Wenn der Weg nicht mehr passt und der Sinn fehlt
Shownotes
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00:00:00: Anschlaggebender Punkt, würde ich sagen, war unsere Reise nach Thailand.
00:00:04: Das war so das erste Mal auch Asien. Also wir sind sehr viel unterwegs gewesen,
00:00:09: aber das war auch so das erste Mal Asien.
00:00:12: Und da haben wir, glaube ich, da sind wir zurückgekommen und erst mal ein ganz
00:00:16: tiefes Loch aufgefallen.
00:00:18: Und ich meine, dass wir da einfach gemerkt haben, so kann sich das Leben anfühlen.
00:00:26: Und jetzt sind wir hier. Und das hat uns dann schon nochmal deutlich gemacht,
00:00:31: dass es ist alles super und es ist alles super gelaufen.
00:00:34: Aber die Erfüllung ist es einfach nicht mehr für uns.
00:00:38: Und genau, das war so der Punkt, wo wir gesagt haben, okay, wir müssen,
00:00:42: glaube ich, wirklich jetzt nochmal was anderes machen.
00:00:45: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung. Hallo und herzlich willkommen beim Podcast
00:00:52: für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.
00:00:55: Ich bin Claudia Scheer, Deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.
00:01:02: Wenn Du gerade merkst, dass Du Dich in Deinem Job nicht mehr wohlfühlst,
00:01:06: Du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst Du hier alles über Beruflichsteuer.
00:01:13: Karrierewege. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Papa Hamstrad.
00:01:19: Servus Berufung und diesmal habe ich auch wieder eine sehr interessante Gästin.
00:01:25: Hallo Tracy Summers.
00:01:27: Hi, hallo.
00:01:30: Ich freue mich hier zu sein. Ja, ich freue mich auch, dass du da bist.
00:01:35: Tracy, magst du dich in ein paar kurzen Worten vorstellen?
00:01:40: Ja, genau, ich bin Tracy, ich bin Autorin und Copywriterin unter anderem und
00:01:48: ich bin 33 Jahre, lebe in Landshut bei München und ja.
00:01:55: Das sind so mal die groben Eckpunkte. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt,
00:02:00: genau. Ich freue mich einfach, dass ich dabei sein darf. Ja.
00:02:04: Okay, super. Gut, Tracy, du lebst in Landshut, aber die erste Frage ist immer,
00:02:16: kannst du dich erinnern, was du als Kind werden wolltest? Oh.
00:02:21: Ja, mein allererster Berufswunsch war außergewöhnlich.
00:02:27: Das war tatsächlich, ich wollte Engel werden.
00:02:31: Irgendwann hat mich da natürlich mal jemand aufgeklärt, dass es kein Beruf ist.
00:02:35: Ich war sehr enttäuscht.
00:02:41: Warte mal ganz kurz, was hat dir so speziell gefallen an Engel?
00:02:47: Oder was hat dich da gereizt dran? Ich habe keine Ahnung. Also ich weiß,
00:02:52: dass ich da irgendwie sechs, sieben Jahre alt war.
00:02:54: Und dass meine Beäußerung war, ziemlich lange.
00:02:59: Warum? Keine Ahnung. Und es ist dann, ja, nachdem ich erfahren habe,
00:03:05: dass es kein Beruf ist, habe ich es abgelegt und dann dieses Thema auch erst
00:03:09: mal pausiert, bis zur Schulzeit.
00:03:12: Aber hast du eine Vorstellung gehabt, was Engel machen?
00:03:17: Ich glaube, meine Vorstellung war so, die sind immer unterwegs,
00:03:20: die bringen gute Sachen irgendwo hin, wie so ein Paketbote eigentlich. Ja, okay.
00:03:26: Dann schauen wir mal, ob wir da noch Dinge finden, die sich vielleicht da anschließen lassen.
00:03:33: Vielleicht wird es ja noch was. Ja.
00:03:38: Okay. Also zuerst Engel und dann? Und dann war es tatsächlich ganz lange gar
00:03:45: kein Thema, bis wirklich dann so siebte, achte Klasse.
00:03:49: Ich war in der Wirtschaftsschule und da wurde man dann natürlich auch immer
00:03:53: so ein bisschen daran geführt, dass man dann auch eben so einen Beruf macht.
00:04:01: Was ich eigentlich machen wollte, war immer so im Beauty-Bereich,
00:04:05: also Kosmetikerin das war dann auch mal so in der Jugend oder Reservistin und genau, dann,
00:04:11: wollte ich ja gerne Friseurin auch werden und,
00:04:17: Ich habe den ganz anderen Weg eingeschlagen, erstmal. Okay, nehme ich den ganz anderen Weg wahr, ja?
00:04:25: Ich habe dann eine Ausbildung gemacht zur Kaufrauf für Produktkommunikation,
00:04:30: was eigentlich eher Verwaltungsfachangestellte war.
00:04:38: Ja, irgendwie kommt dieser Wunsch ja dann in einem selber auf,
00:04:43: wenn einem immer wieder gesagt wird, so ja, mach das doch und das ist doch super.
00:04:49: Und genau, also habe ich mich dann auch dafür entschieden, das zu machen,
00:04:54: obwohl ich eben gerne Friseurin werden wollte und war dann auch so ein Jahr
00:05:02: vielleicht happy in dieser Ausbildung und dann aber auch wirklich sehr, sehr unglücklich.
00:05:08: Und es war ja, im Großen und Ganzen war es für mich einfach unfassbar langweilig.
00:05:15: Ich war unterfordert. Ich habe ganz oft auch so diesen Sinn gesucht.
00:05:20: Was mache ich hier eigentlich und warum?
00:05:23: Es gab dann so ein paar Bereiche, die haben mir natürlich mehr Spaß gemacht als andere.
00:05:28: Aber im Großen und Ganzen war das nicht wirklich was für mich.
00:05:33: Trotzdem habe ich die Ausbildung abgeschlossen. Aber es war ein langwieriger
00:05:41: Weg, auch gesundheitlich.
00:05:43: Also mein Körper hat sich dann auch gemeldet und wie man sich dann da halt immer
00:05:48: so hinschleppt, was auch wirklich so ein Punkt war, der mir auch immer noch in Erinnerung ist.
00:05:54: Da hat jemand sein 40-jähriges Jubiläum gefeiert und ich fand das ganz furchtbar.
00:06:01: Ich fand das so streckig, diese Vorstellung. 40 Jahre.
00:06:05: Und es ist ja immer, ich sage immer, es ist so schön, wenn jemand damit happy
00:06:09: ist. Aber für mich war das so, so soll es bitte nicht sein.
00:06:14: Genau. Und habe dann auch nach dem Abschluss und mit meinem Prüfungsergebnis,
00:06:19: weil man diesen Wisch da hat, dann ist ja die Ausbildung auch vorbei.
00:06:22: Und die habe ich dann auch noch abgegeben und war dann auch sofort raus.
00:06:26: Genau. Das war so die erste Ausbildung. Ja. Und dann hast du aber ziemlich nahtlos angeschlossen. No?
00:06:34: Ja, ich habe dann sofort die Lehre angefangen zur Friseurin und das war dann das andere Extrem.
00:06:43: Also da bin ich total aufgeblüht. Das war so mein Ding und es waren natürlich
00:06:48: lange Arbeitszeiten und es wird viel verlangt von einem,
00:06:53: aber mir hat es einfach total Spaß gemacht und dadurch natürlich auch nichts ausgemacht,
00:06:59: dass es einfach so ein bisschen eine anstrengendere Form von Arbeit ist.
00:07:04: Für mich war das total super.
00:07:06: Ich hatte aber damals auch einen Ausbilder, der war Friseur,
00:07:11: Weltmeister und der hat mich auch so ein bisschen unter seine Fittiche genommen,
00:07:16: und mir wirklich sehr viel einfach beigebracht, mich immer mitgenommen auf Shows und solche Sachen.
00:07:25: Ich wollte dann auch ziemlich schnell so eine Meisterschaft mitmachen.
00:07:31: Und das war auch ein ganz witziger Moment eigentlich, weil das ganze Team hat
00:07:35: mich ausgelacht tatsächlich.
00:07:37: Weil ich konnte ja noch gar nichts und ich wollte aber selber gerne da mal mitmachen.
00:07:41: Und mein Chef hat dann aber wirklich
00:07:43: gesagt, okay, wenn du da mitmachen willst, dann machen wir da mit.
00:07:46: Und ich hatte irgendwie neun Tage, obwohl andere sich da ja Wochen,
00:07:51: Monate darauf vorbereiten.
00:07:53: Und er hat dann wirklich jeden Tag mit mir am Abend, fast bis Mitternacht,
00:07:58: diese Frisur geübt, dass ich da zu dieser Meisterschaft gehen kann,
00:08:01: hochstecken kann und das war natürlich superschön.
00:08:05: Also es war dann der, ich glaube, sechste Platz von 13, also völlig in Ordnung,
00:08:10: aber es war einfach so, es hat so seine Einstellung gezeigt,
00:08:13: weil er einfach gesagt hat, wenn du es machen willst, dann arbeiten wir darauf
00:08:16: hin und wir bringen dich da hin und das haben wir dann auch gemacht, ja.
00:08:20: Es war natürlich auch von ihm viel Inspiration dann, ja.
00:08:25: Also solche Lehrherren, die wünscht man sich,
00:08:31: die Ambitionen unterstützen und wirklich auf das Potenzial rausholen aus ihren
00:08:38: eigentlich Personen, die sie erst ausbilden müssen.
00:08:42: Ja, genau. Genau, das ist schon wirklich cool, das hört man selten.
00:08:46: Aber ich hätte das auch spannend gefunden, wenn der Friseur Weltmeister ist,
00:08:51: da denkst du, ja okay, der kann wirklich was, da kann man echt viel lernen.
00:08:57: Ja, da zehre ich auf jeden Fall immer noch fachlich und auch menschlich von dieser Zeit.
00:09:07: Aber du hast ja nicht nur die Lehre dann gemacht, du bist ja dann auch noch
00:09:10: weitergegangen. Ja, genau. Ich bin dann noch weitergegangen.
00:09:14: Ich bin da tatsächlich auch vor Abschluss noch raus, weil die andere Seite war leider das Team.
00:09:22: Ja, das war also so viel, sage ich mal, mentale Stärke und auch Resilienz,
00:09:30: die ich da im Büro gelernt habe, da durchzugehen diese drei Jahre,
00:09:34: obwohl das so schrecklich war für mich.
00:09:35: So wenig kann ich aber, wenn einfach mit,
00:09:41: gemeinen Menschen oder hinterhältigen Menschen oder diese Stimmungen,
00:09:44: die kann ich tatsächlich einfach nicht aushalten.
00:09:47: Und so bin ich da nach zwei Jahren, glaube ich, gegangen und bin dann in eine
00:09:52: Akademie für Friseure und habe da dann die Ausbildung fertig gemacht.
00:09:58: Habe dann dort auch kurz mal als Trainer gearbeitet.
00:10:03: Das war auch total toll. Also dieses Organisatorische dann auch,
00:10:08: dass man irgendwie einfach zehn Friseure betreut und das alles irgendwie hinkriegen
00:10:13: muss, die in der Ausbildung sind und dann auch diese Entwicklung zu sehen.
00:10:16: Also diese Lehrtätigkeit, das war auch sehr schön für mich, genau.
00:10:21: Aber es war eine Übergangszeit zum Meister. Den habe ich dort dann auch noch gemacht.
00:10:28: Und danach bin ich dann nach München gegangen.
00:10:32: Und was hast du in München gemacht?
00:10:37: In München habe ich zum ersten Mal auf jeden Fall das Großstadtleben genossen.
00:10:43: Ich komme ja aus der kleinen Stadt.
00:10:45: Und ich war da öfter eben auf Schulungen, auch während der Ausbildung.
00:10:50: Und da hat es mich total hingezogen. Und da habe ich dann immer gesagt,
00:10:53: okay, wenn ich fertig bin will, dann gehe ich nach München.
00:10:56: Und das habe ich dann auch gemacht und habe dort auch die eine oder andere Stelle gehabt.
00:11:02: Und mir hat das auch total gut gefallen alles und zwar aufregend natürlich und
00:11:07: wie alt war ich, ich glaube 20, 21 so in der Richtung,
00:11:13: da ist natürlich das total cool, wenn man einfach mal so komplett von zu Hause
00:11:16: rauskommt und was ganz Neues kennenlernt.
00:11:21: Genau, und da hatte ich dann auch sehr coole Stellen auf jeden Fall und wurde
00:11:29: im Endeffekt abgeworben als Salonleitung.
00:11:33: Und das wollte ich natürlich dann auch unbedingt machen. Das habe ich auch gemacht
00:11:38: und das hat mir wieder nicht so gut gefallen,
00:11:43: weil zwar diese ganzen Tätigkeiten und Ausbilden und so weiter,
00:11:47: das war cool, aber Chef sein ist dann schon nochmal eine Sache,
00:11:51: die man einfach irgendwie mögen muss.
00:11:55: Ja, liegt sicherlich auch so ein bisschen daran, also dieses Commitment und
00:12:01: diese ganze Energie da reinzustecken.
00:12:04: Das erwarte ich dann oft auch von anderen und das ist vielleicht dann ein bisschen
00:12:08: viel und auch auf jeden Fall schwierig für beide Seiten auch.
00:12:11: Also das hat mich dann schon wieder so ein bisschen gedämpft.
00:12:14: Also es war einfach, ich wollte kein Chef sein.
00:12:21: Okay, was war dann der nächste Schritt? Du wolltest kein Chef sein,
00:12:26: aber... Der nächste Schritt war, dass ich mich dann eigentlich so während dieser Zeit...
00:12:33: Habe ich ein Coaching gemacht, genau. Also ich habe selbst ein Coaching in Anspruch
00:12:39: genommen, weil ich so ein bisschen verloren war und eben auch gedacht habe,
00:12:45: ja, der Beruf, der mir eigentlich immer Spaß gemacht hat, hat mir dann in dieser
00:12:49: ganzen Kombination nicht mehr so viel Spaß gemacht und tatsächlich auch schon
00:12:53: wieder so ein bisschen gelangweilt.
00:12:55: Also es war viel Routine und ich hatte das Gefühl, ich brauche irgendwie was
00:13:00: Neues, was Anderes, ja, was Anderes,
00:13:03: eine neue Herausforderung vielleicht und habe dann eben dieses Coaching gemacht
00:13:08: und das war auch sehr prägend.
00:13:12: Ich habe mich auch vorher immer mit diesen ganzen Themen, also Persönlichkeitsentwicklung
00:13:17: und so weiter beschäftigt, auch zu dieser Zeit, als es mir im Büro einfach nicht
00:13:22: so gut ging, waren das schon immer so meine Themen und ich fand das immer spannend.
00:13:26: Und man lernt ja auch als Friseur immer unfassbar viel über die Menschen.
00:13:31: Also da ist es dann so im echten Leben, wie man das beobachten kann.
00:13:36: Also das war immer ein großes Interessengebiet von mir.
00:13:40: Und ich habe auch schon immer geschrieben und dieses Coaching hat mich dann
00:13:45: eigentlich dahin gebracht, dass ich das zusammengeführt habe.
00:13:48: Also das Schreiben an sich, die Persönlichkeitsentwicklung und ich habe das
00:13:54: dann, es war ein Prozess, es hat gedauert.
00:13:57: Also nach diesem Coaching wusste ich immer noch nicht, was will ich eigentlich,
00:14:01: wusste ich, ich will was anderes.
00:14:03: Aber ich wusste nicht so genau, was eigentlich. Und dann war das aber einfach
00:14:07: so ein Prozess, dass sich das entwickelt hat, dass ich gesagt habe,
00:14:11: okay, jetzt schreibe ich mein erstes Buch und sage das nicht immer nur so,
00:14:16: sondern schreibe das auch.
00:14:17: Und das habe ich dann nebenbei gemacht.
00:14:21: Ja, und mit allem, was so dranhängt, man sagt ja immer, die Arbeit fängt nach
00:14:26: dem Schreiben an. So ist es auch.
00:14:29: Also die ganzen Sachen drumherum, wie man das anstellt überhaupt als Self-Publisher,
00:14:36: war wirklich so von Null.
00:14:38: Also ich wusste gar nicht, dass es das überhaupt gibt.
00:14:41: Aber das war dann alles, was ich mir eben aneignen musste und auch angeeignet
00:14:46: habe, Schritt für Schritt.
00:14:48: Die ganzen Marketing-Sachen drumherum. Ich hatte keine Ahnung, was SEO bedeutet.
00:14:53: Also es war wirklich von Stand Null und dann eben das zu durchlaufen.
00:14:58: Es war natürlich auch einiges an Zeit, Arbeit.
00:15:08: Ja, genau, das war dann so der nächste Schritt. Und das habe ich dann veröffentlicht.
00:15:15: Worum ging das Buch? Das hat eigentlich auch so diese Themen aufgefasst.
00:15:21: Also diese Fragen, wo bin ich eigentlich, wo will ich hin, was will ich im Leben?
00:15:28: Also einfach, weil man sich so ein bisschen verloren fühlt. Es gibt ja tatsächlich
00:15:33: auch wirklich so eine Quarter-Life-Crisis.
00:15:35: Und das beschreibt es eigentlich ganz gut, dass man einfach seine eigene Richtung
00:15:41: findet und vor allem nach seinen eigenen Vorstellungen, weil man natürlich auch immer von außen,
00:15:48: je nachdem in welchem Umfeld man sich bewegt,
00:15:51: natürlich Widerstand bekommt.
00:15:53: Oder jemand sagt, ja, wieso machst du das jetzt so?
00:15:56: Oder wieso gibst du jetzt diesen tollen Job auf? Und so weiter.
00:16:00: Das kriegt man natürlich immer mit und trotzdem spürt man vielleicht so, das ist es nicht.
00:16:06: Und das ist auch noch nicht alles. und dass man den Weg einfach finden kann
00:16:10: für sich, also seinen eigenen Weg und damit auch total gut ist.
00:16:15: Das sind so die Themen von dem Buch, genau.
00:16:21: Ja, das mit der Quotalife-Crisis, das kenne ich auch von meiner Tochter.
00:16:25: Das ist irgendwie eine schwere Zeit, da zu dem eigenen Kern vorzudringen und
00:16:31: mal da alles wegzutun, was man im Laufe des Lebens irgendwie halt dazugekriegt hat.
00:16:37: Ja, ja. Und es ist so eine Zeit, wo man ja wirklich so diesen ganzen Input von Schule, Ausbildungen,
00:16:47: Studium und so weiter alles schon drin hat und dann eigentlich so in diese Routine
00:16:54: geht und da dann vielleicht erst merkt, okay, ist es das?
00:17:00: Und dieses ganze Rundherum vom...
00:17:05: Von der Vermarktung des Buches. Hast du das da sehr anstrengend empfunden? Ja.
00:17:15: Hat das Spaß gemacht oder nicht? Nein, damals nicht.
00:17:20: Heute weiß ich auch warum. Ich hatte einfach keine Ahnung davon und habe tatsächlich
00:17:27: versucht, mich da einfach selbst durchzufuchsen.
00:17:30: Das ist ja an sich einfach mehr als ein Vollzeitjob. schon.
00:17:34: Also wenn man das Ganze, ich hatte nicht mal einen Instagram-Account,
00:17:38: ich wollte eigentlich auch nicht so dieses ganze Brand-Marketing und rausgehen
00:17:44: und schreien, hier bin ich und ich bin jetzt auch geworden, obwohl ich ja noch gar keine war.
00:17:50: Das war eigentlich alles so, da war viel Widerstand auf jeden Fall und viel
00:17:56: Druck und das hat mir einfach, das war, aber es war, glaube ich,
00:18:01: einfach die Unwissenheit.
00:18:03: Ich hatte da vorher gar keinen Berührungspunkt und dann plötzlich bricht so
00:18:07: alles auf einen rein, was da so dranhängt.
00:18:11: Ab wann ist man nach deiner Definition Autorin? Heute würde ich sagen,
00:18:16: ab dem Zeitpunkt, wo man den Stift ansetzt.
00:18:20: Und damals? Weil du jetzt gesagt hast, ich war ja noch gar keiner.
00:18:24: Vermutlich, weil man Bestseller geschrieben hat. Ah, okay, okay, okay.
00:18:29: Ja, es ist, Und ich glaube, es haben auch viele Autoren, dass man sehr viel
00:18:33: mit den Selbstzweifeln kämpft und die hat auch jeder und die haben auch Bestsellerautoren haben die.
00:18:39: Es ist eines der größten Themen in Schreibkursen, die da behandelt werden,
00:18:44: dass man einfach selber das mal ablegt.
00:18:48: Immer daran zu zweifeln, was man eigentlich macht. Es ist auch so eine Veröffentlichung
00:18:53: an sich, es ist so ein bisschen, als würde man sein Tagebuch rausgeben.
00:18:56: Also es ist ja trotzdem, auch wenn es ein Roman ist, da steckt viel von einem drin.
00:19:02: Und es ist tatsächlich sogar ein bisschen unangenehm.
00:19:09: So wie wenn man ein Baby weglegt, gell? Ja, genau.
00:19:15: Okay, aber es ist ja nicht bei diesem einen Buch geblieben. Ja, nein.
00:19:21: Ich habe dann, ich glaube, 2023 noch ein zweites veröffentlicht.
00:19:27: Ich habe mir das nochmal angetan, aber mit mehr Wissen. Und habe auch viele Sachen abgegeben.
00:19:36: Es gab einfach so bestimmte Punkte, wo ich gesagt habe, das mache ich nie wieder
00:19:39: selber, am Buchsatz rumzubasteln oder ein Coverdesign selbst zu machen und so
00:19:45: weiter, dass es so viel Zeit da reinfließt.
00:19:48: Und da habe ich mir dann diesmal tatsächlich auch Experten dann immer entsprechend
00:19:52: geholt und das hat es viel einfacher gemacht.
00:19:55: Genau, und im zweiten Buch geht es um Gelassenheit und wie man die im Endeffekt
00:20:01: im Alltag in ganz einfachen kleinen Schritten einfach integrieren kann,
00:20:07: ohne irgendwie zwei Stunden Morgendroutine oder ähnliches, sondern einfach,
00:20:12: was halt im wirklichen Leben auch anwendbar ist.
00:20:16: Wo denkst du, hast du für dich Gelassenheit gefunden?
00:20:22: Ähm,
00:20:24: Ich habe mir da bis zu dem Buch nie so richtig Gedanken drüber gemacht.
00:20:29: Also das Buch war erst geschrieben und ich habe danach den roten Faden gesucht.
00:20:36: Und es war auch eine Zeit natürlich, 2023, wo man auch wieder so dieser Spiegel
00:20:46: der Gesellschaft, den man als Friseur hat,
00:20:49: wo ich das Gefühl hatte, die Menschen brauchen das dringend.
00:20:52: Also genau, und das hat sich dann eigentlich so rauskristallisiert,
00:20:57: dass alles wieder auf Gelassenheit rausläuft.
00:21:01: Und ich glaube, dass es einfach viele Sachen sind, die ich sowieso so gemacht
00:21:06: habe und einfach tatsächlich,
00:21:09: von Natur aus ein recht gelassener Mensch bin.
00:21:15: Genau, das ist eher so, ich glaube, vielleicht ist es, je älter man wird auch,
00:21:21: legt man das mehr ab, diese Gelassenheit.
00:21:23: Aber ich habe eher jetzt das Gefühl, manchmal könnte ich ein bisschen gelassener sein.
00:21:30: Naja, es ist, ich würde sagen, ja, du möglicherweise hast du recht,
00:21:34: der Stress ist natürlich in einer bestimmten,
00:21:39: Altersphase zeitweise doch recht groß überhaupt, also wenn du dann auch noch
00:21:42: Familie und so weiter hast, womöglich auch noch arbeitest und so.
00:21:47: Wenn man dann älter wird, dann merkt man es aber. Also in meinem Alter,
00:21:52: ich bin in manchen Dingen schon sehr gelassen, weil du schaust schon auf ein
00:21:56: Leben zurück und du denkst, ich habe das und das und das gemacht,
00:22:00: du kannst nicht mehr gern haben.
00:22:02: Und damit steigst du auch auf keinen Konflikt oder so ein.
00:22:06: Ja, aber ja, also es kann sein, dass es sich phasenweise ändert, würde ich mal sagen.
00:22:13: Ja, okay, dann sind es auf jeden Fall gute Aussichten. Ja, bestimmt, ja.
00:22:20: Und du hast ja nebenbei noch, du hast ja nicht allein vom Autorenleben gelebt,
00:22:28: du hast ja nebenbei noch selbst einen Haarsalon gehabt, ne?
00:22:33: Ja, also ich habe immer nebenbei gearbeitet, also das Schreiben hat immer nebenbei stattgefunden.
00:22:43: Genau, es war...
00:22:45: Also vor diesem zweiten Buch wurde ich irgendwann mal aus München abgeworben von der Liebe.
00:22:54: Von der Liebe, okay. Genau.
00:22:58: Also mein Freund, mit dem ich damals in der Meisterschule war,
00:23:02: den habe ich dann eben kennengelernt.
00:23:09: Und das ging dann alles auch super schnell.
00:23:13: Also er war tatsächlich gerade im Aufbau von seinem Salon und in der Zeit sind wir zusammengekommen,
00:23:22: war auch so mitten im Lockdown und alles und dann konnten wir natürlich auch
00:23:28: viel Zeit miteinander verbringen.
00:23:31: Und dann war das eigentlich auch ziemlich schnell klar, dass ich da mit einsteige
00:23:38: und das war dann eben auch schnell der Fall und bin dann auch nach Landshut
00:23:43: gezogen, sind zusammengezogen,
00:23:46: genau, also wir haben dann ziemlich schnell zusammengearbeitet und zusammengelebt
00:23:49: und dann war ich plötzlich selbstständig und mit dem eigenen Salon eben Und
00:23:55: das war dann eigentlich auch wieder wirklich toll.
00:23:59: Also wir haben uns ganz bewusst keine Mitarbeiter geholt, wir haben nur zu zweit gearbeitet,
00:24:04: haben aber trotzdem viel nebenbei auch gemacht, also den Raum vermietet,
00:24:11: Schulungen wieder gegeben, waren als Trainer unterwegs.
00:24:15: Genau, das waren ganz unterschiedliche Sachen.
00:24:20: Brautstyling habe ich auch viel gemacht, das hat mir auch immer sehr viel Spaß
00:24:23: gemacht. Und genau, es lief auch super schnell an.
00:24:28: Also es hat total eingeschlagen. Ich glaube, wir konnten nach zwei Jahren keine
00:24:33: neuen Kunden mehr annehmen und ja, lief alles super.
00:24:40: Und wir sind auch viel gereist in den letzten Jahren und das war vielleicht
00:24:45: auch noch so eine Sache on top,
00:24:48: dass wir auf diesem Weg bis jetzt dann gemerkt haben, wir wollen beide was anderes machen.
00:24:57: Okay.
00:25:00: Also es hat sich so angeboten, dass wir sagen, okay, jetzt die ganzen Jahre
00:25:04: und so weiter, wir brauchen was Neues.
00:25:09: In der Zusammenfassung haben wir wirklich auch gesagt, irgendwie sind wir auch
00:25:14: dafür, noch zu jung, das jetzt irgendwie 40 Jahre zu machen und wir wollen nochmal mehr.
00:25:18: Und genau, haben uns entschieden, nochmal einen neuen Weg einzuschlagen.
00:25:25: Das ist spannend. Und worauf habt ihr euch geeinigt?
00:25:29: Ja, also auch das war auf jeden Fall ein Prozess von diesem,
00:25:33: ich sag mal, so einem Samen, der dann irgendwie über drei Jahre gekeimt hat.
00:25:40: Und natürlich auch mit diesen ganzen Fragen, die man hat, was können wir stattdessen machen?
00:25:46: Wir wollten gerne ortsunabhängig sein auch, weil wir auswandern möchten.
00:25:52: Und ja, da ist natürlich dann eben wirklich die Frage,
00:25:56: mit was bestreite ich mein Leben und dann war das dann sehr naheliegend,
00:26:02: aber trotzdem auch einfach ein Zufall, dass ich aus Copywriting gekommen bin
00:26:06: und habe dann dieses kreative Schreiben mit Psychologie und ja,
00:26:16: auch wieder so Prozesse optimieren,
00:26:19: Marketingstrategien, also all das, was ich damals so sehr nicht mochte und so
00:26:24: verloren war, mache ich jetzt.
00:26:27: Und das verbindet irgendwie das Ganze und war dann auch sehr schnell sehr rund.
00:26:33: Und trotzdem hat man auch so diese Zusammenarbeit mit den Menschen natürlich
00:26:37: wieder, vor allem wenn es kleinere Unternehmen sind oder wirklich einzelne Personen,
00:26:44: die sich da online was aufbauen.
00:26:46: Und ja, also ich merke immer wieder so diese Persönlichkeitsentwicklung,
00:26:51: die passiert dann automatisch bei den Menschen, weil man natürlich dann schon
00:26:54: immer zuschaut, die Sachen einfach wachsen.
00:26:58: Und ja, hinter diesen Geschäften oder Businesses, da steht ja dann auch immer Ähnliches.
00:27:07: Also die Menschen, die wollen mehr, die wollen was anderes machen,
00:27:11: die wollen raus aus diesem Arbeitsalltag, die wollen noch mal was Neues machen oft. Genau.
00:27:19: Und so ist jetzt der Stand, ja, dass es jetzt...
00:27:25: Das neue Kapitel wieder. Aber was war jetzt anders, dass dir diese Tätigkeit,
00:27:32: die du vorher eigentlich gar nicht mochtest, jetzt auf einmal Spaß gemacht hat? Was war da anders?
00:27:38: Ich habe sie gelernt. Aha, okay.
00:27:43: Ja, genau. Also fürs Copywriting hatte ich auch eine Ausbildung.
00:27:48: Und da lernt man das natürlich wirklich so von Grund auf, die ganze Psychologie
00:27:55: hinter dem Werbetexten,
00:27:58: die Zielgruppenanalysen, das ist ja wirklich immer die Hauptbasis, würde ich sagen.
00:28:05: Und genau, das ist einfach, es ist ein Prozess, der mit Struktur abläuft,
00:28:11: man versteht, okay, was sind die Hebel, die eigentlich gebraucht werden,
00:28:16: um das Ganze möglichst zu dem Ziel hinzubringen, was derjenige hat und dadurch
00:28:24: gibt es natürlich auch sehr viel Sicherheit und es ist einfach,
00:28:28: ja, es ist strategisch Und wenn man das dann auch so anwendet,
00:28:33: dann funktioniert das auch.
00:28:35: Und ich glaube, das sind die Sachen, die mir damals natürlich voll gefehlt haben.
00:28:39: Also da wurde mal eingeworfen, du brauchst einen Instagram-Kanal,
00:28:42: dann wurde mal eingeworfen, was machst du denn, damit den überhaupt jemand sieht.
00:28:46: Und dann bastelt man so an seinem eigenen See rum und,
00:28:51: Ich würde auch sagen, dass die Zielgruppe damals für mich gar kein Thema eigentlich war.
00:28:56: Klar hat man es ohne Vorstellung, aber was dann da so dahinter steckt,
00:28:59: das wusste ich natürlich auch gar nicht, weil dann kann man auch ganz anders vorgehen.
00:29:06: Also okay, das heißt, sich Wissen anzueignen ist auch eine gute Strategie,
00:29:12: um sozusagen Dinge, die man vorher vielleicht nicht so gern gemacht hat,
00:29:16: dann mit mehr Freude zu machen, wenn es ja runderläuft.
00:29:20: Ja, auf jeden Fall. Also ich merke jetzt auch oft bei den Kunden und Kundinnen,
00:29:26: dass sie genau an dem Punkt sind.
00:29:29: Zum einen kreist man immer um sich selbst. Also man sieht die einfachsten Sachen
00:29:34: nicht, weil man drinsteckt. steckt.
00:29:36: Und zum anderen, wenn das alles so ohne Plan und ohne Struktur abläuft,
00:29:43: dann wird das meistens auch nichts.
00:29:47: Und das ist dann super frustrierend, weil man macht ja die Sachen und man verbringt
00:29:50: viel Zeit damit und will alles schön machen und es soll alles passen und man
00:29:54: baut seine eigene Website und so weiter.
00:29:57: Und am Ende steht man dann da und es kommen aber die Ergebnisse nicht.
00:30:01: Und da hört dann der Spaß bei den meisten auf.
00:30:04: Ja, das stimmt, das ist das Zache an der Geschichte. Ja. Okay.
00:30:11: Und mit dem Schreiben hast du aber dann auch weitergemacht, oder?
00:30:14: Du hast ja dann noch ein drittes Buch auch veröffentlicht.
00:30:20: Nein, also ich hatte zwischendrin noch ein paar Veröffentlichungen.
00:30:25: Also das sind eben die beiden Bücher und ich habe dann ab und zu auch bei Schreibwettbewerben
00:30:31: mitgemacht und habe so ein paar Kurzgeschichten, die von mir rumkreisen.
00:30:36: Ein Gedicht habe ich veröffentlicht und zum ersten Buch hatte ich noch ein Workbook
00:30:42: gemacht, also was man dann wirklich auch so ausfüllen kann. Genau.
00:30:50: Okay, und ihr habt euch entschlossen,
00:30:57: oder du hast jetzt mal diesen Entschluss gefasst, du möchtest dein Leben mit
00:31:02: Copywriting sozusagen finanzieren, wenn du on the road bist sozusagen.
00:31:09: Ja. Und wie ist es mit deinem Partner?
00:31:13: Der ist ins Trading gerutscht, also er ist in die ganz andere Schiene.
00:31:19: Auch das komplette Gegenteil vom Reserve-Doof. Ja, also total analytisch und
00:31:26: hat es eben auch von Grund auf gelernt.
00:31:29: Ja, da muss man vielleicht sagen, man sieht ja immer so das Ergebnis und man sieht dann den Punkt,
00:31:35: oder auch unser Umfeld, wo man dann kurz vor so einer Auswanderung steht,
00:31:39: aber es ist ja auch dieser Weg dahin, da muss man schon sagen,
00:31:43: dass wir seit eineinhalb Jahren wirklich,
00:31:47: nur gearbeitet Also von diesen Ausbildungen über das dann eben auch anzuwenden, umzusetzen.
00:31:56: Also wir stehen am Tag zehn Stunden im Salon und wir gehen nach Hause und wir arbeiten.
00:32:02: Wir hatten keine Wochenenden, wir haben Fahrten genutzt, wir hatten unsere Campingausflüge
00:32:07: und saßen dort und haben gearbeitet.
00:32:10: Es ist schon was, was man vielleicht auch wissen muss, weil man eben dann immer
00:32:15: so dieses Endergebnis sieht und denkt, wow, toll.
00:32:19: Aber es ist schon auch einfach ein Weg dahin und viel Arbeit.
00:32:24: Und da würde ich sagen, braucht es halt wieder einfach vielleicht diesen Biss,
00:32:31: dass man den eben auch geht und da auch viel rein investiert.
00:32:37: Was war denn jetzt so der entscheidende Faktor, weil das ist ja,
00:32:42: also auszuwandern, das ist jetzt keine einfache Entscheidung,
00:32:47: der quasi tatsächlich die Waage in diese Richtung bringt.
00:32:52: Gehebelt haben. Gesprochen haben wir da eigentlich schon immer drüber.
00:32:59: Und dann war aber wirklich so ein großer ausschlaggebender Punkt,
00:33:03: würde ich sagen, war unsere Reise nach Thailand.
00:33:07: Das war so das erste Mal auch Asien. Also wir sind immer sehr viel unterwegs
00:33:11: gewesen, aber das war auch so das erste Mal Asien.
00:33:15: Und da sind wir zurückgekommen und erst mal ein ganz tiefes Loch aufgefallen.
00:33:21: Und ich meine, dass wir da einfach gemerkt haben, so kann sich das Leben anfühlen.
00:33:29: Und jetzt sind wir hier. Und das hat uns dann schon nochmal deutlich gemacht,
00:33:34: dass es alles super und es ist alles super gelaufen.
00:33:37: Aber die Erfüllung ist es einfach nicht mehr für uns.
00:33:41: Und genau, das war so der Punkt, wo wir gesagt haben, okay, wir müssen,
00:33:45: glaube ich, wirklich jetzt nochmal was anderes machen und ja,
00:33:49: dann eben auch so in diese Umsetzung zu gehen und sich was zu suchen und es
00:33:53: sind ja dann auch immer so Zufälle,
00:33:55: dass einem dann irgendwas begegnet, was man genau dann gerade braucht,
00:34:00: genau und das war alles so die Vorbereitungsphase,
00:34:05: würde ich sagen und dann waren wir auch nochmal auf einer Reise in Bali und
00:34:12: da haben wir dann gesagt, okay und jetzt gehen wir auch wirklich diesen letzten Schritt,
00:34:19: auszuschreiben, in den Verkauf zu gehen und so weiter.
00:34:25: Das heißt, ihr verkauft euren Salon. Möchtest du noch den Namen sagen?
00:34:31: Ich finde den so grandios. Ja.
00:34:35: Der heißt Your Last Bad Hair Day. Ja, es ist so köstlich, es ist so Wahnsinn.
00:34:41: Ja, das ist Tobi dann.
00:34:46: Der Kreative, der den aufgebaut hat und Name und alles.
00:34:56: Also, wann soll es denn eigentlich losgehen? ist es abhängig tatsächlich von
00:35:03: eben diesen ganzen Faktoren wie Verkauf und so weiter.
00:35:07: Es ist ein enormer bürokratischer Aufwand, den es mit sich bringt.
00:35:14: Also auch das hört sich immer so, ja, wir wandern jetzt aus, ciao.
00:35:18: Nein, es ist wirklich, es braucht Geduld, sehr viel Gelassenheit.
00:35:26: Und genau, das sind jetzt wirklich so diese, ja man hat viele Termine und Versicherungssachen
00:35:31: und so weiter, da stecken wir gerade voll drin.
00:35:34: Unser Wunsch wäre so Mitte des Jahres und die Deadline ist Oktober.
00:35:42: Okay. Genau. Und in welche Richtung soll es dann gehen?
00:35:48: Es kommt zum einen auf die Jahreszeit an, wir würden gerne noch eine Zeit unterwegs sein einfach,
00:35:54: und uns ja eher in Europa auch aufhalten, wir würden fahren wir haben einen
00:36:00: kleinen Hundeopi der muss mit und der hat Rio das heißt mit dem können wir auch
00:36:05: jetzt nicht irgendwie rumfliegen oder so,
00:36:09: also das wäre der Plan, wenn der aufgeht ansonsten würden wir uns für Zypern entscheiden,
00:36:15: Ja, das ist einmal recht wetterstabile Basis, zumindest egal,
00:36:22: wann du im Jahr fährst. Ja, ja.
00:36:25: Ja, okay. Und seid ihr da mit einem Bulli oder so irgendwas unterwegs,
00:36:33: mit einem Bus unterwegs?
00:36:34: Ja, genau. Also wir haben nur so einen kleinen Caddy und mit dem wären wir unterwegs.
00:36:40: Aber also der Plan ist auch nicht im Auto zu leben.
00:36:43: Ich habe auch ein bisschen Anspruch an Komfort. Okay, okay. Also nein, irgendwie noch nicht.
00:36:49: Vielleicht ist es ja so super, dass ich sage, ja, das ist es.
00:36:52: Aber es soll schon sein, dass wir uns Unterkünfte suchen und dass wir da auch
00:36:57: dann, wir müssen ja auch wirklich arbeiten und das Ganze auch weiter zum Laufen bringen.
00:37:04: Und genau deswegen eher wirklich langsam, ohne jetzt irgendwie alle drei Tage
00:37:09: woanders zu sein, so dass sich unser Hund wohlfühlt. Genau.
00:37:15: Das klingt ja nach einem spannenden Plan und ich bin wirklich sehr gespannt,
00:37:20: ob es da vielleicht dann auch so eine Art Reiseerzählungen oder so etwas gibt.
00:37:27: Bestimmt. Das nächste Buch.
00:37:30: Stimmt, ja.
00:37:32: Inwiefern gibt dir das Sicherheit, dass man theoretisch Friseur überall ausüben kann als Beruf?
00:37:43: Auch. Ja.
00:37:46: Es ist auch so, man hat schon Angst und dann startet eigentlich immer so ein
00:37:55: Gedankenkarussell von,
00:37:57: was ist, wenn das alles nichts wird, was machen wir da eigentlich,
00:38:00: stimmen wir, wieso sind wir nicht einfach zufrieden mit dem,
00:38:02: was wir haben und machen das so weiter.
00:38:05: Und dann immerhin so, was soll passieren? Also wir wissen, wie es geht.
00:38:13: Man kann auch zurückkommen, wieder neu starten, wieder einen Salon eröffnen.
00:38:18: Das wäre ja wirklich nicht so das Ding. Und ich glaube, es hilft auf jeden Fall,
00:38:24: sich das mal so ein bisschen dann auch ins Gedächtnis immer wieder zu rufen.
00:38:27: Ja, was kann man eigentlich?
00:38:30: Ich bin ein Gastro-Kind.
00:38:33: Also das wäre auch noch sowas ich kann Haare schneiden ich kann schreiben also es ist,
00:38:42: solange man gesund ist kann immer irgendwo was zum Arbeiten finden es ist vielleicht
00:38:47: dann nicht das große Geld oder auch nicht erfüllend,
00:38:49: aber es hält einen über Wasser also das wäre so das Schlimmste was passieren
00:38:52: kann dass man da jetzt ja irgendwo ja im Café arbeitet vielleicht ist das ja mein nächster,
00:39:00: mein nächster Ein Literaturcafé vielleicht,
00:39:04: das weiß man. Ja, genau.
00:39:07: Aber an sich ist es dann schon trotzdem auch, für mich zumindest auch ganz gut,
00:39:14: einfach eine Perspektive und eine Sicherheit zu haben, so wie jetzt eben im Schreiben,
00:39:18: was jetzt einfach auch schon ein bisschen läuft und Sicherheit gibt,
00:39:21: dass da einfach ein paar Kunden da sind und es soll natürlich dann schon einfach
00:39:26: noch ausgearbeitet werden und darf dann auch mehr werden.
00:39:30: Aber jetzt so komplett ohne irgendeinen Plan,
00:39:38: Nein, würdest du nicht machen.
00:39:42: Dann hätte ich mit Sicherheit noch mehr Angst. Ich sage es mal so.
00:39:46: Also für viele geht es ja auch auf.
00:39:49: Aber das Gefühl ist natürlich einfach nicht so schön.
00:39:54: Also das deckt sich auch mit dem, was andere Gäste schon erzählt haben,
00:39:59: wenn sie irgendwie so einen Grundberuf hatten, zum Beispiel Elementarpädagogin.
00:40:03: Und dann haben sie irgendwas anderes gemacht. und so.
00:40:06: Aber ich wusste, okay, zur Not
00:40:08: kann ich immer noch als Elementarpädagogin überall auf der Welt arbeiten.
00:40:12: Das ist ein Beruf, der überall gebraucht wird.
00:40:16: Und das ist schon etwas, dass man erst so mit den Jahren versteht,
00:40:21: wie wichtig das ist, eine Ausbildung zu haben.
00:40:25: Und du hast sogar zwei Ausbildungen und mehr Ausbildungen so gar nicht. Ja.
00:40:30: Aber das ergibt ja halt auch ein bisschen Freiheit. Ja, finde ich auch.
00:40:36: Also es ist ja auch oft dann nach der Schule direkt schon die Fragen,
00:40:42: Ausbildung, wie auch immer und so weiter.
00:40:45: Ich finde diesen Weg nicht schlecht, genau, weil man hat einfach immer was in
00:40:48: der Hand, wo man sagen kann, okay, das kann ich und das geht weiter.
00:40:53: Aber es ist heute natürlich auch so, dass mir die Ausbildung im Büro natürlich total viel hilft.
00:40:58: Also alleine technisch oder dass ich mit einem PC umgehen kann,
00:41:04: hätte ich ja sonst auch nirgendwo gelernt. Also dann wird es natürlich noch schwieriger.
00:41:08: Also man kann sich da immer was Gutes auch rausziehen.
00:41:12: Und ich sage halt auch immer, ja, nach der Schule den möglichst höchsten Abschluss
00:41:19: und so weiter zu machen, ist halt einfach immer was, was Türen öffnet.
00:41:24: Also, wenn ich die Wahl habe, okay, kann ich jetzt noch eins höher gehen oder
00:41:29: breche ich ja, würde ich versuchen, vielleicht noch eins höher zu gehen,
00:41:33: weil danach hat man einfach mehr Optionen.
00:41:37: Ja.
00:41:39: Ja, und das ist auch etwas, was die Gelassenheit halt auch gut stützt, nicht?
00:41:45: Also zu wissen, okay, ich kann schon so viel.
00:41:48: Und das finde ich so einen wesentlichen Gedanken, ja, wenn Menschen sich beruflich
00:41:53: mit, weiß nicht, 40, 40 plus neu orientieren wollen, dann sagen sie oft,
00:42:00: ja, da muss ich ja bei Null anfangen.
00:42:02: Aber nein, niemand fängt bei Null an, ja, sondern da gibt es schon berufliche
00:42:07: Erfahrungen, ja. Man weiß nie, wofür man welche braucht, aber es ist immer etwas,
00:42:13: auf das man zurückgreifen kann. Ja.
00:42:17: Also das finde ich sehr, sehr spannend mit euren Plänen und da wünsche ich dir
00:42:23: auch alles Gute dafür und eine wunderbare Zeit und dass das wirklich voll aufgeht. Ja, danke. Okay.
00:42:32: Wenn sich jetzt noch kurzfristig jemand findet, der sagt,
00:42:38: bevor du jetzt wegfährst, würde ich noch ganz gern dich beauftragen mit einer
00:42:44: Kampagne oder mit der Unterstützung bei einem Buch oder so,
00:42:49: wohin soll man sich dann wenden?
00:42:54: Einfacher mich, also entweder auf Instagram, Tracy Summers Writing oder auch
00:42:59: die ganzen anderen Kanäle, Facebook, LinkedIn oder einfach eine E-Mail über die Homepage,
00:43:06: tracysummerswriting.de.
00:43:10: Sehr gut, super. Also wir werden die Shownotes reingeben, aber ich finde es
00:43:14: auch immer wichtig, dass man sagt, wie man kontaktiert werden möchte.
00:43:18: Und ja, dann danke ich dir, dass du dir die Zeit genommen hast.
00:43:25: Ja, danke auch. Und ich wünsche euch ganz viel Erfolg.
00:43:31: Und vielleicht gibt es ja in ein paar Jahren irgendwann mal so ein Update und
00:43:37: du erzählst uns, wie es dir gegangen ist und was du alles erlebt hast. Ja, sehr gerne.
00:43:45: Super, super. Dann Tracy, vielen Dank. Und an unser liebes Publikum,
00:43:51: danke, dass ihr wieder eingeschaltet habt.
00:43:53: Danke fürs immer wieder einschalten und ich freue mich, wenn wir uns nächste
00:43:58: Woche wieder hören. Baba.
00:44:03: Und ja, dann eben auch so in diese Umsetzung zu gehen und sich was zu suchen.
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