Speaker0: Und das war so einmal die strategische Überlegung,

Speaker0: Und es wäre nicht ich, wenn ich auch eine nicht-strategische Überlegung gehabt hätte.

Speaker0: Mir ist ja die Farbe abgegangen und irgendwie auf Instagram oder so sind dann

Speaker0: plötzlich so Beiträge gekommen von Portugal.

Speaker0: Und dann siehst du halt so Hausfassaden, die bunt sind, Fliesen, die bunt sind.

Speaker0: Und das hat mich so dermaßen getriggert, weil ich sage, ja, da ist so viel Farbe,

Speaker0: da ist so schön bunt. Wir gehen nach Portugal.

Speaker0: Ja, wir haben zusammengepackt und sind 2020 nach Portugal gegangen.

Speaker1: Also nach Porto oder wohin seid ihr gegangen?

Speaker0: Natürlich nach Lissabon. Lissabon, ja.

Speaker1: Und von dort habt ihr dann die Safaris nach Botswana organisiert, oder wie?

Speaker0: Genau, also wir sind dann im Jänner 2020 in Lissabon angekommen,

Speaker0: haben einmal geschaut, dass wir alle Genehmigungen kriegen, weil du brauchst

Speaker0: die Aufenthaltsgenehmigung, haben die Firma gegründet, klarerweise.

Speaker0: Das heißt auch wieder so Reisebegleitungs- und Fotografiefirma.

Speaker0: Haben alle schon beieinander gehabt. Wir hatten bereits Gruppen aus England,

Speaker0: mit denen wir im August nach Botswana fliegen, um sie zu begleiten,

Speaker0: weil wir dort die Gegebenheiten auch gekannt haben.

Speaker0: Ja, und ich glaube, ich brauche nicht wirklich viel dazu sagen,

Speaker0: aber Mitte März, da kamst du an das Covidl.

Speaker0: Und das war's dann eigentlich.

Speaker1: Das heißt in Portugal, das ist gar nicht ins Laufen gekommen?

Speaker0: Nein, gar nicht. Also wie gesagt, wir haben zwar die Firma gehabt,

Speaker0: wir haben brav alles gezahlt, wir haben auch versucht Marketing zu betreiben,

Speaker0: aber klarerweise, nachdem ja alles komplett runtergefahren ist,

Speaker0: ist dann nichts mehr gekommen, die Gruppen sind abgesagt worden, alles.

Speaker0: Komplette Einkommen, runtergegangen, nichts mehr. Wir hatten eben,

Speaker0: wie gesagt, dann eigentlich nichts mehr.

Speaker1: Wahnsinn. Und was macht man dann?

Speaker0: Ja, die Krise kriegen, ganz ordentlich.

Speaker0: Und ich bin an und für sich ein Mensch, der gar nicht depressionsgefährdet wird.

Speaker0: Ich weiß allerdings jetzt, wie das ist.

Speaker0: Also ich habe dort eine Depression aufgezogen, wie es noch war.

Speaker0: Habe dann im Oktober mit meinem Bruder telefoniert zu seinem Geburtstag.

Speaker0: Telefoniert ist ein bisschen viel gesagt, das war mehr eine Weinorgie,

Speaker0: nämlich wirklich, ich habe die ganze Zeit nur mehr geheult.

Speaker0: Weil dessen hat mein Mann schon Flug gebucht und gesagt, du fliegst jetzt nach

Speaker0: Wien, checkst die Lage ab und schaust, ob wir zurückgehen, weil das bringt nichts.

Speaker0: Wenn du die Sprache nicht sprichst in Portugal, wenn du dort keinen Job hast,

Speaker0: des Vergisses. Wir brauchen da keinen Künstlerhungertod, sterben.

Speaker0: Wir gehen zurück nach Österreich und fangen dort wieder, ich will nicht sagen

Speaker0: bei Null, aber wir hatten ja nichts mehr, wir hatten wieder Wohnung,

Speaker0: wir haben ja alles verkauft, wir haben nach Afrika gegangen sind.

Speaker0: Und dann habe ich eine Freundin kontaktiert und gesagt, ja komm.

Speaker0: Und wir sind nach Wien gekommen, das war im Jänner 2021 und haben dann mit den

Speaker0: letzten 5000 Euro an Barvermögen in Österreich angekommen und gesagt,

Speaker0: okay, wir starten noch einmal neu.

Speaker1: Und wie habt ihr dann gestartet oder wie ist dann weitergegangen in Österreich?

Speaker0: Naja, wir sind dann wirklich bei meiner Freundin untergekommen.

Speaker0: Die hat Gott sei Dank ein Haus gehabt, da haben wir uns in ein kleines Zimmer

Speaker0: sozusagen eingemietet.

Speaker0: Mein Mann hat für sie gekocht, hier wird mit Haus geputzt, wir haben dann uns

Speaker0: beworben. Mein Mann hat dann relativ schnell eine Arbeit gefunden,

Speaker0: bei mir hat es länger gedauert.

Speaker0: Und so haben wir dann, nachdem er die Arbeit relativ schnell gehabt hat,

Speaker0: haben wir dann halt wieder von eingeheilt versucht zu leben.

Speaker0: Haben dann selber eine Wohnung auch bekommen, sind dort eingezogen mit der Matratze

Speaker0: und haben gesagt, aus, wir haben uns, wir können Kartoffeln essen, es geht uns gut.

Speaker0: Wir fangen an, er hat mit der Arbeit begonnen, ich habe mich dann beworben.

Speaker0: Und das hat bis im Sommer gedauert.

Speaker0: Und da habe ich dann die Möglichkeit endlich bekommen, bei Corona Contact Tracing

Speaker0: zu arbeiten und habe im Telefondienst bei Corona Contact Tracing angefangen

Speaker0: zu arbeiten, sodass ich wirklich was, erstens einmal auch einen Beitrag leisten kann,

Speaker0: mit Menschen in Kontakt kommen, ihnen auch wiederum sich jetzt mit Zuspruch

Speaker0: zum Mut zusprechen kann und selber natürlich auch Geld zu verdienen.

Speaker0: Und das habe ich dann gemacht.

Speaker0: Und ja, das war sozusagen der Einstieg wieder zurück nach Österreich.

Speaker1: Was ist dir jetzt bei diesem Einstieg nach Österreich, was hast du besonders vermisst?

Speaker0: Und beim Einstieg in Österreich, was habe ich besonders vermisst?

Speaker0: Das ist eine sehr interessante Frage.

Speaker0: Dieses Offene und diese Chance geben. Du wirst in Sekunde abgestempelt.

Speaker0: So nach dem Motto, du bist weggegangen, jetzt kommst du zurück,

Speaker0: jetzt willst du wieder dieses Positive und trotzdem eine Chance sehen.

Speaker0: Das war eher so dieses...

Speaker0: Kleinhalt, schlechtes Gewissen machen, diese Dinge, anstatt dass man hergeht

Speaker0: und sagt, hey, schön, dass du wieder da bist, komm, mach mal,

Speaker0: wenn du es brauchst, ich bin da moralisch einfach. Das ist das, was ich am.

Speaker1: Meisten vermisst habe.

Speaker1: Und was hast du in Botswana aus Österreich vermisst? Hast du da irgendwas?

Speaker0: Es klingt komisch, aber das Spazierengehen, das habe ich am meisten vermisst.

Speaker0: Du hast, und auch so diese Kaffeehauskultur, man merkt, ich bin so richtige

Speaker0: Wienerin, wie die unsere Kaffeehäuser.

Speaker0: Du hast die Botswana in der Hauptstadt, oder ja, vor allem in der Hauptstadt,

Speaker0: aber auch in diesen kleinen touristischen Städtchen, wo die Safari stattfindet.

Speaker0: Du hast zwar Lokalitäten, aber nicht diese Kaffeehauskultur wie wir.

Speaker0: Du gehst dort nicht spazieren.

Speaker0: Da gehst du raus und gehst, wann nicht, zu Fuß durch die halbe Stadt oder was

Speaker0: auch immer. Das kannst du in Botswana nicht machen.

Speaker0: Ich meine, wenn man sich die Relation nimmt, Botswana ist achtmal größer als

Speaker0: Österreich und hat zwei Millionen Einwohner.

Speaker0: Also das sind ein bisschen andere Distanzen, das gehst du nicht.

Speaker0: Und du bist in der Wildnis.

Speaker0: Also man sagt, Jobe kommen die Warzer Schweine durch den Ort,

Speaker0: die gehen durch den Ort, der Leopard ist, steht mitten im Ort,

Speaker0: der Elefant, da gehst du nicht spazieren.

Speaker0: Ja, gute Idee, ja.

Speaker0: Ja, das habe ich wirklich vermisst, dieses Kaffeehaus sitzen,

Speaker0: genießen, Leute beobachten und dieses Spazierengehen, ja.

Speaker1: Also ihr habt ja dort euer Business gehabt und seid dann wieder zurück in Angestelltenverhältnisse.

Speaker1: Wie schwer oder wie leicht ist euch das gefallen, quasi vom Unternehmertum wieder

Speaker1: ins Angestelltenverhältnis zu gehen?

Speaker0: Der Umstieg war gar nicht so die Herausforderung, weil wir haben zwar das Business gehabt,

Speaker0: wir waren ja im Consulting-Bereich und haben dort auch sozusagen bei der Lodge

Speaker0: als Consultant die Lodge auch geleitet.

Speaker0: Das heißt, es war so eine Mischform.

Speaker0: Du warst schon auch in einer Art wie einem Angestelltenverhältnis,

Speaker0: weil du wirklich für die Besitzer dann auch dort gearbeitet hast und die Lodge geleitet hast.

Speaker0: Du warst aber für dich selber dein eigener Chef.

Speaker0: Deswegen war dieses Zurückkommen ins Angestelltenverhältnis gar nicht so schwierig,

Speaker0: weil wir immer schon gelernt haben, zu unterscheiden, dann ist es jetzt zu 100

Speaker0: Prozent mein Unternehmen oder

Speaker0: agiere ich stellvertretend, als wäre es mein Unternehmen als Angestellter.

Speaker0: Also war nicht so schlimm. Das ist immer sehr anpassungsfähig.

Speaker1: Und du hast vorhin erzählt, dass ihr mit einer Matratze angefangen habt,

Speaker1: wo man gedacht hat, das ist auch eine Art von Zelt, oder? Da seid ihr aus dem Zelt gewohnt,

Speaker0: Oder? Genau, genau.

Speaker1: Okay, aber du hast bei dir ist ja dann noch weiter gegangen.

Speaker1: Also es ist ja nicht dabei geblieben bei Contact Tracing.

Speaker0: Nein, ist es gar nicht. Ich war, wie ihr am Anfang schon erzählt habt,

Speaker0: ich war über 21 Jahre bei Pensionistenwohnhäusern, sprich im geriatrischen Bereich tätig.

Speaker0: Und nach Corona Contact Tracing habe ich dann die Möglichkeit bekommen,

Speaker0: genau an das andere Ende der Lebenslinie zu wechseln.

Speaker0: Nämlich, ich habe in einer Kinderwunschklinik den Posten von einem General Manager

Speaker0: angenommen. Und das heißt, da waren wir gerade in der Entstehungsphase im Gegengesetz

Speaker0: zu dem, wo ich früher halt immer war.

Speaker0: Also es war auch wiederum Sozialbereich, aber mehr der medizinische Bereich

Speaker0: und war dann eben bei der Kinderwunschthematik ganz eine neue Erfahrung, ganz anders.

Speaker1: Hast du Kinder? Habe ich jetzt gar nicht gefragt.

Speaker0: Ich persönlich habe keine Kinder, nein.

Speaker1: Und hat die Kinderwunschklinik da in dir irgendwas bewegt?

Speaker1: Oder warst du also überlegt, wie das wäre oder so?

Speaker0: Naja, rein biologisch ist es sich nicht mehr ausgegangen. Weil ich auch schon

Speaker0: alterstechnisch weit drüber war und auch von der Biologie schon im Wechsel war.

Speaker0: Nein, hat in mir gar nichts ausgelöst. Es war dann für mich immer so die Entscheidung,

Speaker0: wenn das eine nicht geht, dann wäre ich die gute Tante oder die nette Tante.

Speaker0: Ich mag Kinder, vor allem wenn sie mich mögen. Das ist so eine Geschichte.

Speaker0: Aber nein, ich habe damit eigentlich nie ein Problem gehabt, gar nicht.

Speaker0: Ich nehme Dinge so, wie sie sind.

Speaker1: Ja, das ist eh ein sehr, wie soll ich sagen, so ein pragmatisches Konzept,

Speaker1: mit dem kommt man eigentlich gut weiter.

Speaker0: Ja, absolut.

Speaker1: Okay, also dann warst du in der Kinderwunschklinik und dann?

Speaker0: Ja, dann habe ich sozusagen meine nächsten Ausbildungsschritte gemacht.

Speaker0: Da geht es jetzt dann wirklich dorthin, wo ich dann letztendlich auch gelandet bin.

Speaker0: Also ich habe dann rein aus Interessen, nachdem ich Menschen gern beobachte

Speaker0: und auch versuche immer zu lesen.

Speaker0: Und ich habe so dieses Zwischenzeilenlesen, beherrsche perfekt oder das,

Speaker0: was noch gar nicht ausgesprochen ist, höre ich schon.

Speaker0: Habe dann Ausbildung zum Fist-Profiler noch gemacht und danach habe ich mir gesagt, okay,

Speaker0: es ist eigentlich immer ein einziges Thema und bin dann in das Neuromentaltraining

Speaker0: reingegangt, habe die Ausbildung zur Diplom-Neuromentaltrainerin gemacht,

Speaker0: basierend auf meinen sehr, sehr langen Berufserfahrungen, natürlich auch privat,

Speaker0: aber vor allem auch Berufserfahrungen,

Speaker0: eben im Umgang mit Narzissen und mit herausfordernden Persönlichkeiten.

Speaker0: Da wird gesagt, da fangst du einmal bei dir an, schaust mit dem Neuromentaltraining,

Speaker0: wie es ist und dann gehst du auf die Spezialisierung und nach dem Neuromentaltraining.

Speaker0: Nach der Ausbildung und nach dem die Kinderwunschklinik,

Speaker0: als Gesamtes dann auch geschlossen werden musste. Bin ich nachher noch in ein wieder orientiert,

Speaker0: geriatrisch orientiertes Unternehmen gegangen und war dann bis jetzt Mai Geschäftsführerin

Speaker0: von einer Seniorenresidenz oder eigentlich zwei,

Speaker0: von zwei Seniorenresidenzen, eine in Innsbruck, eine in Wien.

Speaker0: Innsbruck musste auch geschlossen werden. Jetzt bleibt es nur mehr in Wien.

Speaker0: Und genau dort war ich dann als Geschäftsführerin tätig.

Speaker1: Aber du hast ja auch dein eigenes Unternehmen gegründet, ne?

Speaker0: Ja, genau.

Speaker0: Manche sagen unruhend, ich sage vielseitig. Ich habe im März 2025 mein eigenes

Speaker0: Unternehmen gegründet.

Speaker0: Das war einerseits eine Unternehmensberatung, weil ich ja doch über 27 Jahre

Speaker0: auch im Management schon tätig bin.

Speaker0: Und das zweite Standbein, und das ist mein Herzensbereich,

Speaker0: ist eben Neuromentaltraining und zwar in der Begleitung für Führungskräfte und

Speaker0: Unternehmerinnen in einem unbeeindruckten, gelassenen und selbstbestimmten Umgang

Speaker0: mit Narzissen im Business.

Speaker0: Und das ist sozusagen auch mein Schwerpunkt und meine Spezialität.

Speaker1: Das Thema ist ja jetzt etwas überraschend gekommen, glaube ich,

Speaker1: wenn man dem Gespräch gefolgt ist. Wo kommen jetzt die Narzissen her?

Speaker1: Welchen Zugang hast du zu dem Thema gehabt?

Speaker0: Naja,

Speaker0: Eigentlich hat mir das Thema schon immer verfolgt oder begleitet,

Speaker0: sagen wir so, begleitet, weil ich ja das Beste bin.

Speaker0: Ich bin jetzt im fortgeschrittenen Alter draufgekommen, dass es auch im Privatbereich,

Speaker0: ich da hier meine Erfahrungen habe, aber vor allem im beruflichen.

Speaker0: Früher, wie ich noch ganz junge Führungskraft war, habe ich mir geglaubt,

Speaker0: naja, die Chefs, die Cholerischen, das ist vollkommen normal.

Speaker0: Das hat ja damals geheißen, ja meine Güte budelt das ja auf,

Speaker0: dann bricht er aus, beschimpft alle nur erweise und da zieht mein Kopf ein, das geht schon.

Speaker0: Das waren so für mich diese früher diese Choleriker.

Speaker0: Sind sie nicht. Ich habe diese Ausprägung von Menschentypen auch in meinen 21

Speaker0: Jahren in den Pensionistenwohnhäusern auch kennengelernt, nämlich auch von der

Speaker0: Kundenseite her und konnte mit ihnen eigentlich immer recht gut umgehen.

Speaker0: Das heißt, ich habe sie sehr schnell auch erkannt und habe gewusst,

Speaker0: das ist eine Verhaltensweise von dem, ohne dass ich es damals noch einordnen

Speaker0: konnte unter narzisstisch geprägte Züge.

Speaker0: Und irgendwie war das für mich normal.

Speaker0: Und nach der Rückkehr nach Afrika waren dann so Situationen,

Speaker0: da kamen dann so Meldungen, naja, ich habe immer schon gewusst,

Speaker0: dass du wieder zurückkommst.

Speaker0: Aber ich dachte, na sehr nett.

Speaker0: Woher willst du das wissen oder wie auch immer. Und dann habe ich mir so dahinter

Speaker0: geschaut und das macht natürlich etwas mit einem.

Speaker0: Ich war immer sehr stabil als Persönlichkeit, aber solche Meldungen,

Speaker0: die lösen in dir was aus. Das ist der Trigger.

Speaker0: Da fangst du dann plötzlich an, an dir zu zweifeln. Ich meine,

Speaker0: wir hatten wunderbare Zeit in Afrika, jederzeit wieder.

Speaker0: Und trotzdem machen solche Aussagen was mit dir. Und das hat mich ein bisschen geschwächt.

Speaker0: Das heißt, ich war angreifbar plötzlich. Ich habe dieses souveräne,

Speaker0: dass es abprallt bei mir, dieses Verhalten von Narzissen, das habe ich plötzlich wieder aufgenommen.

Speaker0: Das hat mit mir etwas gemacht. Das hat mich wahnsinnige Energie gekostet.

Speaker0: Ich habe plötzlich an mir selbst gezweifelt, an mir als Person,

Speaker0: an meinen Fähigkeiten, an meiner Kompetenz.

Speaker0: Es hat sich plötzlich nur mehr alles um den oder die Narzisstin gedreht und

Speaker0: ich war gerade nach dem Rückkehr auch, also eh immer schon,

Speaker0: aber speziell auch nach dem Rückkehr ist mir das dann so ganz bewusst geworden,

Speaker0: mit wem ich es da zu tun habe und bin dann noch einmal auch auf Menschen mit

Speaker0: sehr ausgeprägten narzisstischen Zügen geraten.

Speaker0: Die mir wirklich, wo ich sage, das hat mich geschwächt. Und es war dann ein einziges Erlebnis.

Speaker0: Ich habe irgendwie so das Gefühl gehabt, ich habe so wie Herzrhythmusstörungen,

Speaker0: war so im Immunbieren zum Arzt gegangen, die Untersuchungen gemacht,

Speaker0: irgendwelche Geräte, 24 Stunden und mit gehabt.

Speaker0: Das ganze Programm, voll check gemacht, alles.

Speaker0: Und ich kam dann zu der Ärztin und die fangt, Liebe Frau Rydolfi,

Speaker0: Sie sind von einer Herzrhythmusstörung so weit entfernt, wie ich von einer Modelfigur.

Speaker0: Das spürt sich alles nur bei Ihnen im Kopf ab. Dann habe ich gedacht, das gibt es nicht.

Speaker0: Gleichzeitig hat aber mein Mann zu mir gesagt, fängt dann, du,

Speaker0: Bauer, sag ich mal, gibt es da noch irgendwie ein anderes Thema, außer den oder die?

Speaker0: Dann habe ich mir gedacht, wirklich, ich rede ständig nur, wie schlecht es ist,

Speaker0: wie schlecht es mir geht, immer Gedankenkarussell in der Nacht, nie schlafen können.

Speaker0: Diese Personen haben mich wahnsinnig beschäftigt und das war dann genau das, wo man dachte, habe,

Speaker0: hol dir doch bitte deine Selbstbestimmtheit zurück und deine Gelassenheit,

Speaker0: die du früher gehabt hast und geh dem Ganzen auf den Grund, warum dich das plötzlich

Speaker0: so triggert und so beschäftigt.

Speaker0: Und das war sozusagen das Ausschlaggebende, warum dann dieses,

Speaker0: mit diesem Narzissmus dann irgendwie so präsent worden ist, warum ich jetzt

Speaker0: dann auch in diese Richtung reingegangen bin, weil man dachte habe,

Speaker0: liebe Leute, das muss echt nicht sein.

Speaker0: Da gibt es so simple Methoden, so gute Techniken.

Speaker0: Und wenn du dein Gegenüber kennst und noch mehr, wenn du dich selber vor allem

Speaker0: sehr, sehr gut kennst, dann kann dein Gegenüber einen Purzelbaum schlagen und

Speaker0: glauben, was Gott für sie ist. Und du denkst dann, ey.

Speaker0: Und das war dann das Ausschlaggebende. Okay.

Speaker1: Und was würdest du denn, also machen wir es mal für das Publikum fest,

Speaker1: woran erkennt man einen Narzissten oder eine Narzisstin?

Speaker0: Da gibt es mehrere Merkmale. Also du hast nicht nur ein einziges Kriterium,

Speaker0: sondern es ist ein Zusammenspiel.

Speaker0: Es gibt eine Liste, wo man hergeht und sagt, okay, neun Kriterien, wie zum Beispiel,

Speaker0: er ist der Nabe, ich sage das immer recht nett, der Nabe der Welt,

Speaker0: der Grandiose, er kann alles, er ist so super oder auch sie,

Speaker0: es gibt ja auch die Weiblichen, sie stehen über allem, das ist einmal ein Merkmal. als a Superhero.

Speaker0: Das Zweite ist, jedes Mal, wenn sie dir etwas erzählen, ist es immer etwas anderes.

Speaker0: Du merkst so, mit der Wahrheitsgehalt von dem, was sie dir erzählen, der ist sehr flexibel.

Speaker0: Sie drehen es genau so, wie sie es brauchen. Sie sind nie an etwas schuld.

Speaker0: Es waren immer die anderen.

Speaker0: Das ist auch etwas, wo man sagt, Klassiker. Also stellen das Haxel und sagen,

Speaker0: nein, es stimmt ja gar nicht, bis selbst über dein eigenes Bein gestolpert.

Speaker0: Das sind so Kriterien. Sie sind etwas ganz Besonderes, sie heben sich ab von

Speaker0: allen anderen, beispielsweise.

Speaker0: Es sind immer ihre Erfolge und immer die Misserfolge der anderen.

Speaker0: Also da gibt es wirklich eine komplette Litanei auch. Und da geht man dann her

Speaker0: und sagt, von diesen neun, wenn du unter fünf hast, ja, ich meine,

Speaker0: wir sind alle, wir haben alle narzisstische Züge, jeder von uns, auch ich.

Speaker0: Und als Führungskraft brauchst du sowieso auch.

Speaker0: Aber Ausprägungen unter fünf ist handelbar.

Speaker0: Das kann man recht gut, da hast du einmal einen schlechten Tag oder du bist

Speaker0: übertrieben stolz auf etwas, wo du sagst, ja, passt, ist noch halbwegs normal.

Speaker0: Alles ab fünf aufwärts, je mehr du Punkte hast,

Speaker0: wenn du sagst, du hast sieben Ausprägungen und die Tag für Tag,

Speaker0: den ganzen Tag über, das heißt, es kommt wirklich auf die Ausprägung drauf an,

Speaker0: wie oft ist es andauernd,

Speaker0: dann spricht man schon von diesen stark ausgeprägten narzisstischen Zügen.

Speaker0: Alles darüber hinaus würde dann wirklich in einen Narzissmus gehen und dieses

Speaker0: kann aber wirklich nur ein Psychologe diagnostizieren.

Speaker0: Und da gibt es Verfahren, die sind recht kompakt, dass man das herausfindet,

Speaker0: braucht es aber natürlich den Menschen,

Speaker0: wo man sagt, er ist womöglich ein Narziss, dessen Bereitschaft,

Speaker0: dass es überhaupt zum Psychiater geht, dass er das feststellen lässt.

Speaker0: Also es gibt schon wirklich markante Punkte, Aussagen, die Schuldumkehr.

Speaker0: Wo du Menschen mit einer sehr ausgeprägten narzisstischen Zügen gut erkennen kannst.

Speaker1: Und wie geht man da mit diesen Menschen um? Kannst du uns da ein paar Tipps geben?

Speaker0: Ich versuche immer, mein Lieblingswort nicht zu nennen, nämlich einfach.

Speaker0: So einfach ist es ja nicht.

Speaker0: Wie gehst du damit um? Du fangst im Grunde genommen nicht bei deinem Gegenüber

Speaker0: an, sonst immer bei dir selbst.

Speaker0: Er sagt ein Wort, du reagierst, du trainierst dich drauf, nicht drauf zu reagieren.

Speaker0: Der simpleste Weg ist, wenn du merkst, dein Gegenüber sagt einen Satz wie,

Speaker0: wegen dir reagiere ich jetzt genauso.

Speaker0: Dann macht das was mit dir. Und da gibt es die Technik, dass du hergern und

Speaker0: sagst, hey, stopp, das hat nichts mit mir zu tun.

Speaker0: Das ist er, der versucht es mir in die Schuhe zu schieben.

Speaker0: Das heißt, du versuchst im Grunde genommen, im ersten Moment dir Zeit zu verschaffen.

Speaker0: Dass du sagst, geht es jetzt um mich oder geht es jetzt um ihn?

Speaker0: Und somit distanzierst du dich.

Speaker0: Du musst im Grunde genommen erkennen, und du merkst, es ist meist eine bestimmte

Speaker0: Person, die dich triggert.

Speaker0: Du musst im Grunde genommen erkennen, welches Wort, welche Aussage, welcher Blick.

Speaker0: Es reicht schon ein Blick, wo du denkst, so super, jetzt misst er mich wieder

Speaker0: von oben und unten. Oder dieses süffisante Lächeln.

Speaker0: Wenn du merkst, ach, der lächelt so süffisant, dann gehört in der Sekunde der

Speaker0: Gedanke, das geht nicht um mich, das ist er. Das heißt Abstand.

Speaker0: Das sind so die grundlegendsten Schritte und du bearbeitest deine Trigger, deine Glaubenssätze.

Speaker0: Weil das ist ja genau das, womit der Narzisst ja spielt.

Speaker0: Du hast etwas, was dem Narzissten fehlt.

Speaker0: Empathie beispielsweise. Hat er nicht. Die spielt er vor bis zu einem gewissen

Speaker0: Grad, aber er kann sie nicht wirklich leben.

Speaker0: Und jetzt versucht er, das von dir zu bekommen, damit er größer wirkt und du

Speaker0: kleiner wirst und dich dadurch mehr schwächt.

Speaker0: Das heißt, er dreht es so um, dass du das ja gar nicht hast,

Speaker0: dass du zweifelst, aber dadurch belangt es eher.

Speaker0: Und deswegen ist es so wahnsinnig wichtig, deine Glaubenssätze auch zu kennen,

Speaker0: deine Trigger zu kennen.

Speaker0: Und wenn du deine Trigger kennst, was du sagst, was löst das in mir aus?

Speaker0: Was löst das in dir aus, wenn derjenige zu dir sagt, das wird nie was,

Speaker0: weil du kannst das nicht.

Speaker0: Oder du hast ja gar nicht die Kompetenz dafür, das zu tun.

Speaker0: Dann löst das in dir was aus. Und wenn du da hier eine Mauer runterlässt,

Speaker0: hast du den Abstand, sagst Stopp.

Speaker0: Und du lernst ganz bewusst nicht zu reagieren, weil das ist ja die größte Strafe

Speaker0: für den Narzissten, nicht zu reagieren.

Speaker0: Und wenn du reagierst, nicht beleidigen, sondern einfach zu sehen,

Speaker0: freut mich, dass du dieser Meinung bist. Punkt.

Speaker0: Das war's. Und das ist erlernbar.

Speaker1: Aber ich könnte mir vorstellen, dass das ganz schön schwierig zu mehr lernen ist, oder?

Speaker1: Nein. Es kommt vor allem, wie sehr verletzlich man ist wahrscheinlich, oder?

Speaker0: Es ist nicht schwierig, gar nicht. Es tut weh.

Speaker0: Nämlich insofern, du musst dich mit dir selbst konfrontieren und zu sagen,

Speaker0: was ist denn mein Glaubenssatz?

Speaker0: Ich muss es allen recht machen. Ja, dann versuchst du es auch ihm recht zu machen.

Speaker0: Aber dieses Hintern, wenn ich es jedem recht machen will, was ist denn das da dran?

Speaker0: Und warum sollte ich? Das heißt, das bearbeitest du und sagst,

Speaker0: nein, muss ich nicht, ich muss es mir recht machen.

Speaker0: Was löst es aus in mir, im Körper, in meinem Kopf?

Speaker0: Sei perfekt beispielsweise. Du darfst ja keine Fehler zugeben,

Speaker0: aber wenn ich Fehler zugebe, dann mögen mich die anderen nicht.

Speaker0: Das ist auch wieder so ein Thema. Das greift da auf. Und wenn du dir dessen

Speaker0: bewusst, und das tut weh, das tut weh, dass du erkennst,

Speaker0: verdammt, ich versuche eigentlich so ein People-Pleaser zu sein oder es jedem

Speaker0: recht zu machen, aber selber vergiss, das schmerzt manches Mal.

Speaker0: Und dann gehst du wirklich her und dann schaut man Schritt für Schritt,

Speaker0: welches Wort ist es, was dich auf die Palme bringt, was dich dazu bringt,

Speaker0: dass du denjenigen am liebsten auf die Gurgel springen würdest oder sonst ihm.

Speaker0: Ja, das lässt sich in der Aus, oder so richtig so auf, ah, und du rufst wie

Speaker0: ein Ruppelstilz. Das lernst du.

Speaker0: Und sobald du diese Punkte kennst,

Speaker0: Plus, das Muster von einem Narzissten, wie er ist, worauf er anspringt,

Speaker0: kannst du das ganz einfach so programmieren und untrainieren.

Speaker0: Weil sobald du weißt, das ist mein Trigger und das löst es in mir aus,

Speaker0: dann arbeitest du genau mit dem, das braucht es in mir nicht mehr auslösen,

Speaker0: weil ich weiß, wie es bin, ich kann es anders.

Speaker0: Das heißt, du baust neue Wege im Gehirn, du drehst es ein.

Speaker0: Wie wenn du, du bist jahrelang in einen Weg gegangen, da ist schon Austreten.

Speaker0: In der Wiese ist nur mehr so ein brauner Streifen. Und jetzt gehst du plötzlich

Speaker0: her und sagst, na sicher nicht, ich gehe den Weg anders.

Speaker0: Und du baust dir wirklich einen neuen Weg in deinem Gehirn und lernst es neu

Speaker0: ein, so zu reagieren oder nicht zu reagieren. und beim Alten wachst wieder Gras

Speaker0: nach. Den brauchst du ja nimmer.

Speaker0: Weil du weißt ja, dass du es anders machen kannst. Und somit bestimmst du nämlich

Speaker0: selbst, reagiere oder reagiere nicht. Wie verhalte ich mich?

Speaker0: Das ist sozusagen die Grundessenz, wo du sagst, da lernst du eigentlich mit

Speaker0: Narzissen umzugehen, weil ihn änderst du ja nicht.

Speaker0: Ja. Du kannst dich verändern.

Speaker1: Ja, also okay. Danke für die Tipps.

Speaker0: Und ich hoffe.

Speaker1: Damit haben wir auch vielen geholfen, so auf die Schnelle sozusagen, im Schnelldurchgang.

Speaker1: Und erzählst uns noch kurz, hast du eine Praxis in Wien?

Speaker0: Nein, ich habe keine Praxis. Ich mache es online.

Speaker1: Ah ja, okay.

Speaker0: Ich biete zwei Online-Kurse an. Das eine Hauptprogramm ist eben so ein Zwölf-Wochen-Programm.

Speaker0: Für eben Führungskräfte oder Unternehmerinnen, dass sie in ihre Selbstbestimmtheit

Speaker0: und ihre Klarheit wieder zurückkommen, wo du eben Muster erkennst,

Speaker0: Grenzen setzt, Trigger steuerst, souverän kommunizieren lernst,

Speaker0: eben dieses Notfallprogramm, wann du was triggert, was machst du,

Speaker0: klopfst unter dem Tisch, das sieht keiner, atmest dich ruhig,

Speaker0: sodass du in deine Balance kommst.

Speaker0: Und das Ganze ist über Zoom, das sind Gruppencalls,

Speaker0: geht über zwölf Wochen, hast auch einen WhatsApp-Support dabei und kriegst dann

Speaker0: auch Informationsmaterialien und da geht es wirklich, dass man sagt,

Speaker0: das wird dann trainiert.

Speaker0: Du musst aber das Ding selber, das Ganze auch wirklich selbst trainieren.

Speaker0: Das heißt, ich zeige dir die Anleitung und du trainierst dann.

Speaker0: Und das funktioniert online recht gut. Dadurch erspare ich mir sozusagen die

Speaker0: Praxis und wir landfristig auch remote arbeiten können.

Speaker0: Und das Gleiche, was man in zwölf Wochen machen kann, kann man natürlich auch

Speaker0: in einem 1 zu 1 dann auf einer Jahresbegleitung genauso gut trainieren.

Speaker1: Ja gut, wir werden natürlich auch deine Website verlinken,

Speaker1: wobei bitte erklär noch kurz den Namen deiner Website, weil so auf die Schnelle

Speaker1: würde man die jetzt vielleicht nicht finden. Wie heißt denn deine Website?

Speaker0: Meine Website heißt www.luforis.com.

Speaker0: Und es geht genau um das Wort Lufhoris, was du da so ansprichst,

Speaker0: weil mein Nachname ist ja Ridolfi.

Speaker0: Was hat jetzt Lufhoris zu tun?

Speaker0: Nachdem ich irgendwie so ein kreativer Mensch auch bin.

Speaker0: Der Name Ridolfi kommt aus dem Italienischen und heißt übersetzt in seiner Bedeutung

Speaker0: sinnbildlich Ratgeber des Wolfs.

Speaker0: Und Euphoris habe ich dann noch dazu genommen, nämlich die Begeisterung,

Speaker0: die entsteht, wenn wir aus unserem Inneren klar handeln und auch begeistert

Speaker0: etwas Neues zu tun, das Ganze kombiniert war Euphoris,

Speaker0: und warum der Wolf,

Speaker0: weil der Wolf noch dazu, und das gefällt mir nämlich auch sehr gut, der Wolf steht für,

Speaker0: Instinkt, Unabhängigkeit und zugleich auch Dafür für Führung,

Speaker0: Integrität sowie Gemeinschaft.

Speaker0: Und das ist etwas, wo ich sage, genau das braucht es nämlich im Umgang mit manipulativen

Speaker0: Menschen, dass du hier auch diese Führung und Integrität auch noch mit dir mitnehmen

Speaker0: kannst und wirksam wirst.

Speaker0: Und das findet man unter Luforis.

Speaker1: Okay, super. Also danke für die Erklärung auch. Ich finde das oft eine spannende

Speaker1: Geschichte und ein wirklich sehr einprägsamer Namen.

Speaker1: Also wenn man die Geschichte dann auch kennt, dann kann man sich das auch gut merken mit den Bildern.

Speaker0: Genau.

Speaker1: Gut, meine Liebe, vielen Dank, dass du da warst. Danke für deine Geschichte und deine Zeit.

Speaker1: Und an unser liebes Publikum. Danke, dass du wieder eingeschalten hast und ich

Speaker1: hoffe, bis das nächste Mal wieder dabei. Baba!

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