Haarausfall, Neustart und der Mut zum Sprung
Shownotes
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Nicole: Einen Satz, den ich einmal gehört habe, von einem Mann, den ich in die Augen
Nicole: gefahren gemacht habe, der hat gesagt, er schaut jetzt wieder aus wie ein Mensch.
Nicole: Der hat auch von jetzt auf gleich alle Körper verfallen und das war,
Nicole: der hat sich in den Spiegel angeschaut und gesagt, er schaut jetzt wieder aus
Nicole: wie ein Mensch und das ist schon heftig, also ein Mist.
Claudia: Papa, Hamsterrad, Servus, Berufung. Hallo und herzlich willkommen beim Podcast
Claudia: für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.
Claudia: Ich bin Claudia Scheer, Deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.
Claudia: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,
Claudia: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche
Claudia: Perspektiven und Karrierewege.
Claudia: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Baba Hamsterrad Servus Berufung.
Claudia: Und heute habe ich einen ganz, ganz, ganz speziellen Gast bei mir,
Claudia: Einen sehr interessanten Gast.
Claudia: Ich bin schon sehr gespannt, was ihr dazu sagt. Hallo, liebe Nicole Steuerer.
Nicole: Hallo Claudia, danke für die Einladung. Und ich bin jetzt total gespannt, ob sie zu sprechen.
Claudia: Ja, magst du dich vielleicht mal kurz vorstellen, Nicole, wie deine aktuellen Lebensumstände sind?
Nicole: Ja, gern. Also, wie du schon gesagt hast, mein Name ist Nicole Steuerer.
Nicole: Ich bin, wie mein Herr, aus Kärnten, also aus Spital an der Traum genau zu sein.
Nicole: Ich lebe und arbeite hier, bin noch 42 Jahre alt, habe keine Kinder,
Nicole: unverheiratet und ja, das war es endlich.
Claudia: Super, liebe Nicole, dass du nicht gleich alles verraten hast.
Claudia: Da wollen wir unser Publikum erstmal mitnehmen. Okay, und wie immer lautet die, genau,
Claudia: ich sehe, wir haben heute ein bisschen Verzögerung, bis die Bits & Bites in
Claudia: Kärnten angelangt sind, deshalb
Claudia: haben wir ein bisschen längere Pausen dazwischen, aber das ist egal.
Claudia: Liebe Nicole, kannst du dich noch erinnern, was du als Kind werden wolltest?
Nicole: Ja, das ist eine gute Frage. Friseurin, also etwas, Friseurin war so mein Traumberuf
Nicole: und ja, ich habe immer auf meine Barbie-Buchen.
Nicole: Ich habe denen die fürchterlichsten Frisuren geschnitten, ich habe sie angezogen,
Nicole: angemahlen und das war eigentlich so als Kind mein Traumberuf.
Claudia: Super. Hast du ihnen die Haare auch abgeschnitten?
Nicole: Oh ja, habe ich. War oft nicht so vorteilhaft, aber versuch, mach es klug.
Claudia: Okay. Also Traumberuf für Sören.
Claudia: Hat sich dieser Traum über deine Schulzeit dann gehalten oder waren dann andere Enflüsse?
Nicole: Nein, er hat sich nicht über die Schulzeit gehalten. Ich wollte dann was Handwerkliches lernen.
Nicole: Also so Ende der Schulzeit wollte ich gern Glaser oder Goldschmied,
Nicole: war so mein Traumberuf. Das wäre so das gewesen, was ich gerne gemacht hätte.
Nicole: Damals war es aber so, dass die Mädels noch nicht genommen haben für solche Berufe.
Nicole: Also im Glaserbereich, da bin ich eher belächelt worden, als Mädchen wieder zu bewerben.
Nicole: Mittlerweile ist es ganz normal, dass Mädchen das auch lernen,
Nicole: aber damals war es leider noch nicht so.
Nicole: Und für die Glasfachschule in Kramsach, da habe ich zu sehr Heimbekommen.
Nicole: Also da war ich noch nicht bereit.
Nicole: Tirol war ewig weit weg für mich und deswegen bin ich dort nicht hingegangen.
Nicole: Dann habe ich den handwerklichen Beruf an den Nagel gehängt.
Claudia: Und hast du was stattdessen gemacht?
Nicole: Ja, man muss ja was lernen und ich bin dann Einzelhandelskaufsfrau geworden.
Nicole: Das war absolut nicht mein Traumberuf, aber im Nachhinein war es dann eh passend.
Nicole: Aber ich bin gelernte Einzelhandelskaufsfrau.
Nicole: Ich habe damals, die Firma gibt es ja nicht mehr, bei der Firma Kika gelernt,
Nicole: also Textileinzelhandelskaufsfrau.
Nicole: Okay.
Claudia: Wie man weiß, ja, aus Erfahrung, man lernte nichts umsonst, hast du es nachher
Claudia: später noch brauchen können, Einzelhandelslabor.
Nicole: Also die kaufmännische Ausbildung an sich, ja, die ist mir dann bei meiner Selbstständigkeit
Nicole: angerechnet worden, somit habe ich mir den Unternehmer gespart,
Nicole: aber man hat viel gelernt dort.
Nicole: Also ich habe in der Ausbildung definitiv viel mitgekommen, aber ich habe von
Nicole: Anfang an gewusst, dass ich das nicht bleiben will.
Nicole: Also ich wollte nicht Einzelhandelskaufbau lernen und dort dann in Pension gehen,
Nicole: wäre eh nicht gegangen, jetzt ist es ja.
Nicole: Aber das war nicht mein Wunsch. Also ich wollte nicht auslernen,
Nicole: also nie aufhören von Lernen.
Nicole: Ich habe neben der Lehre dann auch noch die Ausbildung zum Rettungssanitäter damals gemacht.
Nicole: Also mit 16. Okay.
Claudia: Rettungssanitäter, das ist ja eher schon so ein Adrenalin-Junkie-Job, oder?
Nicole: Nein. Also ehrlicherweise, ich wollte einfach Latein kennen.
Nicole: Also ich wollte einfach diese ganzen Wörter. Das hat mich so fasziniert.
Nicole: Auf meine Weise, wie ich damals das gelernt habe. Oder hat den Kurs gemacht,
Nicole: ich habe mir gedacht, Das klingt cool, was die da macht. Biologie hat mich in
Nicole: der Schule auch schon interessiert.
Nicole: Ja, und dann habe ich das gelernt. Und habe die Ausbildung eben nebenbei gemacht
Nicole: und war dann, ich glaube, insgesamt zehn Jahre als Rettungssanitäter und auch
Nicole: zwei Jahre Hauptgewöhnlich davon.
Claudia: Und das ist ja auch so ein Job, von dem viele Leute irgendwie eine Vorstellung
Claudia: haben, aber wenig reale Vorstellungen.
Claudia: Wie würdest du es so in kurzen Worten zusammenfassen?
Nicole: Anstrengend, dann war es anstrengend, sehr lustig mit den Kollegen.
Nicole: Also man stellt sich immer so ein schlimmes Grund davor, aber es ist auch mit
Nicole: den Patienten total schön gewesen. Also wenn man so ältere Menschen gehört hat
Nicole: und wieder geholt hat und so.
Nicole: Also das war eine total schöne Erfahrung. Diese ganz schlimmen Sachen hat man ja selten.
Nicole: Aber wenn da mal was gewesen ist, dann hat man mit seinen Kollegen darüber geredet
Nicole: und das hat die Gruppe sehr zusammengeschweißt.
Nicole: Also das war eine irrsinnig schöne Erfahrung. und jetzt, 20 Jahre später,
Nicole: wenn ich meine Kollegen triff, ist das immer noch so, als wäre nie eine Zeit dazwischen vergangen.
Nicole: Und das war einfach für mich eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.
Nicole: Also ich habe mir damals Urlaub genommen und habe dann eben Ambulanzdienste gemacht.
Nicole: Ich habe viel erlebt, ich war bei vielen Konzellärzten dabei und so weiter,
Nicole: was ich so nie gesehen hätte.
Nicole: Und ja, da habe ich dann alles mitgemacht und das war echt eine coole Erfahrung.
Claudia: Super. Du bist aber nicht bei der Rettung geblieben.
Claudia: Was hat dich bewogen, dich anders zu orientieren und wohin hast du dich orientiert?
Nicole: Nach acht Jahren Ehrenamtlichkeit habe ich mir gedacht, Rettungssanitäterin ist mein Raumberuf.
Nicole: Es hat sich dann herausgestellt, dass das Hobby dann interessanter war als dann als Hauptberufliche.
Nicole: Es war irrsinnig anstrengend und vor allem die Nachtdienst, die Hobby,
Nicole: auch die Dauer, das hat mich fertig gemacht.
Nicole: Also ehrlich, das ist ein relativ ungesunder Job damals gewesen.
Nicole: Wir haben viel gearbeitet, wenig Pausen dazwischen gehabt, man sitzt viel im Auto.
Nicole: Also so körperlich war es jetzt auch sehr anstrengend.
Nicole: Und dann, daraufhin bin ich dann wieder zurückgegangen in meinen gelernten Beruf.
Nicole: Ich war das mal in der Telekom, also war dann lange in einem Handyshop,
Nicole: sechs Jahre lang. Das war eigentlich ein ganz cooler Job.
Nicole: Und die Firma damals war schon papierlos. Also es war alles komplett digital, das war absolut neu.
Nicole: Und hat mir in weiterer Folge dann wahnsinnig geholfen, weil das war dann alles
Nicole: so easy, wenn ich in eine andere Firma gewechselt bin, weil die haben erst angefangen
Nicole: zu digitalisieren und ich habe das alles schon gehabt.
Nicole: Also bei mir war es teilweise so wieder retour in die Steinzeit.
Nicole: Obwohl ich da gewechselt bin, war das wirklich retour in die Steinzeit. Ja, war ganz wichtig.
Claudia: Okay. Ja, das ist dann schon spannend, wenn man in so einer Zeit lebt,
Claudia: wo sich so Technologien komplett ändern.
Nicole: Ja.
Claudia: Also, ich habe ja noch die vorherige Zeit mitgekriegt.
Claudia: Wir hatten damals schon Freifach EDV und sich eine ganze Klasse einen privaten
Claudia: Computer von der Lehrerin geteilt und das war so ein Commodore, das kennst du gar nicht.
Nicole: Ich habe auch noch mit Windows-DOS. Also ich war bei der TV damals gemacht,
Nicole: Windows-DOS, der schwarze Bildschirm, die grüne Schrift.
Nicole: Es war echt interessant.
Nicole: Schreibmaschine habe ich freiwillig gelernt, weil das hat mich auch lustig gefunden,
Nicole: wenn ich nicht so schnell schreiben kann.
Nicole: Und Gott sei Dank habe ich in der Schule mich freiwillig mit diesen alten Schreibmaschinen
Nicole: eingesetzt und habe dieses Zehnfingersystem klären. Das hat mich faszinierend gefunden.
Claudia: Ja, ich auch. Ich auch. Und ich musste die auch noch, ich war kilometerweit
Claudia: schleppen, diese depperte Reiseschreibmaschine, ich meine, man hätte es am liebsten
Claudia: irgendwo in den Straßen graben können, aber,
Claudia: das ist echt was, was ich bis heute noch gut brauchen kann.
Nicole: Den brauchst du auch jeden Tag, also das ist schon cool, ja.
Claudia: Okay, also dann bist du wieder in den Einzelhandel zurückgekommen,
Claudia: Telekom-Bereich und dann?
Nicole: Was habe ich denn noch gemacht? Dann war ich kurz in einem Autohaus,
Nicole: also ich habe echt schon viel gemacht, wenn man darüber redet. Ja.
Nicole: Kurz in einem Autohaus im Empfang und habe so administrative Dinge gemacht, circa 1,5 Jahre.
Nicole: Und dann war ich noch bei einer Heizkostenabrechnungsfirma. Ich war im Büro,
Nicole: also ich habe die Abrechnungen gemacht.
Nicole: Das war eigentlich ein ganz cooler Job, weil das recht technisch war.
Nicole: Also ich habe den Verkauf sagen müssen, was er braucht, damit das gesetzeskonform
Nicole: abgerechnet wird. Ich habe es dann auch eingestellt und abgerechnet.
Nicole: Also das hat mir eigentlich ganz gut gefallen.
Nicole: Und ja, das allerletzte, wo ich war, war ein Job im technischen Einkauf in einer Maschinenbaufirma.
Nicole: Also die stellen riesige Maschinen her.
Nicole: Und da war ich eben im technischen Einkauf und für den Einkauf für Maschinen
Nicole: und Getriebe zuständig im Internet.
Claudia: Also wenn man da jetzt ein bisschen zurückschaut, dann sind doch sehr viel so
Claudia: technische Berufe, Sparten, Branchen und so weiter dabei.
Nicole: Ja schon.
Claudia: Bist du technikaffin?
Nicole: Also ich muss alles zerlegen, ich muss alles verstehen und am besten wieder
Nicole: zusammenbauen und im besten Fall
Nicole: funktioniert es dann auch wieder und dann kann ich damit was anfangen.
Nicole: Also ich muss von A bis Z wissen, wie das Ganze funktioniert und dann hat es
Nicole: für mich erst Sinn, also hat es für mich erst Logik.
Nicole: Also mit dem Satz, es ist einfach so, kann ich mich nicht zufrieden geben.
Claudia: Das kenne ich gerade auch nicht.
Nicole: Das ist wirklich
Claudia: Okay, also einen Drang zu, also ursprünglicher Berufswunsch Friseurin,
Claudia: dann Ausbildung Einzelhandel, dann viele so technische Geschichten.
Claudia: Was waren da so generell diese Hauptgründe, die dich da bewogen haben zu wechseln?
Claudia: So, wenn es ganz allgemein gesagt hat.
Nicole: Wie ich am Anfang schon gesagt habe, ich wollte nie auf das Steuer treten.
Nicole: Also ich wollte nicht immer mein Leben lang das selber machen.
Nicole: Das wollte ich nie und konnte mir nicht vorstellen. Also,
Nicole: wobei jetzt schon vielleicht, aber das hat mich,
Nicole: so wie im Telekom-Bereich, da wäre ich geblieben, da war dann eine Firmenfusion,
Nicole: das Problem, oder das Thema, wo wir dann, das Team ist auseinandergerissen worden,
Nicole: wir haben dann alle noch da rein gekündigt, weil einfach das nicht mehr gepasst
Nicole: hat, das war echt schade, weil dort habe ich immer gesagt, dort gehen bis, ja,
Nicole: aber es hat sich dann eben die äußeren Umstände und alles andere war,
Nicole: irgendwann hat es mich ehrlicherweise dann gelangweilt, wenn ich dann alles
Nicole: drauf gehabt habe, so, dass es aus dem kleinen Finger gegangen ist, dann war es fad.
Nicole: Und in meiner letzten Firma, da war ich nach einer Stunde mit meiner Arbeit
Nicole: fertig und dann habe ich gedacht, das tue ich in den nächsten sieben Stunden
Nicole: und das war nicht so der Sinn meines, oder der Ziel meines Lebens,
Nicole: mit dem Absitzen das Ganze.
Claudia: Ja, Langeweile ist absolut tödlich.
Nicole: Fürchterlich, also da habe ich lieber richtig Stress, als wenn ich einfach warte,
Nicole: bis die Zeit vergeht. Also das geht über.
Claudia: Okay, das heißt, das Wechselmotiv lange Welle oder wahrscheinlich neue Herausforderungen.
Claudia: Neue Herausforderungen.
Nicole: Ja, ich will wieder was Neues lernen.
Claudia: Ja, okay.
Claudia: Gut, kommen wir schon langsam dorthin, wo du jetzt bist. Du hast dir eine neue
Claudia: Herausforderung gesucht, ne?
Nicole: Ich, genau.
Claudia: Was hast du da gemacht? Erzähl einmal bitte.
Nicole: Also, nachdem ich da im Büro gesessen bin und mir gedacht habe,
Nicole: ich bin nicht mehr, was machst du denn jetzt? Habe ich mich dazu entschlossen,
Nicole: die Selbstständigkeit zu wagen.
Nicole: Und zwar bin ich, ich bin jetzt auch anraten, also meine Mama hat mir dorthin
Nicole: geschubst, ob nicht permanent Make-up etwas für mich wäre.
Nicole: Ich habe mich, sie hat schon zwei Jahre vorher gesagt, mich gefragt,
Nicole: ob das nichts für mich wäre und ich habe gesagt, ich habe mir das nicht zugetraut, ehrlicherweise,
Nicole: weil die Verantwortung haben, jemanden im Gesicht mit Farbe und Nadel etwas
Nicole: vielleicht zu verpfuschen, weil du weißt ja nicht, ob das kannst oder nicht,
Nicole: das war mir einfach zu groß, ich habe mich nicht getraut.
Nicole: Ja, und dann, zwei Jahre später war der Frust dann so groß in der Ordnung,
Nicole: dass ich mir gesagt habe, geht raus mit Roten Tuch.
Nicole: Ja, dann bin ich auf dem Tag heim, habe mich erkundigt, was man alles machen kann.
Nicole: Ich habe angefangen mit der Ausbildung für die Wimpernverlängerung.
Nicole: Das war so mein Einstieg in diese Kosmetikbranche, weil ich bin ja komplett quer eingestiegen.
Nicole: Und ja, das war das Erste, was ich gemacht habe. Also ich habe dann den Job
Nicole: gekündigt, habe dann diese Wimpernverlängerungsausbildung gemacht.
Nicole: Und dann, nachdem ich mich fertig gemacht habe, habe ich eine permanent Make-up-Ausbildung gemacht.
Nicole: Bin ich in das Ganze dann eingestiegen und das war 2018.
Claudia: Und da hast du dich gleich selbstständig gemacht oder hast du eine Zeit lang gewonnen?
Nicole: Also ich habe wirklich den Hut draufgehalten auf meine Ausstellung.
Nicole: Ich bin nie im Angestelltenfamilie gewesen und selbstständig,
Nicole: sondern ich habe gleich bei den alten Wunnen gegangen, wie man so schön sagt.
Nicole: Ich habe dann 2018 das Jahr gehabt, um die Ausbildungen und so weiter fertig zu machen.
Nicole: Ich war im Rundungsprojekt und 2019 bin ich schon im Vollerwerb gegangen.
Claudia: Wow, sehr mutig.
Nicole: Ja, es war entweder oder. Also ich habe gesagt, ich riskiere da jetzt,
Nicole: dass was andere für ein Auto ausgeben oder für eine Mittelklassewagen,
Nicole: das geht jetzt um mein Leben, ich riskiere das jetzt.
Nicole: Und dann gibt es keinen Druck, es gibt keinen Plan B, es gibt nur 100% in dem
Nicole: Fall. Also ich bin froh, dass ich es so gemacht habe.
Claudia: Hast du irgendwo Vorbilder gehabt, die dich inspiriert haben im Bereich Selbstständigkeit?
Nicole: Sie inspiriert hat mich, meine Schwester, die war ein Jahr vor mir,
Nicole: ist sie in die Selbstständigkeit gegangen als Tätowiererin und an dem Tag,
Nicole: wo sie gekündigt hat und ihren Job gekündigt hat, sie ist erst zweigleisig gefahren,
Nicole: also sie hat eben den Job in der
Nicole: Ordination gehabt plus die Ausbildung zur Tätowiererin und hat dann geübt,
Nicole: ein Jahr und dann hat sie sich selbstständig gemacht und an dem Tag,
Nicole: wo sie sich selbstständig gemacht hat, habe ich entschlossen,
Nicole: mich zu kündigen und mir selbstständig zu fahren, weil ich mir gedacht habe,
Nicole: ich bin so neidisch auf sie, dass sie jetzt ihr eigener Chef ist.
Nicole: Und das war meine Motivation und sie hat mich auch immer unterstützt und dann
Nicole: passt, machst du das auch
Claudia: Sehr cool das ist natürlich super, weil viele,
Claudia: Unternehmerinnen, überhaupt so EPUs Ein-Personen-Unternehmen sind ja oft einmal
Claudia: ein bisschen einsam solange sie alleine sind und wenn du da quasi jemanden hast, mit dem.
Nicole: Du dir da
Claudia: Gut und oft austauschen kannst, dann ist ihr sicher gut geholfen.
Nicole: Ja, auf jeden Fall. Wir teilen uns quasi ein Studio, also sind nebeneinander.
Nicole: Wir haben also angefangen, also sie hat ihr Tattoo-Studio schon gehabt und das
Nicole: war so groß, dass sie mich mit einmieten haben können und da sind wir quasi
Nicole: immer parallel nebeneinander gelaufen.
Nicole: Wir sehen uns eh selten, dafür, dass wir nebeneinander arbeiten,
Nicole: wenn wir ein paar nicht mehr eingeteilt sind, aber es ist schön,
Nicole: sich auch mal auszutauschen.
Nicole: Also so wie du sagst, EPUs haben halt sonst niemanden. Im Freundeskreis ist
Nicole: sonst niemand selbstständig und man hat halt dann auch wenig Austauschmöglichkeiten
Nicole: und das ist schon schön, wenn man nicht immer allein unterwegs ist.
Claudia: Und es gibt ja auch, als EPU muss man ja vieles dazu lernen,
Claudia: oder irgendwelche Probleme lösen, die sie ergeben, dann ist es einfach zu zweit.
Claudia: Das war eine sehr smarte Lösung, die sich da tun hat.
Nicole: Ja, wirklich.
Claudia: Also permanent Make-up. Wie lange hast du das gemacht dann?
Nicole: Ich mache das nach wie vor.
Claudia: Ja, okay. Bevor du dann noch was dazugenommen hast oder anders noch dazugenommen hast?
Nicole: Also diese Beamperverlängerung habe ich nach circa drei Jahren wieder weggelassen,
Nicole: weil ich ja noch keine Zeit mehr gehabt habe.
Nicole: Und nach einem Jahr habe ich die Ausbildung zur Kopfhaut-Begmentierung in Deutschland
Nicole: gemacht. Also eine Zusatzausbildung in dem Bereich.
Nicole: Und ich war, glaube ich, in Österreich die Erste, die das gemacht hat.
Claudia: Dann langsam, langsam. Das müssen wir, glaube ich, ein bisschen erklären.
Claudia: Kopfhautpigmentierung. Du
Claudia: hast das so schnell gesagt, dass ich nicht mal mit Hörern mitkommen will.
Nicole: Natürlich, umbremse ich mich bitte, wenn ich es so stelle.
Claudia: Alles gut, alles gut.
Nicole: Kopfhautpigmentierung. Okay.
Claudia: Erklär das einmal bitte.
Nicole: Und zwar ist es eine Form von Permanent Make-up.
Nicole: Da werden auf die Kopfhaut lauter winzige Punkte gemacht. Das schaut dann aus
Nicole: wie Hoharstopperlen, aber in der Haut, also wenn man einen rasierten Kopf hat.
Nicole: Und das imitiert eben Haare und das mache ich hauptsächlich bei Frauen,
Nicole: die schüttere in den Haaren nach der Menopause, wo man so auf die Kopfhaut zieht.
Nicole: Und bei den Männern mache ich das auch und das schaut dann aus wie rastierter Kopf.
Nicole: Also wenn sie jetzt zum Beispiel nur noch den Haarkanz haben und oben nichts
Nicole: mehr, dann kann ich eben oben diese Haarstubberl pigmentieren,
Nicole: dass es ausschaut, als dass er sich in den Kopf rasiert.
Nicole: Und bei Frauen verdichtet es dann den Kopfhaut. also man sieht die Kopfhaut
Nicole: nicht mehr so, die Haare wirken optisch dichter.
Nicole: Es ist optische Pressure, weil die Frauen kommen dann zu mir,
Nicole: wenn sie alles andere schon versucht haben.
Nicole: Also dann schon, da weiß ich schon, beim Arzt, dann haben sie schon die Hauttests
Nicole: gemacht, jede Menge Serien, Bremen, Shampoos, alles, was es halt so am Markt gibt, probiert.
Nicole: Und das ist dann eine kosmetische Lösung dafür.
Nicole: Also statt einer Perücke kann man die Kopfhaut dann eben so pigmentieren,
Nicole: dass man sie nicht mehr so durchsieht.
Claudia: Wer da ein Bild dazu braucht, ich muss sagen, ich muss es am Anfang auch nicht
Claudia: vorstellen können, aber ich habe jetzt mal kurz auf die Homepage von der Nicole
Claudia: geschaut und es war wirklich verblüffend, das Ergebnis.
Nicole: Das ist nicht die Fotoschirm, das ist alles echt.
Claudia: Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen?
Nicole: Ich habe vor 2010 relativ viel nicht abgenommen und dadurch sind mir auch die Haare so ausgegangen.
Nicole: Also ich habe es selbst so auf die Kopfhaut gesehen, also ich habe es zwar kaschiert
Nicole: mit so schwarzem Haarspray und damals habe ich noch lange im Haar gehabt,
Nicole: habe Dressen reingegeben, aber ich weiß, wie es jeder Frau geht damit.
Nicole: Also ich habe Dinge vermieden, wie schwimmen gehen, Sport, wenn es geregnet
Nicole: hat, bin ich nicht ausgegangen und das war schon eine sehr prägende Zeit.
Nicole: Und dann in der Ausbildung zum Permanent Make-up ist mir das irgendwie so über den Weg gelaufen.
Nicole: Also ich habe das wirklich so weit mitgekriegt, dass es diese Variante gibt.
Nicole: Bei uns hat es das überhaupt noch nicht gegeben.
Nicole: Und eben ein Jahr später, nachdem ich die Selbstständigkeit oder zumindest das
Nicole: Permanent Make-up fertig gemacht habe, habe ich mir dann in Deutschland eine
Nicole: Kollegin gesucht, die mich dann ausgebildet hat.
Nicole: Und dann habe ich das gemacht und habe es mit zu uns gebracht.
Claudia: Importiert sozusagen.
Nicole: Importiert, genau.
Claudia: Sehr gut, sehr gut. Und ich gehe mal davon aus, dass du das erste Mal bekannt machen hast müssen.
Nicole: Oder? Ich bin immer noch dabei, das bekannt zu machen. Das ist noch viel zu wenig bekannt.
Nicole: Die meisten wissen nicht, um was es sich handelt. Und deswegen mache ich viel
Nicole: Aufklärungsarbeit und erzähle das immer wieder.
Nicole: Und ich möchte auch Frauen oder Männer dabei unterstützen, dass sie das auch lernen.
Nicole: Also es gibt noch viel zu wenige, die das anbieten. Also das ist ein Riesenpotenzial,
Nicole: weil einfach wirklich viele betroffen sind.
Nicole: Also das ist hauptsächlich jetzt so ein Bereich von Männern, wo es bekannter ist.
Nicole: Also wenn man so sieht, wenn es so ganz gerade Haarlinien sind,
Nicole: ist das meistens pigmentiert. Also in der Natur gibt es das nicht, diese Haarlinien.
Nicole: Entweder ist es mit einem Haarspray aufgemacht oder es ist wirklich pigmentiert.
Nicole: Und eben seit diesem Haartransplantationstourismus in der Türkei,
Nicole: das ist ja mittlerweile auch schon, das weiß man, das ist in aller Munde.
Nicole: Und mein Wunsch ist es, dass diese Haarpigmentierung dann auch irgendwann einfach
Nicole: als normal angesehen wird.
Nicole: Also irgendwie kann jeder mit dem Begriff Permanent-Make-up anfangen,
Nicole: auch Männer und auch mit dem Haarplantieren, aber das ist noch nicht so bekannt,
Nicole: aber das ist halt eine meiner Aufgaben, so sicher dass das bekannt zu machen.
Nicole: Und auch den Nutzen daraus. Es ist ja Wahnsinn, wie die Frauen aufblühen, nachdem wir das haben.
Claudia: Ja, genau. Erzähl mal ein bisschen über den Nutzen und wie es den Frauen damit geht und den Männern.
Nicole: Ja, also wie gesagt, die Frauen kommen ja zu mir, wo sie wirklich schon alles probiert haben.
Nicole: Und an jeden Strohhalm gegriffen haben. Also wenn du jetzt irgendwo ein Hohrwuchsmittel
Nicole: oder ein Hautarmen, ein Leger, alles.
Nicole: Und ja, wenn ich dann gelesen habe, ich habe vor allem in der Zeitung Aufklärungsgeschichten
Nicole: gehabt, wie das Ganze funktioniert.
Nicole: Und dann komme ich zum Beratungsgespräch, dann erkläre ich, wie das geht.
Nicole: Und nachdem sie es gemacht haben, ist einfach so eine Erleichterung.
Nicole: Also die Frauen erzählen mir dann, dass sie jetzt spontan vor die Tür gehen.
Nicole: Das haben sie Jahre nicht mehr gemacht. Oder dass sie jetzt wieder Schwimmengen.
Nicole: Oder dass sie sich keine Gedanken darüber machen, wenn der Wind geht.
Nicole: Also so ganz banale Dinge, über die man gar nicht nachdenkt,
Nicole: wenn man das Problem nicht hat.
Nicole: Und das ist schon eine Meinung. Also die blühen richtig auf.
Nicole: Letztens habe ich den Mann von einer Kundin von mir getroffen.
Nicole: Der hat gesagt, was hast du mit meiner Frau getan?
Nicole: Die kenne ich super nicht mehr. Die ist jetzt komplett anders.
Nicole: Die ist so locker. und das ist eines der schönsten Komplimente,
Nicole: die man kriegen kann. Also, ist echt superschön.
Claudia: Ja, das glaube ich.
Nicole: Wie lange hält so eine Pigmentierung? Ja, zwischen 5 und 7 Jahren und dann sollte
Nicole: man es wieder mal auffrischen. Also das hält jetzt schon ziemlich lang.
Nicole: Je nachdem, wie exponiert es, der Sonne ist aber, so eine Rede ist,
Nicole: zwischen 5 und 7 Jahren reicht aber auch eine Auffrischungssitzung,
Nicole: weil da braucht man dann nicht wieder von vorne anfangen.
Nicole: Beim ersten Mal brauche ich je nach Fläche zwischen 3 und 4 Sitzungen.
Nicole: Und eben auch schon so zwischen 7 und 10 Tagen, damit es dann dicht ist,
Nicole: weil ich kann die Punkte nur zuerst ein bisschen weiter auseinandersetzen,
Nicole: damit sie gut einheilen können.
Nicole: In der nächsten Sitzung mache ich einen Zwischenpunkt dazu, läuft das Ganze
Nicole: dann ab, damit ich dann unterm Strich ein schönes Endergebnis zusammenkriege.
Nicole: Es soll ja nicht ausschauen, wie lackiert, sondern man sollte die Kopfhaut sehen, genau.
Nicole: So wie bei mir auf der Seite. Man sollte noch diese Kopfhaut sehen,
Nicole: eben, dass es nicht so ausschaut, als hätte da so ein Haarspray oder also der Haarsprayung.
Claudia: Es geht für jede Haarfab.
Nicole: Also jede Hand- und Haarfab ist möglich.
Claudia: Sehr, sehr, sehr cool. Und ich habe gelesen auf deiner Homepage und du hast
Claudia: mir das eh auch erzählt in unserem Vorgespräch, du tust dir nicht nur den Kopf
Claudia: pigmentieren, sondern du hast noch eine zweite Sache auch, die du machst.
Nicole: Da muss man helfen. Ach so, ja, Brustwarzenrekonstruktion. Da muss ich aber
Nicole: momentan sagen, habe ich wirklich nicht viel Zeit, das zu forcieren.
Nicole: Also diese Möglichkeit gibt es auch, dass man nach Brustkrebserkrankungen und
Nicole: vor allem nach Amputationen, Teilamputationen oder Komplettamputationen,
Nicole: die Brustwarzen rekonstruieren kann.
Nicole: Also das heißt, das ist auch so eine 3D-Optik, dass man, je nachdem,
Nicole: ob der Warzenhof zum Beispiel, also der Warzenhof fehlt ja dann,
Nicole: es wird teilweise bei den neuen Operationen schon eine Art Brustwarze selber
Nicole: wieder hergestellt. die Erhöhung.
Nicole: Und dann kann man eben diesen Warzenhof pigmentieren. Wenn der nicht da ist,
Nicole: dann kann man auch so eine 3D-Optik, dass das ausschaut von vorne,
Nicole: als wäre da noch eine Brustwarze verhandelt.
Nicole: Also das ist auch eine Möglichkeit vom Permanent-Make-up.
Nicole: Also es ist nicht nur Puppies, die alles direkt aus der Hohen,
Nicole: sondern man kann schon auf der medizinischen Seite extrem viel machen.
Nicole: Was ich auch noch mache ist, wenn Männer zum Beispiel oder Frauen Alopecia Totalis
Nicole: so kreisfunden Haarsfall haben, wo jetzt gestern habe ich gerade wieder einen
Nicole: Mann gemacht, der seit der Volksschule keine Augenbrauen, keine Haare,
Nicole: nichts hat und dem habe ich auch gemacht.
Nicole: Also das ganz realistische Augenbrauen, das man auch nicht erkennen kann,
Nicole: dass die nicht echt sind.
Nicole: Und das ist schon ein krasser Unterschied, wie viel Mimik dann wieder da ist.
Nicole: Ja, also ein großes Feld und sehr spannend.
Nicole: Da lernt man nicht aus, deswegen werde ich das noch lange machen.
Claudia: Ja, vor allem, du bespielst ja mittlerweile zwei Filialen, nicht? Ja.
Nicole: Also ich habe eine in den Spital Landerau und eine in Klagenfurt und die bespiele ich beide momentan.
Claudia: Und dein Tag hat aber auch nur 24 Stunden, oder?
Nicole: Ja, genau. Momentan ein bisschen.
Claudia: Also ich möchte noch kurz was sagen zu dem Thema Mimik.
Claudia: Im Zuge der Profiling-Ausbildung haben wir uns natürlich auch so mit Mimikresonanz
Claudia: beschäftigt und so weiter.
Claudia: Und unlängst hatte ich eine Ausbildung, also ein Seminar im Gesicht lesen, Face Reading.
Claudia: Und da hat dann auch die Vortragende gesagt, wenn man keine Augenbrauen sieht
Claudia: und wenn sie die nicht bewegen können, weil man zum Beispiel so,
Claudia: also die einen lassen sich abrasieren, die anderen lassen sich alles mögliche
Claudia: unterspritzen, dass das nicht mehr sich bewegen kann und so weiter.
Claudia: Und dann ist man tot. Dann wirkt man einfach nicht mehr lebendig.
Nicole: Deswegen ist Botox so schräg. Ich bin nicht erfolgenfrei, aber es tut sich nicht.
Nicole: Das geht nicht, das schauen wir nicht einfach. Also das variieren wir.
Nicole: Und vor allem, ich sage ja, wenn ich die Augen gerade vorgezähle habe,
Nicole: dass man Wenn man schief schaut und die Augenbrauen aufgezogen hat, dann hört sich nichts.
Nicole: Es ist oft schon ein weises Unterschied. Also ich kann auch jemanden komplett
Nicole: anders ausschauen lassen. Entweder woche oder böse oder traurig.
Nicole: Also das ist echt interessant.
Claudia: Und es ist wirklich voll wichtig, dass man die Augenbrauen lässt,
Claudia: weil man wird mehr gesehen, man fällt mehr auf.
Claudia: Das ist ein voll wichtiger Tipp, den ich damals mitgenommen habe.
Nicole: Sehr spannend. Ja.
Claudia: Ja, es ist einfach so. Augenbrauen sagen sehr viel aus wie bei den Menschen sowieso, aber.
Nicole: Das finde ich total
Claudia: Wichtig überhaupt für uns Frauen. Also diese Mode, die ja teilweise war,
Claudia: die Augenbrauen komplett wegzumachen oder so, oder ganz, ganz dünn,
Claudia: ist eigentlich kontraproduktiv.
Nicole: Genau, es soll auch nicht zu übertrieben sein, aber so einfach,
Nicole: dass es zu derjenigen passt.
Nicole: Also es hat auch keinen Sinn, wenn ich an jeder Frau die gerade modernen Augenbrauen
Nicole: mache, sondern sie soll schon sich selber wieder erkennen.
Nicole: Das ist für mich wichtig. Also ich habe jetzt ehrlicherweise keine Frauen,
Nicole: die 20 Jahre alt sind, sondern es ist 40 plus, meine älteste Kundschaft ist
Nicole: 89, da habe ich auch die Augenbrauen gemacht.
Nicole: Einfach zu der Person passen, keine schwarzen Bolken, sondern dezent und einfach
Nicole: Zammkram, soll ich machen. Zammkram.
Claudia: Das ist ein kärnten Ausdruck, oder?
Nicole: Sollte ich mal lieber aufgeschreiben, Zammkram.
Claudia: Ja, also das heißt, an dieser Stelle nochmal der Aufruf, du bildest auch aus.
Nicole: Genau, also man kann das, wenn man schon permanent mit Körperadviz ist,
Nicole: das ist jetzt nur eine Aufschulung und ansonsten kann man das ganz alleine auch lernen.
Claudia: Dann kann man dieses Handwerk auch noch ein bisschen in die Welt hinaustragen
Claudia: und damit viel Gutes tun.
Nicole: Richtig. Weiß ich nicht für Gutes, ja.
Nicole: Ja, es ist einfach echt schön, wenn man sowas bewirken kann.
Claudia: Ja, stimmt. Ich kann mir vorstellen, da kommt es öfter mal so emotionalen Situationen, oder?
Claudia: Wenn die Leute dann sehen, wie sie verändert sind. Ich habe auch bei dir vorhin gemerkt.
Nicole: Ja, ich bin ja nicht nur an dem Wasser, sondern im Wasser. Also wenn ich das
Nicole: natürlich sehe, ist schon bei mir dahin.
Claudia: Ja, also es geht bei deinen Kundinnen auch ziemlich.
Nicole: Ja, und auch bei den Männern, also wenn der dann das letzte finale Resultat
Nicole: ist, ist schon heftig, also das ist schon schön, wenn man so eine Emotionen
Nicole: sieht, weil die Männer sind meistens so 30, 35 in dem Alter,
Nicole: da fangst du schon vorhauen mit dem Mannverlust und irgendwann,
Nicole: die klappen schon sehr dran und dann schaut er aber auch wieder Jahre jünger
Nicole: aus, dann schaut er wirklich so alt aus wie er ist, weil er ist so auch wieder auf.
Nicole: Das ist ein meistens emotionales Thema in Summe.
Nicole: Und ein Tabuthema. Also man redet halt auch schwer darüber.
Nicole: Vor allem als Frau, wenn man einen Hohausfall hat, das ist ein Tabuthema.
Claudia: Ja, das stimmt. Und deshalb finde ich es auch so wichtig, dass wir da heute
Claudia: auch nochmal drüber reden.
Claudia: Also dieses, was du sagst, was das Aussehen ausmacht mit der Selbst,
Claudia: mit dem Selbstvertrauen, mit dem, wie man nach außen geht, wie man auftritt und so.
Claudia: Also was das verändert.
Nicole: Genau. Hat dann verglatzt leben können, aber die Augen dran waren auch so eine
Nicole: Sache, wo er gesagt hat, das macht mir jetzt wieder, ich bin eine Wimperkanzverdichtung
Nicole: gemacht, weil der Wimper auch keiner gehabt hat, in die Augen waren.
Nicole: Das war halt auch ein Sinn. Es sind echt die meisten Sachen, was man dann so hört.
Claudia: Ja.
Claudia: Aus dem asiatischen Raum kennet, ist ja, dass das auch eher so ein Zeichen von,
Claudia: Unterwerfung war, also dass man den Frauen die Augenbrauen abrasiert hat.
Nicole: Ach, Haare. Ist das ja so, wenn man Frauen hat ja die Haare abrasiert,
Nicole: um sie zu unterwerfen. Und dann sieht man einmal, was Haare generell für einen Stellenwert haben.
Nicole: Die Haare abdecken oder eben abrastieren und so.
Claudia: Es ist eigentlich wirklich Geschichte, die viel mit einem Menschen bewirken kann.
Nicole: Ja, in alle Richtungen.
Claudia: Sehr cool. Sag, was kostet sowas im Durchschnitt, dass man ungefähr eine Vorstellung hat?
Nicole: Das kommt jetzt darauf an. In dem Fall muss ich Unterschiede zwischen Mann und Frau machen.
Claudia: Ja.
Nicole: Die Männer zahlen diesmal mehr, sonst beim Friseur zahlen wir mehr.
Claudia: Das ist nur gerecht.
Nicole: Also es kommt immer auf die Bleche an. Wir starten bei 2700 Euro und wenn der
Nicole: ganze Kopf ist, dann sind wir schon bei ca. 5000 Euro.
Nicole: Aber es haltet dann sehr lange und da brauche ich dann 5 Sitzungen circa,
Nicole: also so 4 Stunden pro Sitzung bin ich eigentlich dabei.
Nicole: Es gehen dann natürlich kleinere Flächen, dann wird es günstiger,
Nicole: aber so im Durchschnitt ist das.
Claudia: Hast du irgendwie eine Idee, was kosten normalerweise Perücken,
Claudia: die sind ja auch nicht so billig oder?
Nicole: Also ab 1000 Euro aufwärts, bei 1000 Euro ist aber auch wenn man sieht,
Nicole: dass es eine Je teurer sie werden, desto weniger sieht man es dann.
Nicole: Der Vorteil da ist, die Krankenkasse übernimmt meistens einen Teil.
Nicole: Also man hat dann einen Selbstbehalt. Das sieht man. Bei dem,
Nicole: was ich mache, ist noch nicht der Fall. Da müsste man erst in Verhandlungen
Nicole: mit der Krankenkasse gehen.
Nicole: Dafür ist die Methode aber noch unbekannt. Also das ist jetzt so der Balance.
Nicole: Da klenne ich mir ab. Also ich habe Kundinnen und Kunden, die das einreichen,
Nicole: wo ich eine großen Voranschläge schreibe, aber das kennt niemand.
Nicole: Und das ist halt nochmal mehr Aufklärung. Bis es dort hinkommt,
Nicole: ich weiß es nicht, die Krankenkassen haben jetzt auch nicht das Geld,
Nicole: dass ich sage und bis man das dann durchkriegt, dass es einen Kostenersatz gibt, wird es noch bauen.
Nicole: Also da wird noch ein paar Hörgerinnen.
Nicole: Die Traumherumferinnte. Genau. Aber das ist jetzt. Ja. Ja.
Claudia: Ah, okay.
Nicole: Gut.
Claudia: Was würdest du jemandem mitgeben, der sich in seinem Beruf, was immer diese Person jetzt macht,
Claudia: sie denkt, ist das öd, ist das langweilig, jeden Tag das selber.
Claudia: Was wäre so dein Rat?
Nicole: Springen. Springen. Springen.
Nicole: Es ist mutig sein, einfach zu sagen, ich probiere es. ich riskiere das Ganze.
Nicole: Also dieses Sicherheitsdenken, was wir alle haben, vermeintliches Sicherheitsdenken,
Nicole: man hat nur das Anerleben, das ist halt mein Zugang, ich habe nur dieses Anerleben.
Nicole: Und entweder sitze ich es irgendwo ab und werde auf Pension,
Nicole: oder ich mache etwas, was Sinn stiftet, was mich erfüllt, wo ich anderen helfen kann.
Nicole: Das war mein Zugang. Und das war ein enormer Schritt für mich,
Nicole: aber allein die Weiterentwicklung, was man durchmacht, ist unglaublich.
Nicole: Also, wenn du mich anschaust vor 8 Jahren, ich bin ein komplett anderer Mensch jetzt.
Nicole: Also so was hätte ich im Leben nicht gemacht.
Nicole: Das hätte ich nicht mehr so gesehen.
Nicole: So weiß ich nicht weiter und ich kann es nur jedem empfehlen,
Nicole: das nicht einmal zu riskieren, einfach gemütigt zu sein und für sich zu gehen. Für sich zu gehen, ja.
Nicole: Auf dir man kann zuschweren. Oder ich werde nicht mehr gebraucht werden, zu denken, wieso?
Nicole: Ab und zu brauchst du kreative Lösungen, siehe Corona, dann hat es dann auch
Nicole: das gebraucht, damit man da aus dem Ganzen rauskommt.
Nicole: Und entweder macht man was Gutes draus, oder das Beste draus,
Nicole: oder ich nicht. Aber allein diese Aufgabe zu haben, ist für mich auch ein Ansprache.
Claudia: Ja, wenn ich mit anderen UnternehmerInnen spreche, dann höre ich immer wieder
Claudia: mal den Satz, Selbstständigkeit ist
Claudia: das Beste, oder das wirkungsvollste Persönlichkeitsentwicklungsprogramm.
Nicole: Du hast eh kein Wollen. Weder gehst du, oder gehst du unter.
Claudia: Ja, aber man wächst mit der Aufgabe.
Nicole: Richtig, ja. Mit jedem Schritt denkst du, so schwer war das jetzt eigentlich
Nicole: gar nicht, was ich angeschaut habe.
Nicole: Und dann gehst du den Schritt und dann wird es leichter. Und beim nächsten Mal
Nicole: ist das überhaupt kein Problem mehr oder ein kleineres Problem.
Nicole: Und so steigert sich dann halt jedes Mal.
Nicole: Am Weg verliert man sich oft und wenn man zurückblickt, sieht man erst einmal,
Nicole: was da überhaupt weitergeht.
Nicole: Weil man hat immer so die nächste Ziel, den nächsten Step und dabei verliert
Nicole: man gar nicht ein bisschen aus dem Blick, was man schon geschafft hat.
Nicole: Und ich rufe das gerne wieder einmal in Erinnerung und dann sage ich,
Nicole: eigentlich war nicht so schlecht, was du bis nächstes machst.
Nicole: Und das macht Spaß. Man lernt coole Leute kennen.
Nicole: Und ich habe Erfahrungen mit meinen Kunden und Kundinnen. Ich kriege immer ein
Nicole: Geiselhaut in Form der Mikrosik.
Nicole: Das habe ich noch nicht gehabt, wo ich Maschinen und Getriebe reingekauft habe. Also das, ja. Ja.
Claudia: Das glaube ich, das passt dann auch gut zur Empathie von der Rettungssanität.
Nicole: Genau, also das mit der Empathie ist mein Job, kann ich definitiv ausleben.
Claudia: Ja, das stimmt, ja.
Claudia: Gut, liebe Nicole, wir werden natürlich in den Show Notes verlinken,
Claudia: deine Kontaktdaten und falls jemand Fragen hat oder Interesse hat oder so,
Claudia: dass er sie mit dir kurz schließen kann.
Claudia: Die ÖBB fährt jetzt nach Klagenfurt durch.
Nicole: Ist nicht mehr so weit zu dir. Ich glaube, die Westbahn jetzt auch ist der Wohin der nächsten Wohin.
Nicole: Jetzt gibt es keine Ausrede mehr. Ich komme auch noch ein Wohin zu kommen.
Nicole: Ich komme auch noch ein Wohin. Ja.
Claudia: Gut, dann vielen lieben Dank, dass du da warst.
Claudia: Ich freue mich sehr, dass du uns diesen wahnsinnig interessanten Beruf mit so
Claudia: viel Impact vorgestellt hast.
Claudia: Und ich bedanke mich auch bei unserem lieben Publikum.
Claudia: Vielen Dank, dass ihr da wart. Vielen Dank, dass ihr wieder da wart.
Claudia: Und ich freue mich da, wenn ihr in einer Woche wieder dabei seid. Baba.
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