Folge 78 - Regeneration ist Arbeit

Shownotes

Barbara Füreder ist folgendermaßen zu erreichen: Wunderwerkstatt - Raum für Veränderung +43 660 7302090 https://wunderwerkstatt.org office@wunderwerkstatt.org Tullner Straße 15, 3426 Muckendorf


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Speaker1: Regeneration ist keine Erholung. Ich sage immer, man darf das nie wieder sagen.

Speaker1: Die Phase 2, dieses parasympathisch-vagus-nerv-ausgleichende System in uns,

Speaker1: wird bei uns als Luxus, als Erholung.

Speaker1: Wenn ich fertig bin, dann belohne ich mich.

Speaker1: Wenn ich viel gearbeitet habe, dann habe ich einen Tag sehr mehr verdient.

Speaker1: Bitte denkt das nie wieder so.

Speaker0: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung. Hallo und herzlich Willkommen beim Podcast

Speaker0: für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.

Speaker0: Ich bin Claudia Scheer, deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.

Speaker0: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,

Speaker0: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche

Speaker0: Perspektiven und Karrierewege.

Speaker0: Hallo und herzlich Willkommen wieder bei der Bar Hamsterrad Servusberufung und

Speaker0: heute habe ich wieder einen sehr, sehr lieben Gast bei mir, Barbara Führeda.

Speaker0: Hallo und willkommen, Barbara.

Speaker1: Hallo Claudia, danke, dass ich da sein darf und mitplaudern darf.

Speaker0: Ja, sehr, sehr gerne. Liebe Barbara, möchtest du dich kurz vorstellen,

Speaker0: was machst du so, wo kommst du her?

Speaker1: Ja, ich bin im Raum Tulln zu Hause, also aus Wien herausgezogen,

Speaker1: als die Kinder dann vor 13 Jahren so groß waren, dass wir sie nicht mehr mitnehmen

Speaker1: wollten, mussten, konnten.

Speaker1: Das heißt, eine zugezogene Tullner Felderin, ein bisschen vor Tulln in Muckendorf

Speaker1: habe ich da jetzt meine Praxis seither.

Speaker1: Ja, ich bin selbstständig und mache sehr viel Coaching für Firmen und für Einzelpersonen

Speaker1: in Richtung Veränderung möglich machen.

Speaker1: Also nicht nur Potenzialarbeit, wo will ich hin, sondern ich habe mich immer

Speaker1: mehr spezialisiert auf die Basis von Veränderungsprozessen, nämlich das Erkennen

Speaker1: von Stressabläufen, von Stressrhythmen, wie lebt man Stress und Aktivierung gesund

Speaker1: und denke da jetzt nicht nur an die Mentaltechniken und die emotionalen Themen

Speaker1: und das Selbstzweifeln und wie stehe ich mir selber im Weg, sondern habe begonnen,

Speaker1: das von der Körperebene aufzuschlüsseln.

Speaker1: Und beginne jetzt da mal zu schauen, wie viel Kapazität hat die Zelle eigentlich

Speaker1: das zu tun, was man tun möchte oder muss.

Speaker1: Und dann kann man in dieser Kombination, dass man es zuerst vom Nervensystem,

Speaker1: vom Körper, von den Hormonen, von allen möglichen wirklich im Körper situierten

Speaker1: Prozessen aus betrachtet und analysiert und einmal einen Status macht.

Speaker1: Von dem aus kann man dann natürlich auch wieder in die mentalen Geschichten,

Speaker1: in die psychologischen Geschichten, ins Psychosoziale zurückgehen,

Speaker1: auch ins Teambuilding oder in die Teamstärkung bei Firmen.

Speaker1: Aber mit der Basis darunter ist dann immer klar, dass die Zelle und das ganze

Speaker1: System auch wirklich bereit ist für Veränderung und man spart sich so diese

Speaker1: Wiederholungsschleifen,

Speaker1: die immer dann eintreten, wenn die Kraft ausgeht, dann kommen die alten Muster,

Speaker1: dann kommen die alten Zweifel, dann kommen die alten Bösewichte von außen oder von innen.

Speaker1: Und das kann man unterbrechen außerhalb der psychologischen Möglichkeiten,

Speaker1: eben durch die Zelle und das ist jetzt so ein bisschen mein Thema.

Speaker1: Einerseits in der Beratung und im Coaching, andererseits haben wir auch körperzentrierte

Speaker1: Techniken entwickelt und bieten die im Studio und so an für Menschen,

Speaker1: die halt da körperlich auch weiter an sich in Bewegung kommen wollen,

Speaker1: Selbstfürsorge machen wollen und bilden seit kurzem intensiv auch aus für Resilienztrainer,

Speaker1: Resilienzberaterinnen, aber auch vor allem für Firmenresilienzbeauftragte.

Speaker1: So ungefähr ist die schnelle Antwort.

Speaker0: Das war die schnelle Antwort, okay. Also wir kommen im Detail noch zurück.

Speaker0: Okay, dann fangen wir, warte, ich muss mir nur kurz einen Gedanken notieren,

Speaker0: weil sonst vergesse ich es nachher wieder.

Speaker0: Liebe Barbara, kannst du dich daran erinnern, dass du als Kind werden wolltest,

Speaker0: so beruflich? Was waren so die ersten Ansätze?

Speaker1: Also ich habe immer wieder gesagt, ich werde Zigeunerin. Okay.

Speaker1: Ich glaube zwar nicht so die Zufriedenheit meiner Eltern.

Speaker1: Aber ich komme aus einer Familie von fahrendem Volk tatsächlich.

Speaker1: Das habe ich dann später herausgefunden. Also ich glaube eher,

Speaker1: dass das nicht so war, was ich werden will, sondern was ich bin.

Speaker1: Ich habe auch mit dem örtlich Sesshaftsein immer wirklich so meine Themen gehabt.

Speaker1: Also ich glaube, ich bin im Herzen Zigeunerin und ich glaube,

Speaker1: ich wollte dann Künstlerin sein und habe daher vielleicht auch Kunst studiert,

Speaker1: könnte damit zusammenhängen.

Speaker1: Aber ich wollte immer, und das ist etwas, was jetzt irgendwie auf eine andere

Speaker1: Form wiederkommt, eine Künstlerkolonie leiten.

Speaker0: Okay, spannend, spannend. Also wäre schon mal interessant, woher hast du dein

Speaker0: Bild zu dem Thema Zigeuner, Zigeunerin gehabt?

Speaker0: Also wo hat dich dieses Thema überhaupt einmal, also das ist ja jetzt nicht

Speaker0: so unbedingt ein typisches Kinderthema.

Speaker1: Nein, aber ich bin in der Welt zu Hause und ich bin auch jemand,

Speaker1: der zum Beispiel in Anstrengung oder wenn irgendwas passiert,

Speaker1: was mir unangenehm oder mich überfordernd ist oder so, dann gehe ich.

Speaker1: Also bis heute bin ich Weitwandererin, ich habe das jetzt umgesetzt in eine

Speaker1: sehr zeitgenössisch akzeptierte Form.

Speaker1: Also ich bin auch jemand, der wirklich nicht damit ein Problem hätte,

Speaker1: heute mal dort zu wohnen und dann woanders.

Speaker1: Ich glaube, dieses Ortsfeste habe ich nicht.

Speaker1: Und dann die Idee, einfach mit Esel und Planenwagen durch die Welt zu tingeln.

Speaker1: Also ich würde ja wirklich auch gerne, ich habe mir gedacht,

Speaker1: ich gehe weit wandern mit einem Esel und so, aber die sind sehr schwierig zu

Speaker1: bekommen für solche Events.

Speaker1: Mittlerweile gibt es wirklich Agenturen, die das machen.

Speaker1: Also so einfach mit Tier, mit Sack und Back einfach von Ort zu Ort ziehen.

Speaker1: Es hat vielleicht auch damit zu tun, dass mein Vater Tschechien war und ich

Speaker1: bin in Sizilien groß geworden die ersten Jahre, weil er hat meine Eltern gerade

Speaker1: dort unten gewohnt und dann eben immer wieder nach Tschechien.

Speaker1: Und wir waren immer auch in diesem Umkreis unterwegs, zwar jetzt nie auf so

Speaker1: Weltreise, wo man dann einmal wirklich weit wegfliegt, aber dass meine Wurzeln

Speaker1: in der Welt verstreut sind,

Speaker1: War vielleicht auch anfangs so mein Gefühl einfach zu der Sache.

Speaker1: Und dann kommt natürlich auch noch dieses sozialromantische,

Speaker1: Ökologisch vertretbar einfach mit dem, was ich habe, minimalistisch durch die

Speaker1: Welt reisen und ziehen und nirgends genau Wurzeln schlagen zu müssen.

Speaker1: Das ist, glaube ich, so ein bisschen was sozialromantisches gewesen.

Speaker0: Aha, sehr interessant. Und das Thema Künstlerin oder Kunst,

Speaker0: Hat dich das als Kind auch schon beschäftigt? Hast du dich halt gemalt oder so?

Speaker1: Ja, ich habe immer, also meine Mutter hat immer ganz eine riesen Mappe vor mir

Speaker1: aufgehoben, weil sie gemeint hat, das war so toll und so.

Speaker1: Aber das, was ich weiß, ist, ich habe sehr lange gebraucht, glaube ich,

Speaker1: um mein Hirn fit zu kriegen für das, wie die Welt da draußen funktioniert.

Speaker1: Ich funktioniere ein bisschen anders von der Basis, weiß ich heute.

Speaker1: Und da war immer schon Zeichnen, Malen, verschiedene Textilformen und Handwerk

Speaker1: einerseits ein Stressabbau.

Speaker1: Also, wenn ich im Stress war und ich mich hingesetzt habe und angefangen habe,

Speaker1: Armbänder zu knüpfen, haben meine Eltern gewusst, oh Gott.

Speaker1: Und auf der anderen Seite habe ich mich auch wirklich, und das tue ich bis heute

Speaker1: so, selbst wenn ich grafisch arbeite, manchmal sortiere ich mich durch.

Speaker1: Wenn ich dann die Komposition habe, die Farben habe und wenn es so ist,

Speaker1: wie ich mir das vorstelle, dann weiß ich auch, was es eigentlich ist, so ungefähr.

Speaker1: Und das mache ich heute noch bei der Grafikarbeit. Wenn ein Flyer so gestaltet

Speaker1: wird, wenn er stimmt, dann habe ich das Projekt verstanden.

Speaker0: Okay, ich verstehe. Ich kenne das auch so, dass ich mit dem handwerklichen zum

Speaker0: gedanklichen Sortieren, ist das super. Also mache das auch total gerne so.

Speaker1: Ja, also ich finde das auch wirklich eine vergessene Kulturform.

Speaker1: Die würde, glaube ich, sehr, sehr vielen Menschen gut tun, wenn wir da mehr

Speaker1: Vorbild- und Schulung hätten.

Speaker0: Ja, apropos Schulung, wie kam es? Also du hast dann Kunst studiert?

Speaker1: Also ich habe zuerst Wirtschaft studiert.

Speaker0: Okay.

Speaker1: Wie gesagt, das war die kurze Verschule. Du wolltest es so genau wissen.

Speaker1: Also ich ging aus einer musischen Schule raus, habe sehr viel Musik in der Zeit

Speaker1: gemacht, war in der Pubertät sehr krank.

Speaker1: Also ich war nicht sehr viel in der Schule, sondern sehr viel mehr im Spital

Speaker1: und habe da eben schon intensiv einfach auch arbeiten müssen, wie ich funktioniere.

Speaker1: Und da habe ich dann aber nachher festgestellt, ich sollte vielleicht irgendwie

Speaker1: nicht Kunst studieren, wenn ich eh schon so malat bin sozusagen,

Speaker1: sondern irgendwas Stabilisierenderes.

Speaker1: Möglicherweise haben da auch meine Eltern irgendwie einen Samen gesetzt quasi,

Speaker1: also könntest du bitte irgendetwas zuerst lernen, was dich ernährt und so weiter.

Speaker1: Und dann habe ich IBW studiert, also internationale Betriebswirtschaftslehre

Speaker1: am damals ganz nagelneuen BWZ, also nach der Uni Wien.

Speaker1: Und bin ja dann auch sofort gleich schwanger geworden und habe in den ersten

Speaker1: Studienjahren zwei Kinder bekommen, meine zwei Kinder bekommen und sowas.

Speaker1: Ich habe das alles verkehrt rum gemacht, sozusagen.

Speaker1: Hab das Studium aber dann durchgezogen und war am Anfang im Marketingmanagement bei Kraft Foods.

Speaker1: Also ich habe Milka betreut und dann Souchard und also alle diese Schokoladensorten,

Speaker1: mit denen wir alle und Benzdorp und Kakaokortensorten, die wir so ein bisschen alle kennen.

Speaker1: Das war mal so mein Arbeitsgebiet im Marketingbereich und habe da meinen beruflichen

Speaker1: Einstieg in die Marketingwelt damals mit Kraftfoods, heute heißen die Mondelez, halt gehabt.

Speaker0: Und darf ich kurz mal dazwischen fragen? Hast du dann noch immer Gustav Schokolade

Speaker0: gehabt oder hat sich das damit erledigt?

Speaker1: Das Spannende war tatsächlich, dass ich mich dort selbst vergiftet habe währenddessen,

Speaker1: weil da steht überall Schokolade rum natürlich.

Speaker1: Und wir haben auch Mirabelle und Mozartkugeln und solche Sachen gehabt.

Speaker1: Und ich bin Jahre später und ich bin dort immer kränker geworden.

Speaker1: Also ich habe dann Schmerzen und Bandscheinvorfälle und Darmprobleme und alle

Speaker1: möglichen Sachen gekriegt. und heute weiß ich, dass ich mich schwer vergiftet

Speaker1: habe damit, weil ich milchallergisch bin.

Speaker1: Aber das wusste ich damals noch nicht. Ich hatte eine Weile lang Kakaosorten

Speaker1: zu betreuen und die wurden natürlich damals nicht mit Hafermilch getestet.

Speaker1: Also es war wirklich die für mich dümmste Auswahl, einen Job anzunehmen.

Speaker1: Allerdings aus Mangel an Informationen war es auch eine entschuldbare Entscheidung.

Speaker1: Aber es hat mir nichts gegeben.

Speaker0: Das ist am Dich.

Speaker1: Genau. Also ich stehe heute nicht mehr so auf diese Milchschokoladen. Ja, das ist auch nicht.

Speaker1: Hält unter, hat sich überlebt.

Speaker0: Naja, okay. Naja, also okay. Da warst du also in dem Marketing.

Speaker1: Genau, und dann bin ich neulich immer kränker geworden, bin einmal ausgeschieden

Speaker1: und musste dann meine Wirbelsäule reparieren lassen und überhaupt herausfinden.

Speaker1: Also irgendwas hat da alles nicht gepasst.

Speaker1: Und da habe ich dann gesagt, jetzt studiere ich Kunst. Ich mache zuerst einmal

Speaker1: einfach so ein Berufsorientierungsjahr, um zu schauen, ob das wirklich das ist.

Speaker1: Ich habe zuerst gedacht, ich gehe in Richtung Kunstmarketing und so.

Speaker1: Und dann haben wir entschieden, ja, okay, schauen wir mal, ob mich eine Kunstuni

Speaker1: nimmt. Da war ich ja dann schon über 30.

Speaker1: Und dann hat mich die Angewandte die Malerei genommen.

Speaker1: Und dann habe ich mal Kunst studiert und habe dort Malerei studiert und habe

Speaker1: mich in Richtung, aber dann mich mit Schafwolle, Textil sehr beschäftigt

Speaker1: und habe da eine ganz eigene Form von Bildsprache und Ausdruck und so gefunden.

Speaker1: Und dann bin ich 2013 fertig gewesen.

Speaker1: Parallel dazu war ich dann schon immer wieder im Start-up-Beratung.

Speaker1: Also ich habe dann schon gearbeitet, selbstständig in Richtung Start-up-Beratung,

Speaker1: Grafik für Dienstleister,

Speaker1: für Menschen, die sich Yoga-Studios aufmachen oder Felgenkreis oder so.

Speaker1: Diese gesundheitsfördernden Dienstleister habe ich da unterstützt mit meiner Selbstständigkeit.

Speaker1: Sonst war ich Mutter und Studentin.

Speaker0: Das ist eh genug Arbeit, oder?

Speaker1: Ja, ja, also langweilig war ich, glaube ich, in meinem Leben noch nie.

Speaker1: Genau, und da hat sich dann aber auch herausgegeben, dass ich da mehr wissen

Speaker1: wollte noch für das, wie bringe ich Menschen dazu,

Speaker1: wirklich ihr Potenzial selber auch zu sehen und zu betreten und Türen zu öffnen

Speaker1: und habe dann Mentaltrainer-Ausbildung gemacht, ganzheitlich da und dann Lebensberater und ganzheitlich dort,

Speaker1: weil nicht jeder, den du begleitest, der gründet auch wirklich Unternehmen und

Speaker1: das musste in Österreich ja alles mit sehr vielen Gewerben belegen.

Speaker1: Und da hat sich dann einfach der Weg auch beruflich entwickelt,

Speaker1: indem ich jetzt seit 2005 dann eben immer mehr in diese Selbstständigkeit hineingekommen

Speaker1: bin und hineingebracht habe.

Speaker0: Wie würdest du sagen, ist dieser Umstand, dass dir da sehr oft gesundheitliche

Speaker0: Themen quasi Wegweiser waren,

Speaker0: wichtig für dein Leben?

Speaker1: Oh, sehr. Ich habe das gestern erst, glaube ich, mit den Klienten auch eben

Speaker1: so erzählt, dass ich, also während man drinsteckt, in diesen zwingenden...

Speaker1: In furchtbaren Zuständen ist es nie angenehm und das will ich auch überhaupt nicht so sagen.

Speaker1: Also man soll das nicht als Segen jetzt irgendwie schönreden,

Speaker1: aber für mich nachträglich jetzt war es ein Segen,

Speaker1: weil ich jetzt auch merke, ich bin über 50 und ich bin heute einer der gesündesten

Speaker1: über 50-Jährigen, die ich kenne, einfach weil ich immer von Kindheit an habe

Speaker1: lernen müssen, wie ich wirklich funktioniere.

Speaker1: Und mein Körper war so eng und so gestrickt, also mit seinen,

Speaker1: was mein Hirn braucht, was mein System braucht,

Speaker1: dass ich immer den Vorteil hatte, dass ich körperlich und teilweise auch emotional,

Speaker1: psychisch wirklich extrem reagiert habe, wenn was nicht gepasst hat.

Speaker1: Und das hat mich einfach nicht sehr glücklich gemacht in dieser Zeit,

Speaker1: aber es war immer vollkommen klar, so geht es nicht.

Speaker1: Ich habe noch nie durchschummeln können.

Speaker1: Und das HIV hat mir wirklich grundsätzlich immer geholfen, einfach immer daran

Speaker1: zu arbeiten, immer mehr ich selbst zu werden und ist heute sicher auf diesem

Speaker1: Bereich, wo ich Menschen in ihr Potenzial begleite,

Speaker1: einer meiner absolut unstrittigsten Kompetenzen.

Speaker1: Weil alles andere kann man sich erarbeiten.

Speaker1: Ich habe ein unglaublich vielfältiges Wissen, weil mich halt so viele Dinge

Speaker1: von Endokrinologie und Epigenetik und Körperpsychoneuroimmunologie und so irrsinnig

Speaker1: interessieren, Neurotransformation und das fließt alles ein.

Speaker1: Aber eigentlich weiß ich, von wo ich komme und ich galt als arbeitsunfähig,

Speaker1: schlicht mit den ganzen Krankheitsbildern, die ich hatte.

Speaker1: Und wo ich heute stehe und dementsprechend weiß ich einfach,

Speaker1: was für eine Veränderung möglich ist, wenn man sich auf sich selbst zugeweckt.

Speaker1: Also für mich war es ein Segen.

Speaker0: Und hat sich deine Wahrnehmung insofern verändert, als du jetzt oder mit den

Speaker0: Jahren, nicht nur jetzt wahrscheinlich,

Speaker0: gesundheitliche Anzeichen quasi viel früher wahrgenommen hast als andere Menschen?

Speaker1: Ja, also wie ich dann erkannt habe, was ich nicht vertrage, wie ich nicht gemeint

Speaker1: bin, wie ich nicht funktioniere, habe ich dann ja immer schneller,

Speaker1: immer besser, immer gezielter reagieren und verstehen können,

Speaker1: was ich eigentlich brauche und bin.

Speaker1: Und das führt natürlich, wenn ich mich so intensiv damit auseinandersetzen muss,

Speaker1: was ich nicht bin und was mir nicht gut tut, kriege ich natürlich auch eine

Speaker1: sehr große Kompetenz dabei, zu wissen, was in welchem Frühling, Allergie,

Speaker1: Nicht-Allergie, Dunkelheit, Winter, Sommer,

Speaker1: Herausforderung, Anstrengung, was ich da brauche, um zu funktionieren,

Speaker1: so wie ich gemeint bin, wie ich funktionieren kann und darüber hinaus mich auch

Speaker1: noch wohl und zufrieden und lebensfroh zu fühlen.

Speaker1: Das heißt, ich habe das unglaublich trainieren müssen und das schult ja immer die Intuition.

Speaker1: Also wenn ich mich mit einem Thema kompetent auseinandersetze und mit diesen

Speaker1: Experimenten und dann wieder rausgehen und bewerten und wieder ein neues Experiment

Speaker1: aufbauen und wieder bewerten,

Speaker1: wenn ich mich mit dem so intensiv auseinandersetze, dann schult das ja mein

Speaker1: inneres Erfahrungsverfahren.

Speaker1: Bibliothek und die führt dazu, dass man eine sehr gute Intuition hat und das

Speaker1: führt dann wieder dazu, dass ich verschiedene Signale am Anfang beginne zu verstehen

Speaker1: und dann sofort gegensteuern kann.

Speaker1: Das ist einer dieser vielen Dinge, warum ich halt bei der Resilienz auch so

Speaker1: viel jetzt weiß, wo man ansetzt, wenn Zellstress und wenn Diastress und wenn das dazukommt.

Speaker1: Wie man sich da einfach gesund durch die Anstrengungen und Herausforderungen

Speaker1: des Lebens manövrieren kann und dabei in der Freude und halt nachhaltig in seiner

Speaker1: Kraft bleibt, das hat sicher was damit zu tun.

Speaker1: Und da muss man dann nicht mehr jede Katastrophe voll auskosten,

Speaker1: sondern kann sagen, Moment, das Zechal kenne ich schon, diese Zehenspitze ziehe

Speaker1: ich dort zurück und unterstütze hier mit dem und dann geht der Weg schon anders weiter.

Speaker0: Aber ich finde es interessant, dass du gemeint hast, deine Intuition ist extrem

Speaker0: geschärft worden, aber du eigentlich mit sehr wissenschaftlich-logischen Methoden

Speaker0: drangegangen bist, nicht?

Speaker1: Nein, eigentlich komme ich aus der absolut nicht wissenschaftlich-logischen

Speaker1: Methode, weil mein Hirn eigentlich sehr rechtslastig ist.

Speaker1: Also ich spüre viel, ich nehme viel wahr, ich habe lang, also das eine meiner

Speaker1: Grundschulungen ist, mich mitteilen zu können, war gar nicht einfach.

Speaker1: Ich rede unglaublich viel, aber das ist nicht immer so gewesen.

Speaker1: Man kennt nicht, wenn man sich bei Kraftfonds wirklich auch so,

Speaker1: zum Beispiel bei den früheren Jobs, dass ich mal monatelang nicht rede,

Speaker1: weil ich zuerst die Sprache verstehen muss, das Miteinander,

Speaker1: die unsichtbaren Verbindungen.

Speaker1: Und bis mein Hirn das übersetzen kann, dann kann ich es auch übersetzen sozusagen,

Speaker1: dann kann ich auch drüber reden.

Speaker1: Und jetzt finde ich es halt wirklich schön, so eine Übersetzerin zu sein zwischen

Speaker1: den Welten. Ich spüre viel und habe meine Experimente gemacht und auch meine

Speaker1: Erfahrungen, ob mich meine Umwelt versteht oder nicht.

Speaker1: Dann habe ich auch noch sehr viel gelesen und jetzt gibt es ja unendlich viel

Speaker1: mit den Möglichkeiten der KI, die Daten auch so zu verarbeiten in der Fülle,

Speaker1: wie sie wirklich da sind.

Speaker1: Gibt es ja auch unglaublich viel Möglichkeiten, dass Wissen,

Speaker1: das eigentlich intuitiv da ist oder auch schon seit Jahrtausenden,

Speaker1: dass sie sich durch Schamanen und so einfach durchgehen, dass man das jetzt

Speaker1: halt wissenschaftlich auch belegen kann.

Speaker1: Und diese Verbindung liebe ich einfach, weil ich dadurch diese

Speaker1: Translator-Funktion, diese ich erzähle, ich spüre, was du spürst und versuche

Speaker1: es zu übersetzen und das macht oft vielen Menschen sehr einfach,

Speaker1: ja richtig, sich selber auch anders zu verstehen und ihre eigene Sprache zu entwickeln.

Speaker1: Also so ist es eigentlich herum, weil nicht wissenschaftlich jetzt doch wissenschaftlich.

Speaker0: Ja, und vor allem ist ja Experiment ist ja auch eine Art wissenschaftlicher Methode, nicht?

Speaker1: Aber ich glaube, ich weiß jetzt nicht, ob die Wissenschaft sich das Experiment

Speaker1: entlehnt hat oder die Natur, die das Experiment entlehnt hat,

Speaker1: weil ich jetzt einmal so überlege, wie sich Arten weiterentwickeln und welche

Speaker1: überbleiben und welche aussterben.

Speaker1: Ich würde sagen, das ist immer ein Experiment und das ist nur in unseren Augen

Speaker1: eine wissenschaftliche Sache.

Speaker1: Die Welt funktioniert mit Versuch und Irrtum.

Speaker0: Ja.

Speaker1: Das wäre andersrum, glaube ich.

Speaker0: Okay. Na gut. Okay.

Speaker0: Okay, und das heißt, du hast, was würdest du sagen, sind diese größten Skills,

Speaker0: die du aus dieser gesamten gesundheitlichen Entwicklung mitgenommen hast?

Speaker1: Ein gesunder Körper, Arbeitsfreude, Leistungsfreude, Gesundheit,

Speaker1: Lebensfreude und Wirkmacht hat.

Speaker1: Das ist, glaube ich, eine Erkenntnis, die viel von dem ausmacht,

Speaker1: was ich heute vermittle oder auch bin oder begleite.

Speaker1: Wenn wir uns nicht so fühlen,

Speaker1: dass wir was könnten, dass wir was schaffen, dass wir was wollen,

Speaker1: dass wir etwas nicht wollen, Wenn wir das alles nicht spüren,

Speaker1: dann ist das nicht so, weil wir das nicht können, sondern weil in uns verschiedene

Speaker1: Dinge noch nicht ausreichend geklärt sind und nicht klar laufen.

Speaker1: Und deswegen hat sich natürlich meine Herangehensweise zur Potenzialentwicklung

Speaker1: und Veränderungsbegleitung vollkommen verändert durch dieses Wissen,

Speaker1: dass wenn ein Mensch auf Zellebene genug Kraft, Energie hat und das super läuft, so wie es laufen soll,

Speaker1: Dann sind diese Menschen, brauchen keine Begleitung, wo sie hinwollen.

Speaker1: Sie brauchen auch keine Begleitung, was sie werden wollen oder was sie bewirken

Speaker1: könnten oder irgendwie dann noch,

Speaker1: klar kann man Fähigkeiten schulen, das ist immer so, aber dieses seinen Ruf

Speaker1: finden, seinen Auftrag finden, zu wissen, wo man hingestellt ist,

Speaker1: was man tun kann, soll, will und was man bewirken könnte,

Speaker1: das weiß, ein gesunder Körper, eine gesunde Zelle weiß das und das hat sich

Speaker1: massiv verändert und früher habe ich den Leuten gezeigt, wie sie halt entwickeln

Speaker1: können, Visionen und sich vorstellen können.

Speaker1: Und jetzt ist das the other way around und wir fangen an, die Zelle zu stärken

Speaker1: durch Bewegung, Atmung, Schlaf, Ernährung und solche Sachen und dann sind einige

Speaker1: Probleme, die sich in den Weg gestellt haben,

Speaker1: gar nicht mehr existent und andere

Speaker1: so zu lösen. Das würde ich sagen, ist so über die Zeit einfach auch diese große Erkenntnis.

Speaker0: Ja, das ist wahrlich eine große Erkenntnis. Okay.

Speaker0: Und jetzt noch so nebenbei gefragt, das Thema Kunst, betreibst du das jetzt noch immer?

Speaker1: Ja.

Speaker0: Du würdest in der Zeit hätte so viel, oder was?

Speaker1: Nein, nein, gar nicht. 2019 hatte ich die letzten Ausstellungen,

Speaker1: da war eine große Ausstellung im Thaisenhoferhof in der Wachau,

Speaker1: vorher noch am Lidlweg und dann in London und da habe ich dann gesagt,

Speaker1: ich halte die Künstler nicht gut aus.

Speaker1: Ganz ehrlich, das war leider... Also ich stehe auf Kunst.

Speaker1: Das Miteinander im Kunstsektor ist so pervertiert, weil so wenig Anerkennung und so viel

Speaker1: ja Wunsch nach Anerkennung da ist und Anerkennung im Wert von Geld einfach sowieso

Speaker1: ein Wahnsinn ist und dieser Wettbewerb so wirklich beinhart ist,

Speaker1: dass ich festgestellt habe, ich halte dieses Hickhack kaum aus,

Speaker1: das viele Künstler auf sich nehmen und einige auch darin aufblühen.

Speaker1: Also man muss ehrlich sagen, es gibt auch einige Künstlerinnen,

Speaker1: die diesen Außenseitler- und ich-leide-Status so hoch halten,

Speaker1: Dass sie fast abhängig sind, weil sie davon ausgehen, wenn sie ihr Leid loslassen,

Speaker1: sind sie keine guten Künstler mehr. Und das wird von der Gesellschaft gefördert.

Speaker1: Also wir wollen, dass die Künstler leiden für ihre Kunst und wir sie ihnen dann

Speaker1: um einen Hungerlohn abkaufen können, weil sonst dieses Jahr nichts wert.

Speaker1: Das ist wirklich so unangenehm und so toxisch, dass ich gesagt habe,

Speaker1: ich meine, ich habe immer beide Seelen.

Speaker1: Also ich arbeite ja immer künstlerisch, wenn du Experimente machst,

Speaker1: ist das immer das, was Kunst für mich ist.

Speaker1: Es ist immer ein Spiel, ob ich jetzt mit Menschen arbeite oder mit Materialien, ist vollkommen egal.

Speaker1: Aber dieser Ausstellungszirkus, dieses Gegeneinander statt Miteinander,

Speaker1: es war einfach etwas, wo ich dann gesagt habe, ich will nicht mehr.

Speaker1: Und das war 2019 im Alexandria Palace, genau, habe ich dann gesagt,

Speaker1: aus, jetzt ist es vorbei.

Speaker1: Ich will das nicht mehr, ich will keine Ausstellung. Und ich habe jetzt nachher

Speaker1: noch ein, zwei probiert, wieder dann jetzt vor kurzem wieder festgestellt,

Speaker1: okay, wenn mich ein Thema sehr reizt, dann mache ich das schon.

Speaker1: Aber ich will mich dem, ich finde es auch eine Zumutung, ganz ehrlich.

Speaker1: Also Künstler geben ihr Bestes, arbeiten die ganze Zeit und kriegen dann Preise

Speaker1: im Sinne einer Ausschreibung, wo dann einer gewinnt.

Speaker1: Das gibt es in keiner anderen Branche, dass man sich auf nichts,

Speaker1: also ich meine wenigstens in der Baubranche, du nimmst an einer Ausschreibung

Speaker1: teil und dann kriegst du den Auftrag von so und so viel tausend oder Millionen Euro.

Speaker1: Und die Künstler strengen sich an, arbeiten ihre Themen ab, präsentieren sich

Speaker1: und dann wird verlost, wer 5000 Euro dafür kriegt, für ein, zwei, drei Jahre Arbeit.

Speaker1: Und das ist eine dermaßen Geringschätzung, die wollte ich nicht mehr mittragen.

Speaker1: Da habe ich dann 2019 gesagt, ich mache es nicht mehr und dann kam eh Corona.

Speaker1: Hat dann gepasst. Ich habe jetzt auch mein Atelier im Moment verräumt und habe

Speaker1: daraus eben meinen Akademieraum gemacht und Studioraum.

Speaker1: Also die Entscheidung im Moment ist wirklich eben in die andere Richtung gegangen,

Speaker1: auch wenn ich trotzdem weiter natürlich auch zum Ausgleich Kunst schaffe,

Speaker1: aber nicht mehr für diesen Wahnsinnstirkus da draußen zurzeit.

Speaker0: Also nur mehr für dich und eventuell noch für dein Business halt auch,

Speaker0: nicht? So für Geltung oder sowas, nicht?

Speaker1: Im Moment ist es eher so Selbsterfahrung, würde ich sagen.

Speaker1: Meditationen, dann hat sich auch mein Kunstziel völlig verändert über die Jahre,

Speaker1: Aufarbeitung und Selbstwertung.

Speaker1: Und das ist eher so ein, wenn ich eben sehe, was ich male oder so,

Speaker1: dann habe ich ein Thema auch verstanden.

Speaker0: Ja, richtig.

Speaker1: Gehört irgendwie zu mir, aber ist gerade nicht für nach außen gerichtet.

Speaker0: Ja, okay, super. Ja, das, was du zum Thema Künstler vorhin gesagt hast, da ist mir eingefallen,

Speaker0: ich habe ja meinen zweiten Anlauf für eine Diplomarbeit zum Thema Jack Unterweger gemacht.

Speaker0: Und da war es ja auch so, der kam einmal ins Gefängnis und dort hat er ein Buch geschrieben,

Speaker0: und plötzlich war er der Gefängnispoet und ein Beispiel sozialer Reintegration und so weiter, oder?

Speaker0: Das war unglaublich, oder? Ohne dieses Leiden wäre das total uninteressant gewesen.

Speaker1: Vollkommen. Und das ist wirklich eine, die sollte uns diese Wahrnehmung,

Speaker1: die wir von der Kunst haben, also entweder ist es einfach nur Dekor,

Speaker1: aber dann kaufen wir es uns über Temo lieber und über die KI jetzt sowieso.

Speaker1: Und wenn es Kunst ist, dann muss es von einem leidenden Künstler sein.

Speaker1: Wahrscheinlich, weil er dann quasi mein eigenes Leid transzendiert oder ich

Speaker1: habe also einige Theorien dazu, aber es ist eigentlich vollkommen entgleist, diese Art Wahrnehmung.

Speaker1: Es hat der Künstler immer eine Stellung in der Gesellschaft gehabt,

Speaker1: die so an den Rand und Aufzeigen von, aber das, was wir Menschen momentan,

Speaker1: also wir verwenden sie als unsere Mistkübel im Endeffekt und dann zahlen wir

Speaker1: sie auch noch nicht dafür.

Speaker1: Weil wenn das dann was kostet, sagen wir, ja, Entschuldige, das kann ja ein Kind auch.

Speaker1: Ich habe mal auf ein Ausstellungsobjekt von mir gesagt, das will er haben.

Speaker1: Und dann hat er gesagt, ja, aber das ist ja auf Karton.

Speaker1: Ja. What's the point?

Speaker1: Also diese Unart und Abwertung, die die Gesellschaft Künstlern gegenüber hat,

Speaker1: die, ja, wenn die leiden, dann ist das großartig und ansonsten

Speaker1: ist es nichts wert. Wir zahlen ja auch unsere Musik nicht und so.

Speaker1: Also wir haben da wirklich ein ganz eigenes Nutzungsverhalten.

Speaker0: Ja, und das wird jetzt mit KI nicht leichter, das Thema. Aber Gott sei Dank

Speaker0: gibt es schon eine gewisse Awareness dafür und man versucht das irgendwie.

Speaker0: Ja, schauen wir. Es wird eine Weile dauern, aber ich denke mal,

Speaker0: es wird dann schon auch seinen Weg finden, weil die Technik ist halt noch in Entwicklung.

Speaker1: Naja, in Wirklichkeit ist es erschreckend, was die schon können,

Speaker1: weil ich habe das jetzt einmal gerade auch getestet für ein Projekt,

Speaker1: wo ich sonst Grafiken anlegen müsste.

Speaker1: Da habe ich einfach gespielt und das ist Wahnsinn, was die können.

Speaker1: Es ist wirklich Wahnsinn, was die eigentlich schon können. Vom Gebrauchsgrafischen

Speaker1: her wird das auf jeden Fall Grafiken ersetzen.

Speaker1: Aber was dann natürlich überbleibt, ist nur mehr das Leid.

Speaker1: Und dann, also das wird dann schon noch einmal eine Geschichte werden,

Speaker1: wie wir Künstler, die davon leben, dass sie etwas produzieren,

Speaker1: dann plötzlich jetzt, nachdem wir jetzt jahrhundertelang uns beigebracht haben,

Speaker1: dass wir sie selber gar nicht wertschätzen, solange sie am Leben sind, schon überhaupt nicht.

Speaker1: Also das wird noch eine Herausforderung unserer Gesellschaft.

Speaker1: Jetzt müssen wir plötzlich eine ganze Berufsgruppe irgendwie stützen.

Speaker1: Aber was macht man mit denen? Nein, weil die sind ja nicht alltagstauglich in

Speaker1: den Augen der Gesellschaft.

Speaker1: Also es wird schon spannend, was da rauskommt, weil das sehr viel Licht auf

Speaker1: unsere Art zu denken wirft.

Speaker0: Ja, na gut, ich denke generell wird das möglicherweise so alles umgekrempelt werden.

Speaker1: Das ist das, was es immer tut. Es krempelt jedes Mal um und im 21.

Speaker1: Jahrhundert würde ich sagen, stell dich auf nichts ein, wenn es sowieso gar anders ist.

Speaker0: Genau, so ist es. Okay, dann kommen wir nochmal bitte zurück auf das, was du jetzt machst.

Speaker0: Kannst du das ein bisschen genauer erklären, diese Sache mit dem Stress und

Speaker0: den Grundlagen von der Zelle und so, aber so, dass ich es auch verstehe.

Speaker1: Ja, genau, das ist jetzt eine Herausforderung. Es stummt mich,

Speaker1: wenn ich zu viel rede, weil ich finde natürlich jetzt sehr viel gefallen an

Speaker1: meinem Arbeitsthema, weil es so spannend ist, weil es auch wirklich etwas Neues ist.

Speaker1: Und unseren Fokus von der Psychotherapie und von dem, dass das,

Speaker1: was wir sind, wird eigentlich nur durch unsere Psyche und unsere Umwelt gestaltet

Speaker1: und dann durch unsere Entscheidungen, das ist momentan faktisch nicht mehr so.

Speaker1: Und diese Ebene darunter, die macht sehr viele Fragen auf, wer wir eigentlich

Speaker1: wirklich sind und wo unsere Entscheidungsfreiheit wirklich liegt.

Speaker1: Und ich fange jetzt an mit dem Thema gesunder Stress, gehe ich eben durch die

Speaker1: Welt und schaue mir bei dem Stress unter diesen ganzen Oberflächen von

Speaker1: Stress ist was Psychisches, Stress ist was Mentales, Stress ist ein Problem

Speaker1: durch mangelnde Strukturen und Ordnung und Klarheit.

Speaker1: Das ist etwas, wo ich jahrhundertelang dagegen reden kann, weil es schlicht nicht stimmt.

Speaker1: Es ist wie wenn man versucht, den Eisberg oben, das Spitzerl wegzuföhnen und

Speaker1: dann sagt, man hat das Problem beseitigt.

Speaker1: Es ist einfach einerseits falsch und andererseits gefährlich,

Speaker1: weil das führt natürlich dazu, dass viele Menschen mit einigen Methoden,

Speaker1: die gut wirken, versuchen,

Speaker1: sich soweit zu optimieren,

Speaker1: Dass sie dann mit Vollgas an die Wand fahren können, weil sie sich darunter

Speaker1: um die Zellgesundheit und um den Körperzusammenhänge und um den Rhythmus,

Speaker1: den das Leben und unser Körper braucht,

Speaker1: weiterhin nicht kümmern müssen, weil wenn man das jetzt ganz böse sagt,

Speaker1: dann denkt man einfach positiv und verwandelt negativen Stress in positiven

Speaker1: Stress und dann habe ich das in der Hand und im Griff und kann ungeschaut Gas

Speaker1: geben und dann fahre ich an die Wand.

Speaker1: Und weil es so, und das ist das halt, was wir immer noch, das hören wir immer noch aus den Medien.

Speaker1: Also wir haben unsere Stresslevel im Griff. Jo, eh, aber auf eine andere Art und Weise.

Speaker1: Weil psychisch gesehen ist es nicht ausschlaggebend.

Speaker1: Also psychisch gesehen ist es ausschlaggebend, ob das guter Stress oder negativer Stress ist, oder?

Speaker1: Haben wir doch immer gelernt. Oh, Stress, ja, Distress, nein.

Speaker1: So, das ist natürlich die Wohlfühlgeschichte, ist richtig. Ich kann positiv

Speaker1: sich anfühlenden Stress länger aushalten.

Speaker1: Gleichzeitig auf Zell-Ebene ist positiver Stress und ein gefährlicher.

Speaker1: Weil beide verursachen im Inneren dieselben Ressourcenabläufe.

Speaker1: Und wenn ich, und ich arbeite ja sehr, sehr viel mit Selbstständigen und mit

Speaker1: Unternehmenden und mit Unternehmerinnen, die wirklich wissen,

Speaker1: wozu sie auf der Welt antreten und wieso sie Gas geben und was sie bewirken wollen.

Speaker1: Und die müssen Begeisterungsmanagement, nenne ich das, lernen,

Speaker1: weil wir begrenzen uns gerne in Dinge, die wir schon erkannt haben,

Speaker1: das uns nicht gut tun, wenn überhaupt.

Speaker1: Aber das ist noch leicht, das ist noch relativ leicht, weg von geht.

Speaker1: Aber dann zu wissen, was man ist, wer man ist, was man will,

Speaker1: wie man es will, wie es sich gut anfühlt, dieses Flow-Gefühl,

Speaker1: was uns alle beigebracht haben, Strebe nach dem Flow.

Speaker1: Ich habe Jahrestrainings entwickelt mit einer Kollegin,

Speaker1: wo wir mit körperzentrierten und mentalen Techniken Leute über ein Jahr begleitet

Speaker1: haben, teilweise online, dann wieder über Seminare und Workshops,

Speaker1: wo die wirklich Türen aufgemacht haben für sich von, schon vorher ist es nicht

Speaker1: gegangen und sie wussten nicht, wer sie sind und nach einem Jahr haben die ihr

Speaker1: Business hingestellt und haben sich, also es war irre, irre,

Speaker1: absolut irre, was dann möglich war und viele davon waren zwei Jahre später krank

Speaker1: oder im Burnout oder haben wieder aufgehört.

Speaker1: Und da war dann vollkommen klar, Moment, dafür stehe ich nicht zur Verfügung,

Speaker1: das ist ja aus Missbrauch.

Speaker1: Und da habe ich mich dann sehr viel miteinander auseinandergesetzt,

Speaker1: aber die haben endlich in ihre Begeisterung gefunden, in ihre Lebensfreude gefunden,

Speaker1: in ihre Sinnhaftigkeit und haben das gemacht, von dem sie wichtig wissen,

Speaker1: dass das ihr Auftrag ist.

Speaker1: Und dann haben sie sich nicht mehr in den Stressrhythmus, den der Körper und

Speaker1: die Natur vorgibt, begrenzt.

Speaker1: Und ganz vielen aktiven, hochaktiven Menschen, die wissen, was sie auf der Welt

Speaker1: eigentlich bewirken sollten, passiert das.

Speaker1: Die gehen so unrhythmisch an ihr Tun heran. Viele davon haben Jahrzehnte gewartet,

Speaker1: um endlich sein zu dürfen, wer sie sind.

Speaker1: Und dann haben sie das vollkommen ohne Rhythmus gelebt und geben nur mehr Gas,

Speaker1: fühlen sich dabei in der Stressaktivierung mit Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin gut,

Speaker1: spüren parallel aber auch ihre Körpersignale nicht, das ist der Sinn von dieser

Speaker1: Stresschemie, und sagen, es geht mir gut, ich habe das im Griff und sind dann

Speaker1: entweder nach einiger Zeit mental verbraucht und oder körperlich verbraucht

Speaker1: oder haben eine Krankheit gekriegt oder einen Burnout oder eine Diagnose und

Speaker1: dann haben sie alles verpufft und eigentlich langfristig nichts bewirkt.

Speaker1: Und mit dieser Erkenntnis, Ich sage, wenn ich Menschen wirklich unterstützen

Speaker1: will, dann muss ich sie gar nicht auf dem Weg unterstützen, herauszufinden,

Speaker1: wer sie wirklich sind, sondern ich muss ihnen beibringen, dass das Leben im 21.

Speaker1: Jahrhundert vollkommen gegen

Speaker1: unsere inneren Zell- und Rhythmus- und Nervensystembedürfnisse rennt.

Speaker1: Und wenn wir das verstehen, dass gesunder Stress zwingend drei Phasen hat,

Speaker1: dann kann man natürlich auch in stressigen Zeiten, mein Oktober war gerade ein Albtraum,

Speaker1: Einfach stützen, was notwendig ist, aber dann auch wissen, okay,

Speaker1: jetzt ist dann wieder Zeit, das und das in den Vordergrund zu legen,

Speaker1: weil jetzt ist die Phase 2 wichtig und die Phase 3 wichtig und wie kann ich

Speaker1: die stärken, auch wenn es aktiv wird.

Speaker1: Das heißt, wenn Menschen dann von dieser Basis aus richtig an die Herausforderungen

Speaker1: des Lebens herangehen und sich nicht um ihre Körperschichten schleichen,

Speaker1: sage ich jetzt dann einmal so flapsig, was da zu tun ist und zu wissen ist,

Speaker1: dann können sie das, was die Begeisterung,

Speaker1: was sie sein sollen, was bei ihnen Begeisterung auslöst, wo sie motiviert sind,

Speaker1: wo sie Wumms haben, wo sie immer mehr Wumms haben, einfach nicht nur durchhalten,

Speaker1: sondern sogar steigern, weil wir brauchen als Körper Stress, um zu wachsen.

Speaker1: Aber nur, wenn wir ihn gesund verstehen. Und da sind so Sachen wie Mitochondriengesundheit relevant,

Speaker1: wie Stoffwechsel da funktioniert, ob mein Mikrobiom, mein Darmmikrobiom in Ordnung ist,

Speaker1: wie ich mein Nervensystem ansteuere, ob ich eine Sympathikusphase viel zu große

Speaker1: habe und ob mein Parasympathikus jemals vorkommt, wie ich meine Gehirngesundheit lebe.

Speaker1: Das sind lauter Sachen, die jetzt belegt sind, belegbar sind und einen ganz klaren

Speaker1: Ein Rufzeichen haben, das muss so sein, nur weil wir es wegdenken,

Speaker1: weil wir glauben, wir sind gescheiter, weil wir glauben, dass wir das im Griff

Speaker1: haben oder weil wir uns selber blenden, indem wir einfach was tun,

Speaker1: wo wir Freude haben und dann nicht drüber nachdenken müssen,

Speaker1: ob das trotzdem Ressourcen verbraucht wird.

Speaker1: So funktioniert das halt nicht. Und wenn wir das richtig machen,

Speaker1: dann gehen wir in unser Potenzial, in unsere Größe und werden Starkstromkabel

Speaker1: und kriegen Sachen hin, die dann eben nicht heißen.

Speaker1: Und wenn ich mit 60 spätestens dann 65, 70 in Pension gehe, falle ich um und bin nur mehr krank.

Speaker1: Und das sind dann eh schon die Vorzeigemodelle, weil viele fallen jetzt mit 40 aus.

Speaker1: Gerade Frauen in der Perimenopause, wenn sich hormonell verschiedene Dinge verschieben,

Speaker1: dann ist es sehr relevant zu wissen, was jetzt wichtig ist, damit wir gesund alt werden können.

Speaker1: Und gerade Frauen, so ab 40, haben einen unglaublichen Drive,

Speaker1: sich zu verändern und jetzt Dinge zu machen, die die Welt braucht.

Speaker1: Von der Strukturerhalterin für Familie dann zu etwas zu gehen,

Speaker1: was das ist eine Phase, die ja der Wechsel auch wirklich ist.

Speaker1: Und da zum Beispiel wird es dann so sichtbar. Wie komme ich aus dem Alltagsstrudel?

Speaker1: Da haben meistens immer noch Kinder in der Absorge und lauter Dinge zu tun,

Speaker1: die ja trotzdem so sind. Und dann müsste sich aber noch Energie öffnen für Selbstständigkeit,

Speaker1: wieder was Neues, ein neuer Beruf, Berufung. Wie soll das gehen?

Speaker1: Und da öffnen sich tatsächlich wieder Türen, Dinge neu zu verstehen,

Speaker1: neu zu lernen und dann geht das in eine kraftvolle Veränderung.

Speaker1: War das ungefähr eine Antwort?

Speaker0: Ja, das ist eine tolle Antwort.

Speaker0: Ich schreibe überhaupt nicht.

Speaker1: Wo ich anfange, was ich mache, wie ich tue. Aber das ist das,

Speaker1: was das Umdenken meiner Ansicht nach ist, an dem ich arbeite.

Speaker1: Mit Teams, mit Einzelpersonen.

Speaker1: Und das halte ich für unglaublich wichtig, weil ich glaube, das ist der Game

Speaker1: Changer, der das 21. Jahrhundert machbar werden lässt.

Speaker1: Und so viele Menschen wieder in ihre Lebensfreude führen könnte,

Speaker1: weil Lebensfreude und Begeisterung so viel Energie kosten auf Zellebene,

Speaker1: sind das die zwei Dinge, die auch sofort sterben, wenn der Körper nicht mehr in seiner Energie ist.

Speaker0: Naja, das ist durchaus ein Thema, das eben gerade bei so Veränderungsprozessen

Speaker0: auch sehr vordergründig ist.

Speaker0: Also bei einer Depression und so weiter sind ja mitunter wichtige Gründe,

Speaker0: warum sich jemand beruflich verändern möchte.

Speaker0: Und ist auf diesen Gedankenansatz dann auch leichter zu verstehen,

Speaker0: warum das immer wieder kommt oder warum man dann von einem Burnout ins nächste freut.

Speaker1: Das ist eben auch so, wir lernen ja Rhythmen nicht, sondern wir haben dann Techniken

Speaker1: gefunden, wie wir uns schnell mal regenerieren und dann gehen wir wieder ins Tun.

Speaker1: Und viele Frauen vor allem in diesen 40er bis 50er Jahren wissen, es muss sich was ändern.

Speaker1: Der Wechsel ist ja nicht nur der Wechsel im Hormonbereich, sondern da geht es

Speaker1: um einen Wechsel von Lebensphasen.

Speaker1: Und da wissen Sie, es muss sich was ändern. Sondern es ist aber ganz auch das

Speaker1: Problem, dass Sie vorher in so ein Burnout, eine Depression,

Speaker1: in eine Erschöpfungs- oder Stresskrankheit gelaufen sind und dass der Körper gelernt hat,

Speaker1: Aktivierung runterzuregeln, weil es als unsicher vom Hirn eingestuft wird.

Speaker1: Das heißt, ganz viele Menschen, die vorher schon einmal in einem Burnout waren,

Speaker1: kommen nicht mehr zurück ins Starkstromkabelsein, weil ihr Hirn weiß,

Speaker1: Mädel, oder wenn du nicht was anderes vorher anders lernst, dann führt das zum

Speaker1: selben dramatischen Ergebnis.

Speaker1: Das werde ich nicht zulassen.

Speaker1: Und die, die das spüren, kommen gar nicht hoch. Da muss man dann wirklich auf

Speaker1: Zellebene umtrainieren,

Speaker1: auch neuroplastisch im Hirn umtrainieren und Dinge neu lernen,

Speaker1: damit das System sagt, okay, mit diesem Wissen lasse ich dich jetzt deinen nächsten

Speaker1: Experiment machen, weil da hat sich was verändert.

Speaker1: Das ist das eine. Und die anderen, die gehen da Vollgas wieder drüber,

Speaker1: hauen sich sofort wieder in die Stresschemie, zünden dann wieder ihre Prozesse

Speaker1: im Hintergrund an, weil sie sie ja nicht spüren und weil dann wieder die Entzündungen

Speaker1: und all diese Geschichten hochkommen. und dann fetzt es wieder raus.

Speaker1: Und diese zwei Dinge sehen wir momentan massiv, diese zwei Stränge im Verhalten

Speaker1: sozusagen, sind wir momentan massiv da draußen in der Welt,

Speaker1: weil ganz viele Menschen mit Burnout und mit Stresserkrankungen zu tun haben

Speaker1: und dann kommen sie entweder wieder hoch und in dieselbe Schiene rein oder sie

Speaker1: kommen gar nicht mehr ins aktive Tun auf 100 oder 120 oder was auch immer Prozent.

Speaker1: Das kann man lernen. Man kann das verstehen, man kann das umdringen,

Speaker1: man kann es richtig machen.

Speaker0: Das ist ja wenigstens mal eine Perspektive. Das wäre schon mal wichtig, nicht?

Speaker1: Ich glaube, oder? Da lässt er sich arbeiten.

Speaker0: Bei dem Hintergrund, dass wir ja zunehmend länger arbeiten werden müssen.

Speaker0: Und ja, man sieht natürlich dann Fragen, wenn die Leute mit 40 schon so verbraucht

Speaker0: sind, dass sie eigentlich nicht mehr in die Kraft kommen. Wie soll das gehen bis 70 oder so?

Speaker1: Und wir unterschätzen hier sehr das Zusammenspiel von Stoffwechsel und Hormonen

Speaker1: und die Hormone entscheiden, was wir denken und was wir sind und was wir tun

Speaker1: können und da finde ich es immer total spannend,

Speaker1: dass da das Mikrobiom zum Beispiel so eine unglaublich große Rolle im Darm spielt.

Speaker1: Weil wir über die Fülle der Bakterien, die da in uns sitzen,

Speaker1: einfach dann zum Beispiel unsere Serotonin-Produktion steuern.

Speaker1: Und Serotonin ist dieses Hormon, das dafür zuständig ist, oder der Botenstofftransmitter,

Speaker1: der dafür zuständig ist, dass wir Wohlgefühl und Zufriedenheit überhaupt erfahren können.

Speaker1: Und das hat mit unserem Lebensstil massiv zu tun und keiner bringt da das bei.

Speaker1: Oder unsere Dopamin-Rezeptoren, dass wir schauen müssen, dass unsere Dopamin-Produktion

Speaker1: und Aufnahme nicht durch das 21.

Speaker1: Jahrhundert und die vielen, vielen Einflüsse, die da dagegen sprechen,

Speaker1: prokultiert werden, es sind viele junge Erwachsenen, die haben ein Problem mit

Speaker1: ihrer Dopamin-Versorgung, sage ich jetzt, durch Einflüsse, die wir nicht verstanden

Speaker1: haben, wie die Kinder waren.

Speaker1: Und deswegen hat halt wieder jede Generation auch unterschiedliche Probleme

Speaker1: in dem Bereich Und auf Zellebene vereint sich das, weil beim Stress ist es so

Speaker1: schwierig, von einem gemeinsamen Nenner zu sprechen.

Speaker1: Weil einer reagiert psychisch, einer wird laut, einer wird leise,

Speaker1: einer wird beinerlich, einer wird aggressiv.

Speaker1: Dann gibt es wieder welche, die einfach mental sich nicht konzentrieren können

Speaker1: und Sprachfindungsstörungen haben. Und dann gibt es welche, die einfach viel krank werden.

Speaker1: Und dann gibt es welche, die spüren gar nichts und fallen irgendwann einmal

Speaker1: mit Burnout oder mit irgendeiner ganz ernsten Erkrankung oder Autoimmunerkrankung.

Speaker1: Auf der Oberfläche hat hier jeder seine Muster, weil wir auch fünf verschiedene

Speaker1: Stressachsen haben im Körper.

Speaker1: Und da kommt dann wieder halt auch die Prägung und die Neigung und das,

Speaker1: was wir gelernt haben dazu.

Speaker1: Und das macht Zell so unfassbar.

Speaker1: Zellstress so unfassbar. Aber wenn man es von der Zelle denkt,

Speaker1: Dann plötzlich hat es einen gemeinsamen Nenner und wir schauen nicht mehr auf

Speaker1: Single-Lösungen von jemandem,

Speaker1: der sich nicht mehr konzentrieren kann und schicken den dann auf eine Selbstorganisationsschulung

Speaker1: und der andere kriegt eine Psychotherapie, weil er jetzt plötzlich weint.

Speaker1: Das ist so ein unsinniges Konzept sozusagen aus der Verzweiflung heraus,

Speaker1: dass man an der Oberfläche dann versucht, den Eisberg zu behandeln.

Speaker1: Und wenn wir da auf die Zelle schauen, wissen wir inzwischen wirklich,

Speaker1: was der gemeinsame Nenner ist und wo wir es wirklich angehen müssen und können.

Speaker0: Und was schätzt du, wie lange dauert so ein Prozess, sagen wir mal,

Speaker0: von einem zivilisatorisch krankgemachten Organismus zu einem gesunden Stressverhalten?

Speaker1: Und ich kann diese Sachen ganz schlecht beantworten, weil es so ankommt auf die Dauer,

Speaker1: dass schon ab wann sich das zum Beispiel der Stoffwechsel in Wirklichkeit schon

Speaker1: entgleist ist oder was wir da für Erfahrungen haben.

Speaker1: Aber ich mache auch so stressless Check-Ups, wo die Leute halt kommen und dann

Speaker1: Fragebogen und einmal evaluieren und dann Blutbefund und gesunden Untersuchungen

Speaker1: mit gewissen Werten, die ich ihnen vorschlage.

Speaker1: Einheben und möglicherweise auch gleich eine Mikrobiomuntersuchung.

Speaker1: Also so einmal auch in der medizinischen Welt andockend eine erweiterte Untersuchung,

Speaker1: eine gesunde Untersuchung in Richtung Stress machen,

Speaker1: Wo man dann halt einige die Stressachsen auswertet sozusagen auch.

Speaker1: Und da gibt es einige, die kommen und haben eh gar keine wirklichen Herausforderungen noch.

Speaker1: Da macht man eins oder ganz kleine, weil ich schaue ja nicht auf etwas,

Speaker1: was schon kaputt ist, sondern ich schaue darauf, was sich verschiebt,

Speaker1: was sich beginnt zu verschieben. Dann weiß ich, okay, der Mensch ist eher die

Speaker1: Nebennierenstressachse oder die Schilddrüse.

Speaker1: Und dann gibt es Übungen dazu, dann gibt es Bewegungskonzepte oder Ernährung

Speaker1: oder Tipps einfach aus dem Bereich Bewegung, Atmung, Schlaf,

Speaker1: Ernährung und wenn man das früh erwischt,

Speaker1: dann kann man da wunderbar gegensteuern und sich so, wenn man das alle zwei

Speaker1: Jahre mal macht, schauen, ob man sich eh wirklich nicht anlügt,

Speaker1: weil das ist ja das, was der Stress tut im Hirn, man spürt sich nicht und sagt, das geht schon.

Speaker1: Und das kann man immer wieder machen. Da bleiben die Leute sehr gut selber am

Speaker1: Weg, auch wenn sie eigentlich eine andere Prägung gehabt haben.

Speaker1: Wenn das schon jahrzehntelang in eine andere Richtung gegangen ist,

Speaker1: kann es auch mal sein, dass man einfach eine Weile intensiver zusammenarbeiten

Speaker1: muss, um da die Parameter in Ordnung zu bringen.

Speaker1: Aber ich habe ganz viele Klienten, die zum Beispiel auch schon sehr lang durch

Speaker1: die Medizin gereicht werden, weil Ärzte da eben erst hinschauen.

Speaker1: Das ist ihr Job, wenn es krank ist, aber noch nicht diese Vorherverschiebungen

Speaker1: berücksichtigen gelernt haben.

Speaker1: Und dann hat sich schon viel verschoben und dann kann man mit einigen von diesem

Speaker1: Riesenuniversum an möglichen Interventionen zum Beispiel trotzdem sehr schnell

Speaker1: nach zwei Wochen plötzlich schon viel mehr Kraft im System haben.

Speaker1: Und dann muss man allerdings immer auch umlernen, weil diese Zellhacks,

Speaker1: diese Biohacks, die auch herumgehen, die sind super wirkungsvoll.

Speaker1: Und damit kann man auch Zellen sofort und sehr schnell und auch wegen Stressphasen gut entlasten.

Speaker1: Das geht eigentlich oft überraschend schnell mit Substituieren von dem einmal

Speaker1: und da zuführen und dann wieder auffüllen von dem und gleichzeitig ein bisschen anders atmen und so.

Speaker1: Aber das, was ein bisschen Zeit braucht, ist, sich diese Prägungen im Umgang

Speaker1: mit dem Stress umzutrainieren.

Speaker1: Da muss man manchmal einfach auch ein Seminar sich geben, um die Phasen zu verstehen.

Speaker1: Unsere Gesellschaft wertschätzt die Phase 1, das Tun, das Aktivieren,

Speaker1: das Produzieren, das Schaffen extrem, aber die Phase 2, den Ausgleich auf Zell-Ebene überhaupt nicht.

Speaker1: Da sind wir ja gleich faul und das ist Luxus.

Speaker1: Und in Wirklichkeit ist das die Voraussetzung dafür, dass die Phase 1 überhaupt funktionieren kann.

Speaker1: Und das Spannende ist die Phase 3, das Verarbeiten funktioniert nur,

Speaker1: wenn die Phase 2 funktioniert hat. So, und jetzt haben wir immer nur Phase 1,

Speaker1: das ist wie wenn ein Mensch sein Leben lang nur einatmen möchte.

Speaker1: Kommt einem auch blöd vor, oder? Das ist schon nicht ganz wirkungsvoll.

Speaker1: Aber wir tun das faktisch auch, also ein Stressrhythmus verändert sich auch

Speaker1: unter Atmen in Richtung Sympathikusaktivierung ins Einatmen.

Speaker1: Und so gehen wir durchs Leben. Und das halt oft schon viele Jahre und dann muss

Speaker1: man das umtrainieren und das ist dann wieder eine Arbeit, das richtig in einen Rhythmus zu legen.

Speaker1: Der wirklich langfristig gesundheitsförderlich ist und auch uns zu einem Starkstromkabel

Speaker1: werden lässt, weil er dann auch die Kraft, die faktische Ressourcen immer mehr

Speaker1: werden, das dauert dann unter Umständen schon eine Weile, wie lange man halt

Speaker1: gegen seine Prägungen antritt.

Speaker1: Aber viele, die das erstmal richtig verstanden haben,

Speaker1: gehen ganz anders von selber dann durch ihr Leben und richten sich das völlig neu ein.

Speaker1: Aber der Prozess des völlig neu einrichtens ist dann halt oft trotzdem ein Jahr oder so.

Speaker1: Aber die schnellen Ergebnisse gehen manchmal in Wochen. Ja, super.

Speaker0: Na, das klingt ja wahnsinnig spannend.

Speaker0: Also ich danke dir mal für den Einblick in dein Betätigungsfeld.

Speaker0: Ich denke mir mal, dass das für

Speaker0: viele der ZuhörerInnen einmal so eine ganz wichtige neue Information ist.

Speaker0: Du hast gesagt, du unterstützt ja auch Firmen.

Speaker1: Ja.

Speaker0: Ja, was machst du mit Firmen?

Speaker1: Einerseits baue ich mit ihnen ein, dann begleite ich sie zuerst einmal oft in

Speaker1: den ersten Schritten für ein wirklich fundiertes, betriebliches Gesundheitsmanagement, das im 21.

Speaker1: Jahrhundert dazu führt, dass Menschen veränderungsfähig sind, Menschen und Teams.

Speaker1: Also es geht zur Vorbereitung von Change-Management-Prozessen und Change-Prozessen.

Speaker1: Und ich habe immer wieder sehr, sehr viel Beratung auch eingeführt.

Speaker1: Und da hat sich jetzt, und dann Stress als Supervision. Also wenn Teams schon

Speaker1: langen Stress haben, dann einfach so ein bisschen einmal im Monat eine Teamsupervision,

Speaker1: dann machen wir immer wieder auch anfallweise sozusagen Aufklärungsworkshops

Speaker1: von gesundem Stress, wie das überhaupt geht.

Speaker1: Und was auch sehr gut für Firmen ankommt, ist, ich habe so Online-Produkte,

Speaker1: wir haben ja mein Studio entwickelt,

Speaker1: wo wir so ganz eigens entwickelte und zusammengetragene Techniken für den gesunden

Speaker1: Stress im Alltag anleiten, mein Tim und ich, und da immer wieder neue Einheiten reinstellen.

Speaker1: Es sind immer alle Einheiten verfügbar.

Speaker1: Das sind so sieben Minuten Einheiten, halbe Stunden, Stunden,

Speaker1: dann auch Rezepte und so.

Speaker1: Also wirklich sehr viel Material verfügbar, das sich eben von Woche zu Woche ändert.

Speaker1: Also es ist immer alles da, aber es wird dann frisch hochgeladen,

Speaker1: dann einmal das Relax-Nex oder das Rezept oder so, damit das jahreszeitlich auch abgestimmt ist.

Speaker1: Und diese Dinge unterstützen Firmen zum Beispiel auch sehr, weil dann gibt es

Speaker1: auch eben lauter Sieben-Minuten-Einheiten.

Speaker1: Und wenn dann einmal Teams wissen, okay, am effizientesten arbeitet das Hirn in dieser 25-5-Saison,

Speaker1: 25 Minuten Monotasking ohne Störung und dann 5 Minuten, 7 Minuten Pause und dann wieder 25 Minuten.

Speaker1: Und man hat dann gleich in der Hosentasche, so heißt das auch Wunderstudie in

Speaker1: der Hosentasche, seine 7-Minuten-Einheiten, ob man mal durchatmet oder aktiviert

Speaker1: oder dann eben runterkommt.

Speaker1: Wenn man da ein bisschen verstanden hat, worum es geht, dann sind das sehr hilfreiche Tools für Firmen.

Speaker1: Aber was ganz wichtig jetzt in meinen Vordergrund gerutscht ist,

Speaker1: ich will und kann nicht alle Firmen einzeln beraten.

Speaker1: Erstens einmal kostet das Zeit, die andere Firmen nicht haben,

Speaker1: da zu warten, bis ich da bei einem durch bin und andererseits ist natürlich

Speaker1: jede Firma, jede Branche vollkommen neu, anders.

Speaker1: Selbst wenn das dieselbe Branche ist, hat jede Firma dann trotzdem andere Regeln

Speaker1: und dann gibt es Remote-Arbeit und Team-Arbeit und dann wieder Einzelmenschen,

Speaker1: die nur für sich arbeiten, dann sehr viele, die unterwegs sind,

Speaker1: dann gibt es solche, die haben Schichtdienst, dann gibt es solche,

Speaker1: die essen gemeinsam, man gibt solche, die essen gar nicht.

Speaker1: Und das hat so unterschiedliche Implikationen für das Gesundheitsmanagement,

Speaker1: dass es irgendwie niedersinnig scheint, wenn da jetzt Einzelpersonen reingehen

Speaker1: und sagen, ich weiß, was für dich die Lösung ist.

Speaker1: Nämlich nicht nur jetzt, sondern in Zukunft. Das ist ja irgendwie total überheblich.

Speaker1: Und da haben wir jetzt begonnen, Resilienzbeauftragte auszubilden für die Firmen.

Speaker1: Die sie bekommen aus der Firma, haben schon Firmenerfahrung,

Speaker1: Branchenerfahrung, Fachkenntnis,

Speaker1: also es sind keine frischpfandten Frischlinge, die sich selber sozusagen gerade

Speaker1: erst einarbeiten in dem Bereich, sondern sie bringen Erfahrung mit und haben

Speaker1: bitte auch schon selber Stresserfahrung in ihrer Branche.

Speaker1: Und die, wenn man dann so eine Firma von 20 bis 100 oder 200 Leuten pro Team

Speaker1: vielleicht einen schickt oder halt immer ein bisschen auch mehrere,

Speaker1: also ein, zwei, drei aus dem Unternehmen, je nachdem wie groß das ist, aus den Bereichen,

Speaker1: Die bilden wir aus.

Speaker1: Also die kommen dann zu uns, dann machen sie so ein paar Basis-Info-Geschichten,

Speaker1: weil das ja wirklich ganz anders gedacht wird.

Speaker1: Und dann erarbeiten wir mit der Firma und denen, was für ihre Firma relevant ist.

Speaker1: Und dann machen die modular diese Ausbildungen dann genauso,

Speaker1: dass zum Beispiel, wenn auch drei verschiedene aus einer Firma kommen,

Speaker1: dann ist einer vielleicht als Ansprechperson für gestresste Menschen zuständig.

Speaker1: Der kriegt dann andere Module als einer, der vielleicht die Prozessentwicklung

Speaker1: neu mitdenken soll oder die Innovationsabteilung stützen soll.

Speaker1: Also je nachdem, was da auch dann diese Resilienzbeauftragten im Unternehmen

Speaker1: tun sollen, kriegen die dann unterschiedliche Folgemodule.

Speaker1: Was halt auch den Vorteil hat, dass sie dann nicht alle dasselbe Wissen haben,

Speaker1: sondern miteinander wirklich ein Gremium bilden von unterschiedlichen Wissensbestandteilen,

Speaker1: die aber natürlich auf derselben Theorie aufbauen.

Speaker1: Und das ist unglaublich hilfreich, weil das dann die Firmen wirklich dazu befähigt,

Speaker1: ohne weitere von außenen Zurufe, die oft so Fleckerlteppich,

Speaker1: einer macht hier was und einer macht hier was und einer macht dann das was,

Speaker1: von innen wirklich ein Kompetenzfeld aufbauen, dass die Betriebe,

Speaker1: Betriebe, den Betrieb, die Prozesse, all diese Abläufe und die Entwicklungen

Speaker1: auch wirklich eben auf das 21.

Speaker1: Jahrhundert und ihre Situation zugeschnitten, dann entwickeln,

Speaker1: mitentwickeln helfen können.

Speaker1: Und das halte ich für eine langfristige Möglichkeit, einerseits das Wissen zu

Speaker1: vervielfältigen und andererseits den Unternehmen auch wirklich ihre Kompetenz

Speaker1: zurückzugeben, nämlich ihren Job zu machen, auch wenn das 21.

Speaker1: Jahrhundert andere Spielregeln hat. Ja.

Speaker0: Ich finde es sehr spannend, was mir jetzt eingefallen ist, so wie du das jetzt

Speaker0: geschildert hast, dass das ja quasi super Aufgaben wären für die Generation 50 plus.

Speaker0: Also sozusagen da die älteren Personen oder die Dienstältesten da ein bisschen

Speaker0: zu integrieren, ihren wirklichen Mehrwert auch zu nützen.

Speaker1: Absolut, absolut. Das ist etwas, was ich wirklich auch empfehle an Firmen,

Speaker1: Menschen, die schon die Erfahrungen haben über die Veränderungsprozesse der

Speaker1: letzten Jahrzehnte und ihre eigenen Veränderungsprozesse.

Speaker1: Weil Menschen, die jetzt 50 plus sind oder 45, 50 plus sind,

Speaker1: die haben ja nicht nur schon sehr viel in ihrem Arbeitsleben erlebt,

Speaker1: sondern auch schon ihre eigenen Veränderungen über den Arbeitsalltag und über

Speaker1: die Lebensphasen hindurch mitbekommen.

Speaker1: Und ein gutes BGM, also ein betriebliches Gesundheitsmanagement,

Speaker1: ist auch ein Generationenmanagement.

Speaker1: Und das, was da sehr, sehr viel an Kompetenz da ist, darf und soll bitte auch

Speaker1: immer auch noch in Firmen ergänzt werden durch die junge Generation,

Speaker1: weil die ein bisschen andere Probleme mitbringt, durch das meistens zum Beispiel Smartphones.

Speaker1: Das ist eine ganz große Problemquelle, weil die die Hirn anders geschult haben

Speaker1: durch sehr frühen Smartphone-Kontakt zum Beispiel.

Speaker1: Da wäre es wirklich viel wertvoll für das Unternehmen,

Speaker1: die Erfahrung von 45 plus Mitarbeitenden zu nutzen und dann zu ergänzen von Menschen,

Speaker1: die schon eine Weile in der Branche das haben, ob du vielleicht eine andere

Speaker1: Generation oder eine andere Lebensphase sind.

Speaker0: Voll spannend, voll spannend. Ja, und jetzt hast du es auch vorhin schon kurz

Speaker0: angerissen, diese Akademie, die ihr da habt, wo ihr Menschen ausbildet.

Speaker0: Können da Privatpersonen auch?

Speaker1: Ja, ja, wir bilden auch generell aus.

Speaker1: Also generell ist es so, dass wir sehr, wir bauen gerade eben diese Bildungsinstitution

Speaker1: auch so auf, dass alles modular ist.

Speaker1: Und das hat den Hintergrund, dass wir sehr viele Basis-Workshops,

Speaker1: Sollen so viele Menschen wie möglich machen, weil jeder einzelne Mitarbeitende

Speaker1: und jeder einzelne, der auch nur einfach eine Familie zu führen hat oder Menschen

Speaker1: pflegt oder Menschen, die mit Menschen arbeiten.

Speaker1: Denn dieses Wissen, dieses Basiswissen ist einfach für alle unglaublich wichtig.

Speaker1: Und deswegen mischt sich das auch so. So Basismodule sind sowieso für alle offen.

Speaker1: Es wird einige wenige geben, die dann nur Sinn machen, wenn du die ganze Ausbildung machst.

Speaker1: Nämlich so, wie läuft das in deinem Unternehmen oder so. Das sind dann Dinge,

Speaker1: die geschlossen sind, aber der Großteil von unseren Angeboten ist so aufgebaut,

Speaker1: dass alles modular einzeln buchbar ist,

Speaker1: weil zum Beispiel Beraterinnen oder Physiotherapeuten ganz andere Module als

Speaker1: Fortbildung brauchen können als Menschen, die zum Beispiel Betriebsräte sind

Speaker1: oder eben Produktionsleiter.

Speaker1: Das ist ganz was anderes.

Speaker1: Und deswegen bauen wir gerade mit sehr vielen Aha-Erlebnissen ein ganz modulares

Speaker1: System auf, wo jeder wirklich auch dann Einzelmodule, die sind so gut wie immer

Speaker1: so aufgebaut, dass jeder einfach sich dann das rausnehmen kann, was er auch braucht.

Speaker1: Man muss nicht die ganze Ausbildung machen, um bei uns sich auf den gesunden

Speaker1: Stress im 21. Jahrhundert vorbereiten zu lassen.

Speaker0: Sehr gut, super. Das ist ein perfektes Schlusswort.

Speaker0: Wenn du jetzt noch einen guten oder deinen besten Tipp mitgeben könntest für

Speaker0: unsere ZuhörerInnen, was sie so tun können für gesunden Stress.

Speaker1: Regeneration ist keine Erholung. Ich sage immer, man darf das nie wieder sagen,

Speaker1: die Phase 2, dieses Erholung.

Speaker1: Das parasympathisch, Vagusnerv, ausgleichendes System in uns wird bei uns als Luxus, als Erholung.

Speaker1: Wenn ich fertig bin, dann belohne ich mich.

Speaker1: Wenn ich viel gearbeitet habe, dann habe ich einen Tag Thermen verdient.

Speaker1: Bitte denkt das nie wieder so.

Speaker1: Ausgleich ist eine Phase der Arbeit. Wenn ich nur einatme, falle ich irgendwann um.

Speaker1: Und all das, was in der Phase 1 Aktivierung, also in der Aktivierung,

Speaker1: Stress und so eingeschaltet ist, heißt, dass im Körper vieles ausgeschaltet

Speaker1: sein muss, wie zum Beispiel die Zellheilung, Verdauung, Empathie, Fortpflanzung.

Speaker1: Und daher erkennt man schon, wenn wir so tun, als wäre einmal nichts tun und

Speaker1: Ausgleich und für sich sorgen, etwas, was wir uns nur gönnen können,

Speaker1: wenn wir mit was fertig sind und dann nur als Luxus und Urlaub und so,

Speaker1: dann rennt da was total verkehrt, weil das ist wie wenn du nur verdauen würdest,

Speaker1: wenn du gerade einen Urlaub hast.

Speaker1: Das ist ja total, wenn man das mal so ausspricht, wirkt es auch ein bisschen eigenartig.

Speaker1: Also es gehört zwingend zum Alltag dazu, in Blitzeinheiten, in Fünf-Minuten-Einheiten,

Speaker1: dann auch manchmal in einer halben Stunde, manchmal dann auch in mehr als einer

Speaker1: halben Stunde, das so in den Alltag zu integrieren, dass diese Phase 2, der Ausgleich,

Speaker1: als Teil der kompletten Arbeit gerechnet wird.

Speaker1: Weil nur wenn die Phase 2 passiert, dann können wir dann auch spielerisch denken,

Speaker1: Experimente machen, kreativ sein, unser Hirn vollständig nutzen und Dinge verarbeiten.

Speaker1: Und das ist zwingend Arbeit. Bitte sagt nie wieder Erholung dazu.

Speaker1: Das ist Ausgleich. Es ist wirklich ein anderes Wort, weil wir sonst vielleicht

Speaker1: diese Verwirrung haben.

Speaker1: Anderes Wort, Ausgleich. Es ist zwingend notwendig, um überhaupt die Phase 1

Speaker1: zielführend durchführen zu können.

Speaker1: Ausgleich ist Arbeit, kein Luxus.

Speaker0: Super. Lieber Barbara, vielen Dank für dieses wirklich spannende Gespräch.

Speaker0: Ich denke, da werden sich viele einiges mitnehmen können.

Speaker0: Deine Kontaktdaten werden natürlich in den Shownotes geben, natürlich verlinkt.

Speaker0: Und wer dann noch mehr wissen will, kann sich ja dann sehr gerne an dich wenden.

Speaker1: Vielen Dank, dass ich da sein durfte, dass ich dir von meiner Begeisterung meinen

Speaker1: Beruf erzählen darf und damit auch deinen Zuhörenden.

Speaker1: Ich freue mich über alle, die Fragen haben. Bitte einfach wirklich melden. Es ist so ein

Speaker1: ein weltveränderndes Thema. Da freue ich mich auf alles, was noch kommt und

Speaker1: vielen Dank fürs mit mir darüber applaudieren.

Speaker0: Sehr, sehr gerne. Ich bedanke mich für deine Zeit und auch für deine Inhalte

Speaker0: und natürlich auch für unser wertes Publikum,

Speaker0: dass sie immer wieder einschalten, dass sie uns auch diesmal wieder zugehört

Speaker0: haben und bitte, wenn ihr jemanden kennt, wo ihr das Gefühl habt,

Speaker0: der braucht das unbedingt, dann empfehlt es diese Folge,

Speaker0: und schaltet es wieder ein in zwei Wochen. Baba!

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