Job verändern ohne Kündigung
Shownotes
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00:00:00: Orientieren wollen, dann ist es oft so dieses Gefühl Hopp oder Drop.
00:00:04: Ja, und es gibt ja zwei Lösungen, aber das ist halt nicht so.
00:00:07: Es gibt immer mehr als zwei Lösungen.
00:00:10: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung.
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.
00:00:21: Ich bin Claudia Scheer, deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.
00:00:27: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,
00:00:31: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche
00:00:37: Perspektiven und Karrierewege.
00:00:39: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Papa Hamstraat Servus
00:00:45: Berufung und heute wieder mit einem sehr lieben Gast.
00:00:49: Hallo Pamela Hof. Ja, hallo.
00:00:53: Schön, dass du da bist. Liebe Pamela, möchtest du dich einmal ganz kurz vorstellen?
00:00:58: Wo kommst du her? Was machst du so?
00:01:02: Ja, also ich bin aus Bresbom, also westlich von Wien zu Hause,
00:01:07: bin 43 Jahre alt oder jung,
00:01:11: Ich habe zwei pubertierende Kinder zu Hause und bin seit 24 Jahren Elementarpädagogin
00:01:21: und auch Resilienztrainerin und Kinesiologin.
00:01:26: Okay, vielen Dank einmal für die Kurzdarstellung. Jetzt haben wir schon den
00:01:31: ersten Frosch im Hals, wenn wir mal kurz nachschauen.
00:01:34: Liebe Pamela, kannst du dich erinnern, was du als Kind werden wolltest? Ja.
00:01:40: Ja, tatsächlich immer Pädagogin.
00:01:44: Also das war jetzt meine Volksschullehrerin hat mir irgendwann einmal gesagt,
00:01:48: ja, du hast immer schon gesagt, du arbeitest einmal mit Kindern.
00:01:51: Also das war scheinbar schon immer so in mir drinnen und ein großer Wunsch,
00:01:54: mit Kindern zu arbeiten.
00:01:57: Okay, und also die Arbeit mit Kindern war so dieser magische Punkt,
00:02:04: der dich angezogen hat, aber irgendwas Spezielles?
00:02:10: Es war die Arbeit mit Kindern. Ich hätte gesagt, das Spezielle hat sich einfach
00:02:15: im Laufe meiner Berufslaufbahn von selbst gezeigt oder wurde mir gezeigt.
00:02:21: Ich habe halt immer besondere Kinder in meiner Gruppe gehabt und irgendwann
00:02:26: habe ich mich gefragt, warum kriege ich die immer? ich.
00:02:30: Und habe dann irgendwann festgestellt, dass das scheinbar auch so eine Gabe
00:02:35: ist, dass ich mich da diesen Kindern gut annähern kann,
00:02:39: dass ich mit diesen Kindern gut kann und dass sie vor allem keinen Stempel drauf
00:02:44: bekommen, sondern jedes Kind hat seine Chance verdient, seine Einzigartigkeit
00:02:50: zu leben und so zu sein, wie er halt im Moment ist.
00:02:54: Ja, sehr schön. Sehr schöner Gedanke.
00:02:58: Na gut, das heißt, du hast schon gewusst, du willst Pädagogin werden.
00:03:03: Wie ist deine Schulzeit verlaufen?
00:03:06: Ja, meine Schulzeit war, ich war immer eine sehr angepasste,
00:03:13: sehr disziplinierte, ein sehr braves Kind.
00:03:17: Also ich hätte jetzt gesagt, es wäre so dieses typische Kind,
00:03:20: das sich jeder wünscht, die immer sehr brav ist, die alles erledigt, die ihre Ziele hat.
00:03:25: Also ich habe lernen müssen für meine Noten, also ich habe es nicht geschenkt
00:03:31: bekommen, das nicht, aber ich hatte immer ein Ziel vor Augen und dann fällt
00:03:35: natürlich das Lernen viel leichter.
00:03:38: Also das war schon so und nach Matura hatte ich dann auch irgendwann einmal
00:03:42: Glück vom Lernen. Also ich habe dann schnell gemerkt, ich will jetzt ins Berufsleben einsteigen.
00:03:47: Es war so, meine Mama hat dann den Gedanken gehabt, ich kann es zur Volksschullehrerin
00:03:51: machen und mein Gedanke war, nein, ich gehe jetzt sicher nicht noch einmal drei
00:03:54: Jahre und lerne irgendwas.
00:03:57: Ich möchte jetzt was erleben, ich möchte jetzt selbstständig sein,
00:04:01: ich möchte meinen eigenen Haushalt gründen und für mich, also mich selbst versorgen.
00:04:07: Das war immer so mein Punkt.
00:04:10: Aber du hast aber jetzt keine herkömmliche Matura gemacht, sondern du warst in der Kindergarten.
00:04:16: Genau, richtig. Also ich habe im Zuge der Ausbildung die Matura gemacht.
00:04:22: Also sonst hätte ich möglicherweise keine Matura, weil mein Gedanke war nicht
00:04:26: die Matura, sondern den Beruf zu erlernen.
00:04:30: Also ich habe die Matura nur, genau, das ist das Boni an der Ausbildung,
00:04:37: aber ohne, wenn die Kindergartenpädagogik Ausbildung ohne Matura gewesen wäre,
00:04:42: wäre es halt ohne gewesen. Ja, okay.
00:04:46: Okay, und was hast du dann gemacht? Bist du dann gleich auf Weltreise gegangen?
00:04:52: Nein, ich war überhaupt kein Weltenbummler zu der Zeit.
00:04:56: Ich bin sehr immer in meinem Rahmen geblieben.
00:05:02: Nein, ich habe dann relativ bald meinen Ex-Mann kennengelernt.
00:05:07: Ich bin relativ bald, also ich glaube, wir haben uns zwei, drei Jahre gekannt, ausgezogen.
00:05:13: Wir haben unsere eigene Familie gegründet. Ich habe geheiratet,
00:05:17: habe nebenbei halt im Kindergarten immer wieder gearbeitet.
00:05:21: Und so ist das Leben halt gelaufen von einem Tag zum anderen.
00:05:27: Also dieses typische Familienleben mit heiraten, dann Kinder kriegen und irgendwann
00:05:34: einmal dann ein Haus bauen und in ein Haus einziehen und nebenbei halt Mama sein,
00:05:41: Vollzeit arbeiten gehen. Vielen Dank.
00:05:43: Also das war so immer dieser Alltag, tagtäglich.
00:05:47: Naja, Vollzeit arbeiten gehen und nebenbei noch Mama von zwei Kindern,
00:05:52: das ist eh schon eine ordentliche Belastung, oder?
00:05:55: Habe ich damals nicht so gesehen, jetzt im Nachhinein schon.
00:06:00: Schon, ja, denke ich. Also ich würde viele Dinge nicht mehr so machen. Ja.
00:06:05: Aber es war halt so und es war gut so. Nur wenn ich jetzt die Zeit zurückdrehen
00:06:11: würde, wäre manche Dinge wahrscheinlich anders.
00:06:14: Okay, was sich jetzt also schon anhört, wie, und Sie lebten glücklich bis an Ihr Lebensende.
00:06:23: Ja, wäre schön gewesen. Du bist nicht so gewesen, sonst wärst du nicht hier Gast. Was ist passiert?
00:06:30: Ja, es kam dann der Moment, dass mir mein Ex-Mann gesagt hat, dass er schwul ist.
00:06:40: Das heißt, mir hat es halt von einem Tag am anderen so mal diesen Boden unter
00:06:45: den Füßen, wie man so schön sagt, weggezogen.
00:06:48: Und ich musste mein Leben von Grund auf neu einfach organisieren, mich selbst finden.
00:06:57: Also es war schon eine sehr herausfordernde Zeit, allerdings bin ich immer ein sehr klarer Mensch.
00:07:05: Also ich habe schon immer gewusst, wie ich das dann angehe, weil ich brauche
00:07:08: immer sehr klare Grenzen, um auch etwas abzuschließen.
00:07:12: Dafür haben mich dann viele beleidet oder bewundert.
00:07:19: Ja, und ich habe erst da festgestellt, in welchem Hamsterrad ich eigentlich drin und gesessen bin.
00:07:27: Also es waren für mich ganz viele Erkenntnisse. Es hat dann einfach damit begonnen,
00:07:32: dass wir natürlich die Kinder aufgeteilt hatten und ich dann auf einmal kinderfreie Zeiten hatte.
00:07:39: Das heißt, ich hatte Zeit nur für mich. Hurra!
00:07:44: Corona war, also es war wirklich, ich wurde von einem Tag auf den anderen denn
00:07:49: so wirklich in dieses, jetzt bist du mal nur für dich verantwortlich gedrängt,
00:07:56: weil mit Corona, man durfte ja auch nicht raus.
00:07:58: Also ich war mehr oder weniger eingesperrt und mit mir selbst beschäftigt.
00:08:05: War nicht immer angenehm, allerdings im Nachhinein sehr wichtig.
00:08:10: Das hat mich sehr gut vorangetragen. Ich habe dadurch sehr viele Erkenntnisse für mich gewonnen.
00:08:19: Und habe auch neue Prioritäten für mein Leben gesetzt. Also es gibt einfach
00:08:23: Dinge, die sind mir jetzt wichtiger, als sie vorher je waren. Was wären das für Dinge?
00:08:30: Also für mich ist zum einen Lebensqualität wichtig.
00:08:34: Und zwar nicht dieses ständig nur tun, sondern auch einmal dieses Sein lassen.
00:08:39: Oder dieses Genießen, das in die Natur rausgehen und einfach sein, ohne etwas zu müssen.
00:08:47: Also ich brauche immer wieder diese Zeiten, ich nenne es jetzt so innerer Rückzug,
00:08:54: einmal nur für mich da sein.
00:08:57: Also das sind solche Sachen, die brauche ich ja für mich.
00:09:02: Und früher war das halt nicht da, weil früher bin ich halt grenzt von einem Termin zum anderen.
00:09:07: Und das ist auch so, dass ich das heutzutage oft gar nicht mehr kann.
00:09:10: Wenn ich da zwei, drei Termine hintereinander habe, merke ich schon,
00:09:13: jetzt ist wieder Zeit für Pause.
00:09:18: Also ja, nicht zu viel auf einmal, sondern nimm da wieder dazwischen diese Zeit für dich.
00:09:23: Komm runter. Also ich habe einfach, es sind andere Dinge wichtiger.
00:09:29: Wie ist dir dann als alleinerziehende Mutter gegangen?
00:09:35: Und ich hätte gesagt, das ist sowohl als auch.
00:09:38: Es gab diese Momente, da war es schwierig, weil man ist ja natürlich auch dann
00:09:44: genau in dem Moment, wo man allein ist, immer allein, also wirklich vollkommen
00:09:50: alleine, sage ich jetzt mal.
00:09:51: Weil so war ja immer wer Zweiter auch da, dem man mal am Abend was erzählen
00:09:56: hat können oder der einem mal den Rücken gestärkt hat, weil einem die Nerven
00:10:01: durchgegangen sind. Wir sind ja alle nur Menschen.
00:10:05: Also es waren so alle Facetten von Gefühlen und Emotionen dabei.
00:10:09: Also meine Kinder haben mal die Mama gesehen, die sehr traurig ist,
00:10:14: in der Küche sitzt und weint.
00:10:17: Sie haben gesehen, dass die Mama sich auch immer wieder zurückzieht.
00:10:21: Also es waren alle Punkte vorhanden und ich war in der Zeit sicher nicht immer die Mama,
00:10:29: die sie vielleicht in dem Moment gebraucht hätten, weil ich so mit mir selbst beschäftigt war.
00:10:34: Allerdings habe ich diese Zeit für mich gebraucht, um jetzt wieder viel stärker
00:10:40: und präsenter da zu sein.
00:10:41: Also diese Zeit war notwendig und ich denke, dass meine Kinder das jetzt auch
00:10:49: gut verstehen im Nachhinein, warum es einfach so war.
00:10:53: Also ich habe auch immer gewisse Dinge argumentiert.
00:10:55: Also wenn ich wirklich weinend in der Küche gesessen bin, dann habe ich auch
00:10:59: gesagt, Dann kommen natürlich Kinder und fragen, Mama, was ist denn los?
00:11:03: Dann habe ich schon gesagt, ich bin jetzt einfach traurig, hat aber nichts mit euch zu tun.
00:11:08: Mir war immer ganz wichtig, dass sie auch erkennen, erstens einmal,
00:11:13: man darf auch einmal traurig sein, zum einen.
00:11:17: Und zum anderen, der Mama geht es jetzt gerade im Moment nicht gut,
00:11:22: allerdings bin ich nicht dran schuld.
00:11:24: Weil ich glaube auch, dass Kinder dann schnell glauben, mal,
00:11:27: das ist traurig, was habe ich falsch gemacht?
00:11:29: Also ich wollte ihnen schon das Gefühl geben, dass sie da jetzt nichts Falsches
00:11:34: gemacht haben, sondern dass ich einfach gerade im Moment überfordert, kranklich,
00:11:39: traurig, wie auch immer bin, dass sie das auch wissen.
00:11:44: Wie haben deine Kinder die Situation oder die Veränderung dieser Situation eingeschätzt?
00:11:53: Also die Kinder haben das damals sehr schnell erfahren, also wirklich am nächsten
00:11:57: Tag, weil mir das sehr wichtig war.
00:12:01: Und die haben auch von Anfang an die Wahrheit gewusst, weil alles andere wäre
00:12:05: für die Kinder auch schwierig gewesen, weil die Kinder einen intaktes Familienleben gekannt haben.
00:12:15: Wir waren vier Wochen vorher noch auf Urlaub und dann kommt man und sagt, es ist jetzt aus.
00:12:21: Also das ist für die Kinder ja überhaupt nicht greifbar,
00:12:25: warum also unser Sohn hat uns dann sehr mit großen Augen Fragezeichen über den
00:12:30: Kopf angeschaut so quasi warum das war schon glaube ich für die Kinder ein sehr,
00:12:37: einschneidendes Erlebnis also eh für uns alle,
00:12:41: aber für die Kinder sicher auch auch wenn wir sehr offen damit umgegangen sind,
00:12:46: aber trotzdem es ist halt viel Veränderung Ja.
00:12:50: Und haben sich die Kinder da schnell irgendwie in die Situation eingefunden
00:12:54: oder war das dann noch problematisch mit, was weiß ich, auffälliges Verhalten oder so irgendwas?
00:13:03: Also so richtig typisch auffälliges Verhalten kann ich jetzt nicht feststellen.
00:13:12: Allerdings man hat es bestimmt was gemacht mit ihnen wobei ich sagen muss,
00:13:17: ich habe ich bin selbst immer wieder in Betreuung gewesen ich habe eine ganz
00:13:22: liebe Schamanin immer an meiner Seite gehabt, die mich begleitet hat,
00:13:27: ich gehe halt gerne den alternativen Weg und jeder soll auch den Weg wählen, der für einen passt.
00:13:34: Ich bin halt diesen Weg gegangen und auch meine Kinder haben immer Möglichkeiten
00:13:37: bekommen, damit sie auch auswärts ihre Themen anbringen können,
00:13:42: weil das erzählt man halt oft nicht der Mama oder dem Papa,
00:13:45: sondern da braucht man wen von außen, der da einfach einmal einen Blick drauf wirft.
00:13:53: Welche Entscheidungen hast du dann für dich getroffen?
00:13:57: Du hast ja dein Leben nicht so gelassen, wie es vorher war. Geht ja auch allein
00:14:02: gar nicht. Aber man muss für Adaptierungen schon.
00:14:05: Nein, also ich habe sehr viel verändert.
00:14:11: Also ich habe dann ein halbes Jahr nach der Scheidung eine Ausbildung zum Achtsamkeits-
00:14:17: und Entspannungstrainer gemacht.
00:14:19: Bin dafür zehn Tage nach Lanzarote geflogen. und diese 10 Tage Lanzarote waren,
00:14:28: Glaube ich, so ein richtiger Game Changer. Das war so wirklich einmal absolutes
00:14:33: Raus aus jeglicher Komfortzone.
00:14:36: Also ich fliege nicht gerne oder bin bis dato nicht gerne geflogen, sagen wir mal so.
00:14:41: Ich war noch nie vorher allein irgendwo, immer in Gesellschaft,
00:14:46: immer mit vielen Menschen, aber nie alleine.
00:14:50: Also es war wirklich raus aus allem.
00:14:53: Dann in diesem fremden Land, man hat natürlich diese Kursteilnehmer rund um
00:14:58: sich, aber es war eine sehr interessante Gruppe, weil da hatte jeder Einzelne
00:15:03: dieses Bedürfnis auch an Alleinsein, das fand ich voll spannend.
00:15:10: Und wir haben sich alle untereinander super gut verstanden, als hat jeder so
00:15:14: seine Alleinseiten gebraucht und das hat auch jeder andere wieder angenommen.
00:15:18: Also es war wirklich eine spannende Zeit.
00:15:20: Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich allein ein Getränk in einem Lokal
00:15:25: bestelle. Bin mir wohl komisch vorkommen.
00:15:29: Ich habe mir gedacht, das ist irgendwie gar nichts, das kenne ich so nicht.
00:15:35: Jetzt genieße ich das, dass ich ja mal allein einen Kaffee trinken gehe und
00:15:39: mich keiner anquatscht oder ich mit niemandem sprechen muss.
00:15:43: Damals war das absolutes Neuland für mich.
00:15:47: Und die Ausbildung natürlich mit den vielen Entspannungsübungen und den vielen
00:15:53: Hintergrundinformationen, da habe ich mir wirklich sehr, sehr viel mitgenommen für mein Leben.
00:16:00: Und es ist schon so, wenn man so eine Ausbildung macht, das haben sie uns aber
00:16:04: auch gesagt, die große Herausforderung ist dann, wenn man wieder in seinen Alltag
00:16:09: zurückkommt, dass man das, was man in zehn Tagen gelernt hat.
00:16:13: Dann wieder umsetzt. Das war so ein richtiger Game-Changer.
00:16:20: Ich konnte dann tatsächlich ganz viel in meinem Alltag umsetzen.
00:16:24: Natürlich bin ich ja mal mit vollster Euphorie zurück und dachte,
00:16:29: ich kann gleich meine Kolleginnen und alles.
00:16:31: Ich hatte damals auch einen Leitungsposten im Kindergarten und habe gedacht,
00:16:36: ich kann da jetzt alle so, ja, hurra, ich habe das jetzt gemacht und ich kann das jetzt weitergeben.
00:16:43: Also das ist schon, ja da bin ich dann auch so ein bisschen an meine Grenzen
00:16:47: gestoßen, weil das war dann vielen auch zu viel oder was hatten die jetzt.
00:16:51: Also auch das war eine spannende Erfahrung.
00:16:53: Man kann das auch nicht den Leuten überstülpen.
00:16:56: Auch das musste ich lernen. Ich habe gedacht, wuhu, jetzt habe ich da so viele
00:17:00: Werkzeuge und jetzt kann ich das da und da und da verwenden und bin dann schnell
00:17:04: drauf können, okay, gut.
00:17:07: Das musst du ein bisschen achtsamer angehen und jeden auch in seiner eigenen
00:17:11: Verantwortung lassen, wenn er dann sagt, du, das ist nichts für mich,
00:17:16: dann darfst du es auch annehmen, das ist dann vielleicht auch gar nicht sein Weg.
00:17:21: Also das waren so meine Lernprozesse.
00:17:26: Ja, also aus der Ausbildung für Lebens- und Sozialberatung kenne ich das auch.
00:17:31: Das ist ja eine, die recht lange dauert. Bei mir hat sie drei Jahre gedauert.
00:17:37: Da merkt man schon, also bei vielen hat sich das Familienleben komplett verändert,
00:17:45: der Partnerschaftsstatus verändert und alles Mögliche, weil man sich ja selbst verändert.
00:17:49: Man ist im System und wenn sich da was ändert, muss sich der Rest irgendwie auch ändern.
00:17:56: Genau. Und es ist immer wieder eine Herausforderung seiner Umwelt sozusagen,
00:18:02: diese veränderte Persönlichkeit nahezubringen.
00:18:05: Ja, ganz genau. Und dann bin ich ja sowieso nicht dieses täglich grüßt das Murmeltier,
00:18:11: und habe dann auch eineinhalb Jahre meinen Leitungsposten dann gehabt Und dann
00:18:18: kam irgendwo so dieser Brief, so entscheide dich, willst du diesen Posten noch weiter oder nicht.
00:18:25: Und dann kam so dieser Moment, wo es mir wirklich den Hals zugeschnürt hat,
00:18:29: und ich mir gedacht habe, okay, gut,
00:18:31: ob du diesen Posten jetzt weiter haben möchtest, solltest du vielleicht überdenken,
00:18:36: weil wenn es dir diesen Hals so zuschnürt, dann schau noch mal genauer hin.
00:18:42: Und ich habe dann entschieden, und das fiel mir damals wirklich nicht leicht,
00:18:48: diesen Posten mehr oder weniger aufzugeben.
00:18:54: Im Nachhinein gesehen, ja, war das nicht, also vom Umfeld rundherum bin ich
00:19:03: da sehr viel Unverständnis.
00:19:06: Also da gab es sehr viel Unverständnis, warum macht ihr das jetzt?
00:19:10: Jetzt hat es endlich so einen Posten und dann legt es ihn wieder und ja,
00:19:16: das haben viele nicht verstanden.
00:19:19: Für mich war es aber gut so. Ich habe dann die Ausbildung zur Kinesiologin noch
00:19:23: gemacht, das hat mich immer schon interessiert.
00:19:26: Es war immer schon so ein bisschen in mir, dieses Intuitive und da geht auch
00:19:33: so richtig mein Herz auf.
00:19:35: Und nebenbei habe ich ja eben noch meine Leitungsposten ein bisschen gehabt
00:19:39: und die Eltern, die nicht so begeistert waren, weil dadurch auch sehr viele
00:19:45: personelle andere Veränderungen da waren.
00:19:48: Und ich jetzt im Nachhinein weiß, warum es Menschen so schwer fällt,
00:19:54: aus so herkömmlichen Systemen auszubrechen, sage ich jetzt mal,
00:19:59: weil das Umfeld dann durchaus unangenehm sein kann.
00:20:04: Das habe ich wirklich erlebt und das hat ein Jahr gedauert und immer wieder kam so,
00:20:11: Wieder so ein Hammer drauf, wo man sagt, bitte, jetzt ist es eh schon so ein
00:20:16: alter Hut, jetzt habe ich einfach nur genug, lasst mich nur mein Leben leben
00:20:20: so quasi und akzeptiert die Entscheidung, die so ist.
00:20:25: Es hat allerdings alles einen Sinn, weil ich habe sicher in diesem Jahr,
00:20:29: wo ich den Leitungsposten ungewollt ja noch hatte, noch viele Erfahrungen gesammelt
00:20:35: habe, die ich einfach sammeln habe müssen.
00:20:37: Also ich weiß schon, dass alles im Leben so seinen Grund hat und da war scheinbar
00:20:42: einfach noch etwas da, was ich lernen durfte.
00:20:46: Und bist du dann, nachdem du den Leitungsposten zurückgegeben hast,
00:20:52: als Mitarbeiterin im Kindergarten verblieben oder bist du woanders hingegangen?
00:20:57: Nein, ich bin tatsächlich im Kindergarten geblieben und bin wieder in meinem
00:21:02: Pädagogenstatus zurück und habe dort jetzt meine Stunden reduziert.
00:21:09: Und das war auch so ein Mitgrund.
00:21:11: Ich habe gewusst, wenn ich meinen Leitungsposten behalte, dann sitze ich da fest.
00:21:16: Und ich bin ein Mensch, der ungern gefühlt, wo festgehalten werden möchte.
00:21:23: Gern so ein bisschen noch meine, das
00:21:27: Gefühl, dass ich noch etwas über was entscheiden kann, sagen wir mal so.
00:21:31: Und ich habe gewusst, da gibt es kein Teilzeitarbeiten und ich wollte mir halt
00:21:36: auch diese Tür offen lassen, wenn ich jetzt die Ausbildung zur Kinesiologin mache,
00:21:41: dass ich irgendwann die Option habe, die Stunden zu reduzieren und auch auf
00:21:45: selbstständigen Basis arbeiten kann. Und das wäre sonst nicht gegangen.
00:21:53: Also das heißt, du hast dir ein Stück Freiheit zurückgeholt?
00:21:57: Ja, also ich bin jetzt seit September wirklich Teilzeit im Kindergarten und
00:22:02: nebenbei selbstständig.
00:22:04: Und das fühlt sich sehr frei an.
00:22:07: Es ist nämlich eine gute Mischung zu dem, ich bin noch immer dran an den Kindern.
00:22:14: Ich kriege noch immer diese Veränderungen mit.
00:22:16: Ich habe so noch diesen Kontakt zu den Kindern nicht verloren.
00:22:21: Also ich bin immer noch da.
00:22:23: Und habe auf der einen oder anderen Seite diese Zeit, die ich über mich frei
00:22:28: verfügen kann und meiner Selbstständigkeit nachgehe oder wenn da mal Leerlauf
00:22:35: ist, auch einfach Dinge tun kann, die ich machen möchte.
00:22:39: Und ich habe so vor ein paar Wochen festgestellt, das ist das Gefühl,
00:22:44: das erste Mal in meinem Leben, dass ich nicht diesen Drang habe,
00:22:49: ich muss auf Urlaub gehen.
00:22:51: Wann sind denn endlich Ferien? Okay.
00:22:54: Ja, dieses Hinarbeiten auf etwas.
00:22:59: Und das ist ein bisschen gefallen jetzt. Das fühlt sich sehr schön und sehr frei an.
00:23:07: Natürlich finanziell ist es jetzt natürlich, es ist eine Veränderung, klar.
00:23:13: Weil wenn man gewohnt ist, man kriegt regelmäßig sein Vollzeitgehalt und dann
00:23:18: ist man im Aufbau von etwas, ist auch das eine Veränderung und,
00:23:23: Ja, wobei, mir geht es gut damit und es geht sich alles gut aus und somit passt auf.
00:23:31: Das Modell, das du gewählt hast, das ist ja auch etwas,
00:23:36: von dem ich überzeugt bin, dass man Frauen, die sich beruflich neu verändern wollen,
00:23:43: unbedingt mal näher bringen sollte, nämlich die Veränderung innerhalb des aktuellen Unternehmens.
00:23:52: Ja, so wie du, von der Leitungsposition wieder in die Pädagogenrolle und Selbstständigkeit,
00:24:04: wenn das für jemanden ein Thema ist,
00:24:07: einmal nebenbei anzufangen, um nicht ganz dieses Sicherheitsnetz zu verlassen.
00:24:15: Also das, finde ich, sind schon zwei sehr gute Zwischenstufen,
00:24:21: die oft ein bisschen übersehen werden.
00:24:23: Wenn sich Menschen neu orientieren wollen, dann ist es oft so dieses Gefühl, hopp oder tropp.
00:24:28: Und es gibt zwei Lösungen, aber das ist halt nicht so. Es gibt immer mehr als zwei Lösungen.
00:24:35: Also für mich fühlt es sich auch so gut aus, weil ich habe natürlich ein Haus zum Finanzieren.
00:24:39: Ich habe zwei Kinder und ich wollte auf gar keinen Fall einen Druck haben,
00:24:47: du brauchst jetzt so und so viele Klienten und so viele Aufträge,
00:24:51: damit du dir deinen Lebensunterhalt verdienen kannst.
00:24:56: Weil dann funktioniert es nämlich auch nicht, wenn man sich so an den Druck setzt.
00:25:01: Und somit ist diese Variante wirklich sehr gut. Ja, genau.
00:25:06: Und ich habe einfach gemerkt, ich darf jetzt beginnen, ohne zu wissen, was kommt.
00:25:12: Weil das weiß man immer erst dann, wenn man tut. Und ich bin halt eine,
00:25:16: die braucht ihre Erfahrungen.
00:25:18: Und dann zu wissen, ja, das mache ich. Momentan ist es so, dass sich viele Türen öffnen.
00:25:23: Und ich weiß, die eine oder andere werde ich sicher irgendwann einmal schließen
00:25:27: dürfen und es wird sich im Laufe des Weges zeigen,
00:25:31: was passt gut, was weniger und ich kann ja selber über mich entscheiden und
00:25:36: in mich rein spüren, was ich gerne mache und was vielleicht zu mir dann doch nicht so gut passt.
00:25:42: Ja, und das ist ein Entwicklungsprozess, da kann es viel verändern,
00:25:48: generell in jeder Hinsicht.
00:25:50: Also selbst diese Anfangspositionierung, die man normalerweise hat als Selbstständige,
00:25:57: kann sich noch verändern.
00:25:59: Mehrfach sogar.
00:26:02: Ich habe auch festgestellt, ich weiß ja auch mittlerweile, warum ich diesen
00:26:06: Leitungsposten ja bekommen habe, weil ohne diesen Leitungsposten wäre ich nie
00:26:12: in eine Selbstständigkeit gegangen.
00:26:16: Also ich habe, glaube ich, schon das Gefühl gebraucht, ich kann das und ich schaffe das.
00:26:23: Ich könnte auch Leute unter mir mehr oder weniger begleiten oder schauen,
00:26:28: dass es denen im Unternehmen gut geht.
00:26:31: Also ich habe dieses Potenzial dazu, nur in dem Rahmen hat es jetzt nicht gepasst,
00:26:37: weil ich mich anders weiterentwickelt habe.
00:26:42: Und da ganz viel System dahinter steckt, das bin vielleicht auch nicht so ich.
00:26:47: Und deswegen hat es dann einfach für mich nicht mehr so gut gepasst, was auch in Ordnung ist.
00:26:53: Genau. Und schön ist ja, wenn sich das dann gegenseitig noch Energie gibt, nicht?
00:27:00: Genau. Das ist natürlich jetzt auch ein Punkt, dass ich in der Zeit,
00:27:07: in der ich jetzt als Pädagogin arbeite, ein ganz anderes Energieniveau habe, als ich es vorher hatte.
00:27:15: Weil nach 24 Dienstjahren muss man einfach auch ehrlich sein,
00:27:19: es ist da schon ganz viel Alltag da, so viel Routine.
00:27:25: Und da ist es jetzt einfach gut, was Neues reinzubringen.
00:27:29: Also jetzt habe ich da so meine Kinephologie, die mich stärkt,
00:27:33: das, was mir Spaß macht, das, was mir Freude macht.
00:27:35: Und das gleicht so, wie du sagst, eines das andere aus. Ich liebe diese Arbeit
00:27:39: mit den Kindern und ich liebe auch diese Arbeit als Kinesiologin im Einzelsetting
00:27:45: oder zu Achtsamkeitsseminare zu leiten,
00:27:48: da blühe ich voll auf und es ist halt von jedem so ein bisschen was da,
00:27:52: es ist sehr abwechslungsreich und das passt ganz gut.
00:27:56: Das ist halt auch ein ziemlich bekanntes Phänomen dass nach einer Weile wird
00:28:03: selbst der schönste Job ein bisschen langweilig Routine so wie du eben sagst
00:28:07: und man braucht irgendwie ein bisschen,
00:28:10: Veränderung und wenn da was Neues kommt oft machen die Menschen dann irgendwelche
00:28:15: Ausbildungen und damit fängt die Veränderung dann schon an.
00:28:21: Einfach um das Leben wieder spannender zu machen weil das jeden Tag dasselbe
00:28:26: ist halt dann ein bisschen eine öde Geschichte, ne? Genau. Okay.
00:28:33: Und wenn wir uns in zwei, drei Jahren wiedersehen würden,
00:28:41: wo wärst du dann gerne oder was hätte sich dann verändert, deiner Meinung nach,
00:28:48: wenn du es auch ein bisschen wünschen darfst?
00:28:51: Also wenn ich mir ganz viel wünschen darf,
00:28:55: dann ist so ein wirklich ganz großer Herzenswunsch, Pädagogen zu begleiten,
00:29:02: weil ich einfach weiß, wie herausfordernd die Arbeit ist und wie anspruchsvoll
00:29:10: einfach die Kinder jetzt auch sind.
00:29:12: Also wie man sieht, es sind halt so viele persönliche Charaktere und man kann
00:29:17: sie nicht mehr so über einen Kamm scheren, wie vielleicht noch vor 20 Jahren,
00:29:21: dass alle im Sesselkreis gesessen sind und jeder hat das selbe gemacht.
00:29:25: Das ist jetzt einfach nicht mehr so an der Tagesordnung, sagen wir mal so.
00:29:29: Und es sind halt viele Kinder, die einfach so viel individuelle Betreuung brauchen.
00:29:34: Und das ist natürlich für einen Pädagogen, der mit 20 Kindern in der Gruppe
00:29:38: steht, schon eine Herausforderung, jedem Individuen gerecht zu werden.
00:29:44: Und mein großer wirklich Herzenswunsch ist, einfach Pädagogen zu begleiten.
00:29:50: Und zwar bevor aber noch irgendeine Supervision notwendig ist,
00:29:56: sondern so wirklich so regelmäßig. Ich sage immer, jeder Sänger,
00:30:00: jeder Sportler kriegt einen Mentaltrainer an die Seite gestellt, der immer da ist.
00:30:05: Und bei uns geht das so ein bisschen unter.
00:30:08: Und ich denke mir so für das Pädagogen-Sein, egal ob Lehrer oder Lehrer.
00:30:14: Oder Kindergartenpädagogens ganz gleich, so eine regelmäßige Begleitung wünschen
00:30:20: oder Kollegen, die so Ausbildungen machen wie ich oder gemacht haben wie ich und ich bin überzeugt,
00:30:27: da gibt es viele, die dann einfach für sich so Wege finden, die dann andere
00:30:31: Kollegen vielleicht abholen und sagen, du,
00:30:34: wie schaut es denn bei dir in der Gruppe aus, wo ist denn gerade das Thema?
00:30:38: Und dass man dann für diese Person, mit der Person einen Weg findet.
00:30:44: Weil die Kinder kann man nicht ändern, die Eltern können man nicht ändern.
00:30:48: Das System ist auch nicht wirklich zu ändern, sondern man kann nur schauen,
00:30:53: dass der Mensch, der in der Gruppe steht, so gestärkt ist, dass er mit dem zurechtkommt
00:30:58: und dass der einen Weg findet, um damit gut zurechtzukommen.
00:31:02: Und das wäre so ein Herzenswunsch.
00:31:06: Also neben meiner Kinesiologie und dem ist das so, weil ich es einfach sehe,
00:31:11: ich habe es gesehen als Leitung, wie es ist, ich sage es als Pädagogin,
00:31:14: wie es ist, ich bin ja noch immer mittendrin.
00:31:16: Und ja, das wäre so ein Herzenswunsch da,
00:31:21: dass viele Kollegen und zwar schon von einfach sehr früh und präventiv begleitet
00:31:28: werden und nicht erst dann, wenn eh schon jeden der Kopf raucht und er nicht mehr kann.
00:31:35: Das spielt dann einfach immer mehr ins Burnout.
00:31:39: Also das Gefühl, dass man so diese Burn-outs und diese Personalknappheit,
00:31:45: die es auch im pädagogischen Bereich gibt,
00:31:48: da wirklich damit hintanhalten könnte oder verhindern sogar?
00:31:56: Wir haben an sich einen so schönen Job, wirklich.
00:32:04: Man kriegt von den Kindern ja so viel zurück auch, so viel Schönes.
00:32:09: So viel Ehrliches Schönes, weil Kinder sind einfach von Grund auf ehrlich,
00:32:14: und auch direkt und das finde ich großartig, da kann man ganz viel lernen davon,
00:32:21: und ich kann mir schon vorstellen, dass sich da auch was ändern würde.
00:32:25: Aber es ist halt einfach, ja, ich weiß nicht, das braucht einfach,
00:32:29: eh klar, Schritt für Schritt.
00:32:31: Ja, und auch so ist das nicht. Nur Ressourcen und Schritt für Schritt und vielleicht
00:32:36: auch mehr Offenheit Kollegen, die diese Möglichkeiten hätten gegenüber.
00:32:45: Also, dass man da auch offen ist und die Ressourcen, die die eigenen Kollegen
00:32:49: haben oder das eigene Personal hat, dass man diese Ressourcen auch nutzt.
00:32:55: Und ich bin überzeugt, da gibt es genügend, die das abdecken könnten.
00:33:00: Und von Kollege zu Kollege redet es sich einfach manchmal anders,
00:33:04: als wenn dann der andere dazukommt. Das heißt nicht, dass super braucht man.
00:33:10: Es gehört alles in dieses Netz hinein.
00:33:15: Ja, das stimmt natürlich. Ein gutes Netzwerk generell.
00:33:20: Ist auch schon mal eine tolle Geschichte.
00:33:24: Ja, sehr gut. Was wäre denn jetzt so abschließend dein Tipp,
00:33:31: wenn man den Eindruck hat, das Leben wird jetzt einmal zu viel?
00:33:38: Was wäre so dein Tipp als Resilienz- und Achtsamkeitstrainerin?
00:33:43: Ja, also mein Tipp ist, dass sich in die Stille zu gehen, so schwer es auch
00:33:49: ist oft, weil man das oft gar nicht so annehmen kann, diese Ruhe in diesem hektischen Alltag.
00:33:55: Und wie man diese Stille erlebt, das darf jeder für sich selbst auch einfach einmal ausprobieren.
00:34:03: Ob der jetzt meditiert, das liegt vielleicht nicht jedem.
00:34:07: Es kann auch sein, dass der im Joggen geht und,
00:34:12: Und vielleicht einmal keine Kopfhörer drinnen hat. Das kann sein,
00:34:16: dass der im Wald spazieren geht.
00:34:18: Das kann sein, dass er atmet und einfach einmal so bewusst runterkommt.
00:34:25: Aber mein wirklicher Tipp ist, in die Stille zu gehen.
00:34:28: Oder in dieses Nichtstun oder bewusst Nichtstun. Oder sich auch vornehmen, ich tue jetzt nichts.
00:34:35: Ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Sondern ich tue nichts.
00:34:39: Und wenn dieses Nichtstun heißt, ich mache mal einen Kaffee,
00:34:43: setze mich auf die Terrasse und schaue zehn Minuten ins Leere, ist auch okay.
00:34:47: Also nur da soll jeder halt, da möchte ich jetzt gar nicht so viel sagen,
00:34:52: mach das und mach das und mach das, weil jeder Mensch ist verschieden,
00:34:55: jeder ist einzigartig und jeder soll seine Möglichkeit finden.
00:34:59: Ich gehe halt gerne im Wald, gehe gerne Inlandsquaten, das ist das,
00:35:03: wo ich meinen Kopf dann freikriege und wo dann wieder Ruhe in meinem Kopf entsteht.
00:35:10: Sehr schön, ja. Natürlich, jeder muss so seine Methode finden,
00:35:15: aber eben für sich selbst die Stille wiederfinden, das ist ja gar nicht so einfach.
00:35:21: Richtig, dass ich sage, ich weiß, es ist eine Herausforderung.
00:35:25: Vielleicht fängt man mal mit zwei Minuten in Ruhe Kaffee trinken an und steigert
00:35:31: es dann. Auch ich habe immer gesteigert.
00:35:35: Meditieren fand ich am Anfang uranstrengend. und mittlerweile funktioniert das
00:35:41: gut, ich schlafe nicht mehr ein, bin ich immer eingeschlafen,
00:35:45: mittlerweile kann ich wirklich diese Zwischenzeit oder dieses Zwischenschlaf
00:35:50: und Wachsein, diese Dinge halten,
00:35:54: allerdings das war auch Übungssache und ich habe immer gedacht,
00:35:58: ich sage alle meditier, meditier, ja,
00:36:02: man muss einfach mal beginnen und dann schauen und vielleicht auch verschiedenste
00:36:07: Dinge ausprobieren und schauen, was passt für mich am besten.
00:36:12: Das ist dein gutes Schlusswort, ein perfektes Schlusswort. Liebe Pamela,
00:36:17: vielen Dank für deinen Besuch.
00:36:20: Ich sage danke.
00:36:22: Und an unser liebes Publikum, vielen Dank, dass ihr wieder dabei wart.
00:36:28: Danke fürs Einschalten, danke fürs immer wieder Einschalten. Baba. Tschüss.
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