Folge 72 - Vom Bore-out zur Berufung: Warum Unterforderung genauso krank macht wie Stress

Shownotes

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Transkript anzeigen

00:00:00: Und da war dann schon die Frage nach dem Sinn, also die kam ja schon dort auf,

00:00:05: was gebe ich denn jetzt meinen Kindern so als Wert im Leben mit,

00:00:09: was sage ich ihnen, was ich tue zu einer Welt,

00:00:14: in der ich leben möchte, was trage ich dazu bei und da war eben meine innere

00:00:19: Antwort auf diese Frage, dass es auf jeden Fall nicht die Buchhaltung für mich ist.

00:00:25: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung!

00:00:29: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.

00:00:36: Ich bin Claudia Scheer, deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.

00:00:42: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,

00:00:47: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche

00:00:52: Perspektiven und Karrierewege.

00:00:54: Hallo und wieder sind wir mal da, Baba Hamsterrad, Servus Berufung und diesmal

00:01:00: auch wieder mit einem sehr, sehr lieben Gast mit Janett Albrecht.

00:01:06: Liebe Janett, herzlich willkommen, schön, dass du da bist.

00:01:10: Hallo Claudia, vielen Dank für die Einladung und schön, dass ich hier bei dir

00:01:15: sein darf und über Baba Hamsterrad sprechen darf.

00:01:21: Ja, genau. Janett, magst du dich mal nur so kurz vorstellen,

00:01:25: wo kommst du her, wie ist so deine aktuelle Lebenssituation und dann schauen

00:01:30: wir es uns von Beginn aus an.

00:01:32: Genau, richtig. Ja, ich komme aus Berlin und wohne hier mit zwei Kindern,

00:01:36: die sind jetzt neun und elf Jahre alt und mit meinem Mann und bin voll selbstständig

00:01:43: mit zwei unterschiedlichen Einkommen.

00:01:45: Okay, so, das klingt ja schon mal spannend, als ob man mit einmal selbstständig

00:01:51: nicht genug selbstständig arbeiten würde, oder?

00:01:54: Genau, manche brauchen das eben. Okay.

00:02:01: Liebe Janett, kannst du dich erinnern, was du als Kind werden wolltest?

00:02:08: Ich glaube, als Kind wollte ich Pippi Langstrumpf werden. Ah,

00:02:12: super. Weil ich fand das so toll.

00:02:15: Und ja, eigentlich steckt auch schon wieder die Freiheit drin,

00:02:19: die sich so das ganze Leben lang durchgezogen hat.

00:02:21: Und ja, ich würde mal sagen Pippi Langstrumpf.

00:02:25: Was hat dir an der Pippi gefallen?

00:02:28: Ja, dass sie überall hingereist ist und dass sie über alle Hindernisse auch

00:02:32: drüber hinweggegangen ist. und diese starke, mutige, eben voranschreitende,

00:02:37: das war es eben über Grenzen hinweg gehend.

00:02:41: Sehr cool.

00:02:43: Ich war auch ein Fan von Pippi Langstrumpf.

00:02:50: Okay, also Pippi Langstrumpf ist jetzt natürlich keine wahnsinnig erfolgreiche Berufsaussicht.

00:02:57: Wie ist es denn mit dir dann weitergegangen, so schulisch und mit deinen Ideen,

00:03:02: was du werden möchtest und so?

00:03:04: Ja, also ich habe mich da wirklich sehr, sehr schwer getan als Jugendliche,

00:03:09: wenn man da vor die Wahl gestellt wird, was will man denn werden mit 18?

00:03:12: Also es war mir nicht so klar und bewusst.

00:03:15: Also ich wusste, dass ich gerne reise.

00:03:18: Schon als Kind fand ich das sehr interessant.

00:03:21: Und ich, ja, meine Eltern waren selbstständig und da habe ich immer gern mitgeholfen,

00:03:27: wenn sie ihre Kasse gemacht haben, dann habe ich immer schön den Taschenrechner

00:03:32: oder die Tippmaschine dann bedient und fand das ganz toll,

00:03:35: dass ich es irgendwann auch mal blind machen konnte, also ohne hinzuschauen.

00:03:39: Und das waren so zwei Dinge, die mich sehr interessiert haben.

00:03:42: Und deshalb habe ich dann entschieden, einmal hatte ich mich beim Auswärtigen

00:03:46: Amt tatsächlich beworben, aber das hatte dann doch nicht gepasst.

00:03:50: Dann das zweite war so ein duales Studium im Reisebereich, also Touristik,

00:03:58: Fachkraft oder also auf jeden Fall war es ein Studium.

00:04:02: Das hat aber nicht gepasst, weil ich keinen Ausbildungsplatz bekommen habe für den dualen Teil.

00:04:07: Und dann hat mein Vater gesagt, so, jetzt hast du alles probiert.

00:04:12: Jetzt bin ich dran, durch das meine Eltern selbstständig waren,

00:04:15: hatten die viele Kontakte.

00:04:18: Und er hat mir dann eine Bürokaufstelle im Autohaus bei Mercedes besorgt und dann hat er gesagt,

00:04:26: so und das machst du jetzt, du machst das bei uns auch gern und das wird dir

00:04:29: bestimmt Spaß machen und tatsächlich hat mir das auch Spaß gemacht und habe

00:04:34: dann auch meine Ausbildung da mit 1 beendet.

00:04:37: Das hat mir viele Wege eröffnet, weil ich dadurch ein Stipendium erhalten habe

00:04:41: und habe dann auch noch, bevor ich überhaupt den Abschluss machen durfte,

00:04:48: also man durfte erst mit 25 damals den Bilanzbuchhalter machen,

00:04:51: habe ich das schon eher abschließen dürfen, aufgrund meiner guten Empfehlungen

00:04:56: quasi durch die Zeugnisse vorher und,

00:04:59: und war dann eben seit 2001 Bilanzbuchhalter und das habe ich bis 2023 gemacht.

00:05:06: Am Anfang war das auch alles schön und abwechslungsreich. Jetzt im Nachgang

00:05:10: habe ich auch herausgefunden, im Human Design bin ich eben auch jemand,

00:05:14: der so mehr auch die Abwechslung braucht und dass so eintönige,

00:05:18: wiederkehrende Aufgaben mich eben sehr schnell auslaugen.

00:05:22: Und deshalb hatte ich dann eben auch verschiedene Arbeitgeber und habe dann

00:05:26: auch immer wieder neue Projekte zugesprochen bekommen,

00:05:29: was wahrscheinlich der Arbeitgeber schon eher entdeckt hat, dass ich eben eher

00:05:33: so für die Projekte zuständig bin und da er meine Erfüllung finde,

00:05:37: als jetzt im stupiden Abarbeiten, sage ich jetzt mal.

00:05:39: Und ja, also das hat sich, wie gesagt, bis 2023 durchgezogen und das am Ende

00:05:47: der Laufbahn des Bilanzbuchhalters, sage ich jetzt mal, war dann aber eher so

00:05:52: dieser Bore-Out tatsächlich gekommen.

00:05:54: Da war dann kein neues Projekt mehr in Sicht und habe dann auch mit der Depression

00:05:58: heraus gekündigt und habe dann gesagt, nee, jetzt ist hier einfach Schluss.

00:06:02: Ich kann nicht mehr und ich möchte das auch nicht mehr. Ja, okay.

00:06:06: Also, ich darf noch einmal ganz kurz ein bisschen zurückspulen.

00:06:12: Worin hat so deine Tätigkeit in diesem Bereich Bilanzbuchhaltung, Projekt...

00:06:18: Weiß ich nicht, was du da in den Projekten gemacht hast, also auch so in Richtung

00:06:21: finanzielle Geschichten oder wie war das?

00:06:25: Die Projekte waren eben entweder was zu implementieren, also zum Beispiel eine

00:06:30: SAP-Implementierung war zweimal dabei,

00:06:33: bei zwei unterschiedlichen Firmen das als Projekt zu sehen und dann da eben

00:06:37: auch die Dokumentation für die Grundlagen und ähnliches zu tätigen.

00:06:41: Aber natürlich auch die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche von Anlagenbuchhaltung

00:06:47: über Kreditorenbuchhaltung, Debitorenbuchhaltung.

00:06:50: Also ich habe im Prinzip alles durchlaufen dürfen, zum Glück.

00:06:54: Und irgendwann war eben alles mal durchlaufen und dann kam die Wiederholung. Also das ist ja oft so.

00:07:02: Am Anfang ist man natürlich überwältigt von dem, was man da auch bewirken kann.

00:07:10: Selbstwirksamkeit ist ja so ein ganz wichtiger Punkt im Leben.

00:07:14: Und dass es einem dann ab und zu mal langweilig wird, ja, das verstehe ich gut.

00:07:22: Ich bin auch sehr lange in verschiedenen Firmen geblieben, habe aber auch immer

00:07:27: geschaut, dass ich unterschiedliche Tätigkeiten mache.

00:07:29: Mir geht es da ganz ähnlich wie dir. Ja.

00:07:35: Okay. Woran hast du gemerkt, dass du, weil Bo-Out ist jetzt das Begriff ja nicht

00:07:41: so weit verfreitend wie Burn-Out, dass du in einem Bo-Out steckst?

00:07:46: Also ich war schon komplett unterfordert. Also ich habe schon irgendwie versucht,

00:07:52: den Tag rundherum zu bekommen,

00:07:54: war sehr oft krank, war sehr anfällig gewesen für Infekte und es war dann eben auch Kopfschmerzen.

00:08:03: Und so das ganze Programm, was man eben sich so vorstellen kann,

00:08:08: wie man eine schlechte Lebensqualität haben kann, auch schlecht geschlafen.

00:08:13: Ich glaube, so diese körperliche Verfassung, dieses, ach, jetzt muss ich mich

00:08:17: wieder aufraffen, nicht genug Energie zu haben.

00:08:21: Das war so ein Moment, wo ich dann echt gedacht habe, ich kann so viel mehr

00:08:26: in meinem Leben schaffen, als mich jetzt von Energietief zu Energietief verabschieden.

00:08:30: Zu schleppen und mich trotzdem nicht motivieren zu können.

00:08:34: Und man hatte das Gefühl, den ganzen Tag nichts gemacht zu haben,

00:08:37: aber trotzdem total fertig zu sein, oder? Richtig, genau.

00:08:41: Das trifft es auch auf den Punkt, dass man eben, wie gesagt,

00:08:44: weit unter seinen Kapazitäten geblieben ist und trotzdem erschöpft ist und nichts

00:08:49: wirklich Wesentliches dazu beigetragen hat, dass die Welt ein bisschen besser wird. Genau, genau.

00:08:57: Okay, also du hast dann eben auch so depressive Verstimmungen bekommen und aus

00:09:03: dieser depressiven Verstimmung heraus hast du dich entschieden, du kündigst.

00:09:07: Hast du damals irgendeinen Plan gehabt, wie du gekündigt hast?

00:09:12: Also irgendeine Perspektive oder wolltest du einfach nur weg von dem?

00:09:15: Ich hatte tatsächlich eine Perspektive, weil ich habe mich, also meine Kinder

00:09:20: sind 2014 und 2016 geboren.

00:09:23: Und da war dann schon die Frage nach dem Sinn.

00:09:26: Also die kam ja schon dort auch, was gebe ich denn jetzt meinen Kindern so als Wert im Leben mit?

00:09:33: Was sage ich ihnen, was ich tue zu einer Welt, in der ich leben möchte? Was trage ich dazu bei?

00:09:41: Und da war eben meine innere Antwort auf diese Frage, dass es auf jeden Fall

00:09:44: nicht die Buchhaltung für mich ist, dass ich da nicht den Mehrwert sehe,

00:09:49: den ich gern schöpfen möchte.

00:09:51: Und da hat dann eben auch bei mir so angefangen. Ich habe 2012 mit meinem Mann

00:09:56: eine Weltreise gemacht.

00:09:57: Und schon da kam so dieser erste Impuls, man, es muss doch auch anders gehen,

00:10:02: als jetzt nur die ganze Zeit im Büro zu sitzen und da die Zeit abzusitzen.

00:10:08: Und da habe ich so schon mit dem Gedanken gespielt, mich mit irgendwas selbstständig

00:10:15: zu machen, was mir mehr Freude macht.

00:10:17: Und da kamen aber zwei Aspekte rein. A, wusste ich nicht womit und das zweite

00:10:22: war, meine Eltern waren selbstständig und die haben sich quasi gerade in der

00:10:26: Wendezeit selbstständig gemacht, als ich 13 war.

00:10:29: Und das war natürlich, wenn vorher die Eltern viel Zeit für dich hatten als

00:10:34: Kind und plötzlich gar nicht mehr quasi in Anführungsstrichen präsent waren,

00:10:39: weil sie ihr Unternehmen aufgebaut haben.

00:10:41: Und im Panschwerk ist es nun mal so, dass da sehr viel Kapazität auch quasi

00:10:47: abfließt von der Familie.

00:10:49: Und da habe ich mich doch sehr alleingelassen gefühlt. Und da habe ich gedacht,

00:10:53: wenn ich mal Kinder habe, mache ich mich nicht selbstständig.

00:10:56: Und dann komme ich aber von dieser Weltreise und denke, irgendwas muss doch

00:11:00: anders gehen, als so wie du es jetzt hast.

00:11:04: Und habe dann auch 2021 tatsächlich den Entschluss gefasst, mich selbstständig zu machen.

00:11:09: Erstmal nebenberuflich und der rote Faden, den ich dann entdeckt habe,

00:11:14: neben dem Reisen, war eben das Thema Essen und Ernährung, weil bei uns in der

00:11:20: Familie war das schon immer präsent.

00:11:22: Ich komme eigentlich ursprünglich aus einer Fleischerfamilie und da war Essen

00:11:27: immer ein großes, großes Schilder

00:11:28: drum gedreht und ich habe auch von Kindesbeinen angefangen zu kochen.

00:11:33: Also meine Mutter hat mir frühzeitig Kochen beigebracht und es war immer schön

00:11:37: und es hat mir auch Spaß gemacht.

00:11:40: Und irgendwann aber, als ich ausgezogen bin, habe ich dann in meinen 20er Jahren

00:11:46: festgestellt, als ich in einem Startup-Unternehmen gearbeitet habe und nicht so viel Zeit hatte,

00:11:51: auf Kochen verwenden konnte, dass ich eben durch meine Lebensweise,

00:11:55: hat noch mehr noch dazu beigetragen, außer das Essen, was ich außer Acht gelassen

00:11:59: habe, dass ich krank geworden bin.

00:12:01: Und habe mich anderthalb Jahre wirklich mit Symptomen umgeschlagen,

00:12:05: bis dann endlich mal ein Arzt entdeckt hat, dass ich eine Unverträglichkeit habe.

00:12:10: Und daraufhin musste ich mich mit dem Thema Ernährung so richtig auseinandersetzen

00:12:15: und habe dann irgendwann mich selbst gefragt, warum hat dir deine Mutter nicht

00:12:18: gesagt, dass Essen mehr ist, als nur es satt zu machen.

00:12:22: Weil als solches habe ich es bis dato immer gesehen, dass es immer nur eine

00:12:26: Befriedigung des Hungergefühls ist, aber nicht, dass es eben dazu beiträgt,

00:12:29: dass ich eine Energie habe im Körper, dass ich nicht krank bin und dass ich

00:12:33: eben nicht voller Energie auch fühle.

00:12:36: Und es kommt ja auch auf das Erscheinungsbild drauf an, alles, was man so zu sich nimmt.

00:12:43: Und da habe ich gesagt, wenn ich mal Kinder habe, sage ich denen das gleich

00:12:47: von Anfang an, dass sie dafür zuständig sind und dass sie ihren Körper wirklich

00:12:52: hegen und pflegen müssen, weil das das Einzige im Leben ist, was zählt.

00:12:56: Weil wenn wir krank sind, nutzt uns alles nichts, nutzt uns das Geld nichts,

00:13:01: nutzt uns der Ruhm nichts, gar nichts, weil dann ist alles, die ganze Lebensqualität ist hin.

00:13:07: Also von daher ist es wirklich mir ein großes Bedürfnis.

00:13:10: Und das habe ich dann auch in meine Selbstständigkeit gepackt und habe die Küchenfabilie

00:13:14: gegründet. Okay, jetzt muss ich trotzdem nochmal kurz zurückspulen.

00:13:19: Es kommt ja häufig vor, in meinen vielen Interviews haben viele Menschen eine

00:13:26: Weltreise gemacht oder irgendeine lange Reise irgendwo hingemacht.

00:13:32: Das ist oft so der Break, der einem die notwendige Distanz zu dem gibt,

00:13:38: was man bisher gemacht hat und gleichzeitig auch Perspektiven für etwas Neues eröffnet.

00:13:43: Was hast du aus dieser Weltreise mitgenommen?

00:13:47: Ja, also die Erwartungsseitungen waren am Anfang sehr hoch an die Weltreise.

00:13:53: Und um es jetzt mal mit Goethes Worten zu sagen, solange eine Reise im Außen

00:13:58: nicht nach innen führt, ist sie auch nicht beendet.

00:14:03: Und das war tatsächlich nach, wir waren acht Monate unterwegs.

00:14:08: Die acht Monate waren nur ein Anstoß dafür, dass es anders sein kann.

00:14:14: Also es hat nur ein Blickfenster aufgemacht. Die große Veränderung in mir,

00:14:19: die ich mir persönlich erhofft habe, dass da irgendwie jetzt die Erscheinung

00:14:25: oder was auch immer kommt, die kam leider nicht.

00:14:28: Aber die lag dann eben auf dem Weg. Das war der erste Stein,

00:14:32: der so ins Rollen gekommen ist, dass es anders geht und dass man auch mit dieser

00:14:36: Reiselust auch infiziert ist.

00:14:38: Das sage ich immer, jedem, der eine Reise plant, wenn man sowas tut,

00:14:43: dann gibt es kein Zurück mehr.

00:14:45: Dann wirst du für immer reisen, weil du mit diesem Reisefieber einfach auch infiziert bist.

00:14:50: Ja, diese Reise nach innen, die habe ich dann eben erst danach angetreten. Nach innen?

00:14:58: Nach innen. Nach innen. Die Reise nach innen, um da dann eben auch den Weg durchzugehen.

00:15:05: Das war auch eine sehr bittere Pille, dass wenn man zurückkommt,

00:15:10: man sich selbst ja doch ein Stück weit verändert hat und nach anderer Sicht

00:15:14: auch die Dinge hat, aber zu Hause bleibt alles so, wie es ist.

00:15:17: Und das war relativ schwer zu verarbeiten und das war schon so der erste Schritt, glaube ich.

00:15:26: Bis 2023 zur inneren Kündigung, sage ich jetzt mal.

00:15:31: Also es kamen dann noch mehrere Auszeiten. Also gerade durch die Kinder haben

00:15:36: wir dann auch jede Elternzeit genutzt und waren drei Monate in den USA,

00:15:41: waren drei Monate in Europa unterwegs.

00:15:45: Und also wie gesagt, wir haben dann wirklich jede Zeit genutzt,

00:15:48: irgendwie zu reisen und einen größeren Abstand wieder zur Arbeit zu haben,

00:15:53: um eben nicht ständig im Hamsterrad zu sein.

00:15:57: Und hast du das Gefühl, dass sich deine Umgebung, also die Menschen,

00:16:04: mit denen du Kontakt hast oder so, dann auch verändert hat?

00:16:09: Die, die zu Hause geblieben sind? Ja, generell.

00:16:12: Also, dass man dann quasi seinen bekannten Freundeskreis, dass sich der ein

00:16:17: bisschen ändert, wenn man so eine Entscheidung trifft.

00:16:22: Ja, also im weiteren Weg hat er sich verändert,

00:16:28: weil ich doch stark auch auf meine Energie geachtet habe und auf mein Nichtwohlbefinden,

00:16:37: sage ich jetzt mal, dass ich ausgeglichen bin.

00:16:39: Und so Beziehungen, die mir nicht wohl taten, sage ich jetzt mal,

00:16:44: habe ich mich schon zurückgezogen und habe gesagt,

00:16:46: für mich, nein, in diesen Konflikt oder in diesen Energieräuber möchte ich jetzt

00:16:52: nicht gehen, sage ich jetzt mal.

00:16:54: Also da hat sich schon einiges verändert, wobei ich auch sagen muss,

00:16:58: dass ich an sich ein sehr, ich will jetzt nicht sagen zurückgezogener Mensch

00:17:03: bin, aber ich bin sehr in mir selbst ruhend und brauche jetzt diesen äußeren Kontakt nicht.

00:17:08: Ich brauche auch nicht diese äußere Bestätigung ständig von außen.

00:17:13: Also von daher waren die Kontakte auch so vorher schon relativ selektiert.

00:17:21: Okay. Und ich finde, man kann das ja unserer Elterngeneration nicht anlasten,

00:17:29: weil die haben es ja auch nicht besser gewusst, als dass Essen quasi mal primär

00:17:33: eine Ernährungsfunktion hat.

00:17:35: Das ist ja auch so Nachkriegsgenerationen und so, die haben einfach einen anderen Zugang dazu gehabt.

00:17:41: Aber wie ist das bei dir passiert, dass du dem Essen auf einmal diese Priorität gegeben hast?

00:17:52: Also auf jeden Fall, du hast die Krankheit. Definitiv. Also das war wirklich Lernen durch Schmerz.

00:18:00: Wie gesagt, ich hatte anderthalb Jahre wirklich Probleme, Magentremse, Blähungen, 24 Stunden.

00:18:06: Ich bin nicht mehr zum Sport gegangen.

00:18:09: Meinem Körper ging es nicht gut. Diese Energietiefs kamen dann auch noch dazu.

00:18:13: Und erst nach anderthalb Jahren und der Ernährungsumstellung habe ich dann erst

00:18:18: mal festgestellt, Das hat ja doch ganz viel zu tun.

00:18:22: Und ich muss ja dann auch sagen, ich hatte damals so knapp Kleidergröße 42 durch

00:18:28: diese falsche Ernährung und habe dann eben durch diese Ernährungsumstellung,

00:18:32: ich bin dann auch zum Ayurveda gekommen,

00:18:34: wo ja auch das typgerechte Essen

00:18:36: in großem Vordergrund steht und war dann plötzlich mit normalem Essen,

00:18:41: also ich habe jetzt nicht gehungert, ich habe ganz regelmäßig gegessen,

00:18:45: war plötzlich auf Kleidergröße 36.

00:18:48: Und das ist natürlich auch ein Beweis, wie sehr die Ernährung auf alles einen Einfluss hat.

00:18:55: Auch auf das Wohlbefinden ist ja auch eine psychische Sache,

00:18:58: wenn man sich selbst im Körper dann nicht mehr wohl fühlt und man in der Umkleidekabine

00:19:03: steht und fragt sich, wie konnte es denn so weit kommen? Ich esse doch gar nicht so viel.

00:19:08: Also man isst dann aber das Falsche und das ist das Problem.

00:19:13: Okay, und du hast dich dann entschlossen, dich selbstständig zu machen, womit genau?

00:19:21: Ich bin jetzt im Bereich Familienernährung tätig.

00:19:25: Also ich nenne mich nicht Ernährungsberaterin, auch wenn ich das tun könnte,

00:19:29: aber Ernährungsberater arbeiten immer schon mit kranken Leuten zusammen und das möchte ich nicht.

00:19:35: Mein Ansatz ist präventiv und der richtet sich an Familien, also speziell an

00:19:40: Mütter, die das Thema Familienessen eben im Alltag nicht so richtig so unterbringen

00:19:46: können, wie sie es sich gern erhoffen.

00:19:48: Dass sie im Beruf vielleicht erfüllt sind, aber wenn sie nach Hause kommen,

00:19:52: so diesen Kontrollverlust eben auch spüren, dass sie nicht wissen,

00:19:56: wie sie jetzt diesen Abend, die Abendmahlzeit planen oder was sie überhaupt

00:20:00: kochen sollen, weil sie entweder keine Idee haben oder sie haben nichts im Kühlschrank

00:20:05: oder das Kind ist wählerisch oder es gibt noch verschiedene Geschmäcker am Tisch,

00:20:11: wo man sowieso jetzt nicht einen Geschmack an sich treffen kann.

00:20:14: Und das eben dann auch bei der Mutter zu Frust führt und dann dieser Gedanke,

00:20:18: warum habe ich überhaupt gekocht, wenn doch sowieso keiner isst.

00:20:22: Und dann ist das so eine Abwärtsspirale. Und ich sage aber, genau diese Zeit

00:20:28: am Tag ist so wichtig, weil wir diese Zeit mit unserem Kind zusammen verbringen.

00:20:33: Und meistens die Abendmahlzeit auch die einzige Mahlzeit in den Familien ist,

00:20:38: die gemeinsam eingenommen wird unter der Woche.

00:20:41: Und die dann in Stress und Diskussion übers Essen zu beenden und nicht schön

00:20:47: zu erleben, macht eben den Alltag kaputt. Und jeder Tag bestimmt ja dein Leben.

00:20:55: Also so wie du deinen Alltag erlebst, so ist eben auch deine Lebensqualität am Ende.

00:21:00: Und da haben wir doch gerade bei solchen wiederkehrenden Erlebnissen wie das

00:21:06: Thema Essen, sage ich jetzt mal, wirklich das voll in der Hand, das als Solo-Tag.

00:21:12: Schön und als absolute Routine zu etablieren, weil es kommen ja genug unvorhersehbare

00:21:21: Sachen auf uns als Mutter, sage ich jetzt mal, als Familie zurück.

00:21:25: Da wird das Kind noch vorzeitig von der Schule abgeholt, weil es krank ist oder

00:21:29: zu einer Spielverabredung gefahren oder noch zur AG und dann dauert es länger.

00:21:34: Und dann sind wir voll im Stress und im Chaos, weil ja das Kind soll ja am Ende

00:21:39: irgendwann um acht, halb neun im Bett liegen, wann auch immer.

00:21:43: Und dann haben wir nun mal nur die begrenzte Zeit. Und da ist eben mein ganz

00:21:47: großes Herzensthema, in vier Schritten genau zu diesem Familienalltag zu kommen,

00:21:54: dass er eben mit Achtsamkeit und ja auch Wertschätzung und auch für uns als

00:22:00: Mutter ein schöner Teil des Tages wird und nicht so nach dem Motto,

00:22:04: ich würde jetzt lieber arbeiten gehen, als das jetzt zu tun.

00:22:09: Okay, ja, also ich fühle mich ja bis zu einem gewissen Grad ertappt,

00:22:15: weil diese Sache mit leer im Kühlschrank und irgendwie dann auch so keine Energie

00:22:21: mehr zu haben zum Kochen, die kenne ich auch und auch.

00:22:25: Aber mein Kind ist ja Gott sei Dank schon groß. Wie haben denn deine Kinder

00:22:29: darauf reagiert, dass du die Küche umgestellt hast?

00:22:37: Die kennt ihr ja gar nicht anders. Die kennt ihr ja gar nicht anders, okay.

00:22:41: Die kennt ihr ja gar nicht anders. Also Fokus essen war schon immer drauf und

00:22:44: es gibt auch Regeln bei uns, zum Beispiel das Thema Süßigkeiten.

00:22:49: Nach um fünf gibt es keine Süßigkeiten mehr und die Süßigkeiten sind auch in

00:22:53: der Anzahl, jetzt sage ich, begrenzt.

00:22:55: Es gibt keine Verbote, aber es gibt Regeln und die kennen sie in- und auswendig.

00:23:01: Und wenn sie dann irgendwann ankommen, sage ich immer, guck mal auf die Uhr.

00:23:04: Ah, ist schon nach um fünf, hast recht.

00:23:07: Und genau, also von daher, es ist einfach, die kennt sich anders und manchmal

00:23:13: ist es eine Herausforderung, wenn wir jetzt im Ausland unterwegs sind und,

00:23:18: Mein Sohn isst dann vielleicht doch nicht alles.

00:23:21: Der war, als wir letztes Jahr fünf Wochen in Thailand waren,

00:23:24: hat er 80 Prozent Bratreis gegessen.

00:23:28: Aber immerhin zum Frühstück, Mittag und Abendessen Bratreis, den hat er geliebt.

00:23:34: Hat zwischendurch auch mal was anderes probiert. Aber er ist im begrenzten Sinne offen dafür.

00:23:41: Aber wir finden immer was. Also kein Kind ist jetzt irgendwie so,

00:23:45: dass es nichts findet auf der Speisekarte. Ja.

00:23:50: Das ist immer schwierig. Okay, magst du uns diese vier Schritte kurz einmal

00:23:57: erklären, wie das funktioniert? Ja, genau.

00:24:01: Also der erste Schritt ist wirklich der, der am meisten auch Zeit in Anspruch nimmt.

00:24:07: Das Essen kochen ist der letzte Schritt. Für alle, die jetzt meinen,

00:24:12: das ist vielleicht der erste Schritt. Nein, der erste Schritt ist wirklich das Thema Mindset.

00:24:17: Was denke ich über das Thema Essen? Was bringe ich vielleicht noch aus meiner Kindheit mit?

00:24:23: Was möchte ich gern meinem Kind vermitteln und warum möchte ich das jetzt verändern,

00:24:30: was ich bisher ja so gelebt habe?

00:24:32: Und wir bleiben da auch erst mal relativ lang bei diesem Warum.

00:24:37: Weil wenn es nämlich kritisch wird, wieder der Alltag zuschlägt oder eine andere

00:24:43: Freundin sagt, wieso machst du denn das so oder das irgendwie kritisch betrachtet

00:24:48: oder die eigene Mutter sagt,

00:24:51: Mensch, echt jetzt Süßigkeiten, wir hören doch zur Kindheit dazu,

00:24:54: wieso lässt du denn dein Kind keine Süßigkeiten essen?

00:24:57: Dann ist es ganz, ganz wichtig, hier erstmal eine wirklich feste Basis zu haben.

00:25:02: Warum möchte ich, dass meine Kinder jetzt anders essen als vorher?

00:25:07: Warum sollen sie mehr Gemüse essen?

00:25:08: Warum sollen sie jetzt keine Fruchtsäfte mehr zum Beispiel trinken?

00:25:12: Warum möchte ich das umstellen?

00:25:14: Und hier gehen wir wirklich auch rein und finden das Warum der Mutter.

00:25:20: Bei jedem ist es auch unterschiedlich. Manche haben eben die Ängste noch aus

00:25:24: ihrer eigenen Kindheit zum Beispiel oder jetzt neue Ängste, dass das Kind nicht

00:25:30: übergewichtig wird oder nicht übergewichtig bleibt, sage ich jetzt mal.

00:25:34: Weil der Kinderarzt vielleicht doch schon was dazu gesagt hat zum BMI.

00:25:40: Also hier gibt es ganz unterschiedliche Sachen. Die festigen wir erstmal.

00:25:44: Wenn wir das gefestigt haben, dann geht es um das Thema Wissen.

00:25:47: Was ist denn jetzt überhaupt?

00:25:49: Was sind Kohlenhydrate? Wo kommen die denn überhaupt her?

00:25:52: Wie kann ich die meisten Vitamine und Mineralien in mein Leben bringen für mich

00:25:58: und mein Kind, ohne dass ich jetzt einen ganzen Teller voll esse?

00:26:01: Es gibt ja diese Superfoods zum Beispiel, wo wir jetzt gut das, ja,

00:26:09: von Nahrungsergänzungsmitteln, sage ich jetzt mal, wegkommen oder auch gar keine

00:26:13: einsetzen müssen, weil wir im Frühstück Leinsamen oder Chiasamen mit reinpacken,

00:26:17: statt jetzt nur Hacherflocken oder Kornfleeks zu essen, um das einfach auch

00:26:21: ein bisschen aufzuwerten und zu gucken.

00:26:24: Wo kommt denn jetzt eigentlich was her und wie kann ich das alltagstauglich,

00:26:28: das ist mir immer wichtig, alltagstauglich in den Alltag integrieren.

00:26:34: Und dann geht es um das Thema Planung. Wie plane ich?

00:26:38: Gibt es so viele unterschiedliche Ansätze zum Planen?

00:26:41: Es gibt nicht nur einen, deshalb sind alle Beratungen bei mir individuell,

00:26:46: weil nicht auf alle Familien im deutschsprachigen Raum passen vier gleiche Schritte,

00:26:52: sondern wir gucken, wie es eben im Alltag passt und welche Herausforderung eben

00:26:57: gerade auch zu meistern ist.

00:26:59: Und wenn wir bei der Planung durch sind, dann sind wir beim Umsetzen.

00:27:04: Wie kann ich denn jetzt Zeit sparen kochen? Was sind schnelle Rezepte,

00:27:08: dass trotzdem alle zufrieden sind?

00:27:10: Und wie kann ich unterschiedliche Geschmäcker am Tisch so befriedigen,

00:27:14: dass es eben mit einmal kochen trotzdem klappt?

00:27:19: Ja, ich stelle mir das auch spannend vor, weil mein Mann, der ist ein totaler

00:27:27: Fleischtiger, der musste immer Fleisch am Tisch haben, jeden Tag.

00:27:33: Den hätte ich und ein absoluter Gemüseverweigerer. Was machst du mit solchen Leuten?

00:27:38: Das ist schwierig, oder? Das ist schwierig, also wenn man mit seinem eigenen

00:27:43: Vorbild das nicht schafft.

00:27:45: Letztendlich muss man aber auch sagen, wer kocht denn in der Familie und wer geht einkaufen.

00:27:50: Das wäre ja erstmal zu klären und dann kann man nochmal mit dem Partner auch

00:27:55: sprechen und Aufklärungsarbeit leisten, weil gerade auch beim Thema Essen sollten

00:27:59: die Eltern an einem Strang ziehen,

00:28:01: dass sie eben dasselbe vermitteln wie auch bei den anderen Sachen,

00:28:05: weil es ist eine Gewohnheit, die hier etabliert wird.

00:28:09: Und da wollen wir doch das Beste für unsere Kinder auch etablieren.

00:28:14: Wenn Papa jeden Tag Fleisch isst, wird es natürlich schwer, dem Kind zu vermitteln,

00:28:18: dass maximal zweimal Fleisch in der Woche ausreicht, um eben auch auf den Energiebedarf

00:28:25: des Körpers zu kommen, sage ich jetzt mal.

00:28:28: Und also da muss man schon gucken, wie man dann den Mann noch mit ins Boot holt

00:28:33: und reinholt und sagt, hier, guck mal, auch wenn du jetzt noch keine Beschwerden

00:28:38: hast, weil das sind die meisten Argumente, dass die Männer keine Beschwerden haben,

00:28:43: ist es ja doch nicht, dass die Krankheit nicht schon in dir spielt.

00:28:48: Weil man muss ja immer gucken, was fördert zum Beispiel Entzündungen?

00:28:51: Wann war das letzte Blutbild?

00:28:54: Ist das gut? Ist das schlecht? ist natürlich auch die Frage, was wertet der Arzt aus?

00:28:58: Nicht alle Ärzte können das Blutbild so auswerten, dass es auch stimmig ist

00:29:03: und die Werte, die abgenommen werden, müssen natürlich auch geguckt werden,

00:29:07: welche sollen denn überhaupt kontrolliert werden.

00:29:10: Okay, das war bis 2023, wo du angefangen hast damit und du hast am Anfang gesagt,

00:29:16: dass du zweifach selbstständig bist. Was machst du denn noch?

00:29:21: Also ich habe ja mit der Buchhaltung aufgehört und bin ja seit Anfang 2024 hauptberuflich

00:29:28: selbstständig und habe dann aber nach dem ersten Jahr Selbstständigkeit gemerkt,

00:29:33: ach naja, irgendwie fehlt doch noch so ein bisschen der Buchhaltungsaspekt und

00:29:40: habe dann noch das Gewerbe erweitert um das Thema Freelancer in der Buchhaltung

00:29:47: und mache jetzt hier nochmal Projekte bei anderen Firmen.

00:29:51: Und bringe mich da noch mit ein. Und dadurch habe ich natürlich auch,

00:29:55: weil das hier in Berlin ist, auch nochmal die menschlichen Kontakte,

00:30:00: weil so ist es viel online.

00:30:01: Ich habe zwar auch viele Kochworkshops hier in Berlin, wo ich nochmal mit Menschen

00:30:05: zusammenarbeite, aber so dieser

00:30:07: menschliche Kontakt, der hat mir dann doch nochmal ein bisschen gefehlt.

00:30:11: Und ich wollte die Buchhaltung, die mich ja mein halbes Leben lang bisher begleitet hat,

00:30:16: nicht ganz wegschubsen und habe dann einmal jetzt in der Woche noch eine Freelancer-Stelle

00:30:23: und bin da jetzt noch in der Projektbuchhaltungsarbeit tätig und werde jetzt

00:30:28: auch wieder was implementieren.

00:30:31: Ah, schau. So ganz lassen einem diese Dinge halt doch nicht los, gell?

00:30:36: Ja, richtig, genau. Aber auch nicht fair, das wegzuschubsen.

00:30:40: Ja, finde ich auch toll, wenn man das alles unter den Hut bringen kann. Das ist ja super.

00:30:46: Liebe Janett, wenn man mit dir zusammenarbeiten möchte, wie kann man das?

00:30:53: Also erst mal einen Termin vereinbaren und wir sprechen erst mal 30 Minuten

00:30:57: lang zusammen und derjenige, der anruft oder wir zoomen, wie auch immer,

00:31:04: schildert mir erst mal seine Situation und dann müssen wir erst mal gucken,

00:31:07: kann ich überhaupt helfen?

00:31:09: Weil es ist natürlich auch immer wieder das Thema, sind zu viele Krankheiten

00:31:13: involviert, kann ich eben auch nicht beraten.

00:31:17: Also ich kann höchstens dann mit einem Ernährungsplan, den jemand schon vorher

00:31:22: gemacht hat, beziehungsweise Diagnose, dann darf ich das tun.

00:31:26: Aber ansonsten sind mir natürlich auch Hände gebunden.

00:31:30: Aber anrufen und wir sprechen drüber, ist es ein wählerischer Esser,

00:31:34: liegt es an der Ideenlosigkeit, an zu wenig Energie.

00:31:38: Weil da wollen wir natürlich hin, dass es wieder Energie gibt und das ist auch

00:31:43: Lebensqualität, wenn man wieder von der Energie auch an dieser Zeit des Tages ist.

00:31:49: Und da kann man sich dann unter küchenfamilie.de Terminvereinbarung einen Termin

00:31:54: aussuchen. Sehr gut, super.

00:31:57: Ja, dann vielen Dank, liebe Janett, dass du uns da Einblick gewährt hast in

00:32:03: dein Leben und auch in deine spannende berufliche Entwicklung und dieser Gedanke,

00:32:10: quasi eine ganze Familie in die Küche zu bringen, da irgendwie auch auf alle

00:32:16: einzugehen, den finde ich sehr, sehr schön, der gefällt mir sehr gut.

00:32:21: Möchtest du uns zum Abschluss vielleicht noch den einen Tipp geben,

00:32:25: bezüglich Ernährung oder auch Mindset, den du besonders wichtig findest.

00:32:33: Ja, ich werde ganz häufig gefragt, was soll ich denn nun essen oder was soll ich denn nicht essen?

00:32:39: Weil das Thema Essen ist für die meisten so ein großes, unfassbares,

00:32:45: großes Feld, dass sie gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

00:32:48: Und da ist immer meine Antwort, so naturnah und unverarbeitet wie möglich,

00:32:54: die Sachen im Supermarkt einzukaufen,

00:32:57: dass eben je länger die Zutatenliste ist, desto mehr ist es verarbeitet und

00:33:03: einfach zu gucken, auch nochmal von der Sichtweise,

00:33:07: was sagt mein Herz dazu oder mein Verstand, ist es jetzt wirklich gut oder ist es schlecht?

00:33:13: Also sobald Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker im Spiel

00:33:18: sind, wieder zurückstellen.

00:33:20: Man tut seinem Körper und seinem Darm gar nichts Gutes, sondern man tut.

00:33:26: Und breite quasi den roten Teppich für Krankheiten aus und da einfach hinzugucken

00:33:31: und immer mit einem Einkaufszettel einkaufen zu gehen, weil was gekauft wird, wird auch gegessen.

00:33:38: Ah, das ist eine gute Idee, ja. Ja, was gekauft wird, wird gegessen.

00:33:43: Niemand kauft was ein und schmeißt es dann dahinterher weg, weil er sagt,

00:33:48: was habe ich denn hier gekauft?

00:33:51: Ja, und er vergisst auch nicht die Hälfte. Also die dann verhindert,

00:33:57: dass man das, was man sich eigentlich vorgenommen hat, doch noch kocht.

00:34:01: Genau, richtig, ja.

00:34:04: Also Einkaufszettel und so naturnah wie möglich einkaufen. Und dann wird es

00:34:07: auch meistens günstiger, der Einkauf, weil A, hat man nur das gekauft,

00:34:12: was auf dem Zettel steht und B,

00:34:14: ist es eben auch, die unverarbeiteten Sachen sind eben auch günstiger,

00:34:18: wenn man nicht die Limonade oder Energydrinks mit nach Hause schleppt.

00:34:24: Okay, super. Na, das ist ja sehr, sehr wertvoll. Ich hoffe, damit können wir

00:34:29: viele Leute inspirieren.

00:34:32: Ich danke dir sehr, sehr herzlich für das Gespräch. Es war mir eine große Freude.

00:34:40: Und unserem lieben Publikum kann ich nur empfehlen, schaut euch mal die Webseite

00:34:47: an von Janett Albrecht und lasst euch auch inspirieren oder macht seinen Kontakt.

00:34:55: Und ja, schaltet in zwei Wochen wieder ein zur nächsten Folge von Papa Hamsterrad. Servus Berufung.

00:35:02: Papa. Papa.

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