Folge 69 - „Ja, das bin ich“ – Jacqueline Pröll im Interview
Shownotes
Kontakt mit Brand Fotografin Jacqueline Pröll kannst du über folgende Möglichkeiten aufnehmen:
Jacqueline Pröll Fotografie | Videografie | Visual Branding
hello@visualbrandstories.com www.visualbrandstories.com
Let’s connect: www.linkedin.com/in/jacqueline-proell/ www.instagram.com/visualbrandstories/ www.facebook.com/jacqueline.visualbrandstories/
Schreibe mir gerne, wenn du Fragen hast oder mir von deinem Weg berichten möchtest über meine Mailadresse oder meine sozialen Medien und abonniere meinen Account. Wenn du auf dem Laufenden bleiben möchtest, steht dir auch mein Newsletter zur Verfügung:
https://www.claudiascheer.at/news-gratis-tool/
Mail: office@claudiascheer.at Webseite Facebook Instagram https://at.linkedin.com/in/claudia-scheer-berufscoach YouTube https://www.youtube.com/results?search_query=baba+hamsterrad%2C+servus+berufung
Informationen zum Workshop "Visionboard & Profiling für berufliche Klarheit" findest du hier: https://docs.google.com/document/d/1-3tBozh05vuB0RDNQuiG9EkKQDOuoTejunhYOoUhpgo/edit?usp=sharing
Falls du gerne Werbung schalten möchtest, kontaktiere mich bitte per Mail: Mail: office@claudiascheer.at
Transkript anzeigen
00:00:00: Ein Foto ist für mich gelungen, weil die Person, die da abgebildet ist,
00:00:04: das sieht, bewegt ist und sagt, ja, das bin ich.
00:00:11: Baba, Hamsterrad, Servus Berufung!
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen beim Podcast für berufliche Veränderung, Erfüllung und Sinn.
00:00:21: Ich bin Claudia Scheer, deine Expertin für den Neustart mit all seinen Facetten.
00:00:28: Wenn du gerade merkst, dass du dich in deinem Job nicht mehr wohlfühlst,
00:00:32: du um oder wieder einsteigen möchtest, dann erfährst du hier alles über berufliche
00:00:37: Perspektiven und Karrierewege.
00:00:40: Und auch heute habe ich wieder einen ganz, ganz lieben Gast bei mir,
00:00:44: die liebe Jacqueline Bröll ist bei mir.
00:00:47: Hallo, liebe Jacqueline, schön, dass du da bist.
00:00:50: Hallo, liebe Claudia, danke für die Einladung. Ich freue mich auf unser Gespräch.
00:00:55: Ja, super, ich freue mich auch schon sehr.
00:00:59: Bevor wir da jetzt losgehen, möchtest du dich kurz vorstellen? Ja, gerne.
00:01:06: Ich bin die Jacqueline, Fotografin, Videografin, Marketingprofi und Gründerin
00:01:12: von Visual Brand Stories.
00:01:15: Mit meiner Arbeit möchte ich vor allem Frauen, Selbstständige und Unternehmerinnen
00:01:22: erreichen, im Alter so von circa 30 plus.
00:01:27: Ich möchte Ihnen zeigen, wie viel Schönheit, Kraft, Stärke, Großartigkeit in Ihnen steckt.
00:01:36: Ich möchte Sie empowern, ich möchte Ihnen Mut machen, sich mit Ihrem Business
00:01:40: rauszutrauern, mit der Idee, für die Sie brennen, einfach mal sich da hinzustellen
00:01:46: und zu sagen, ich kann das, ich zeige euch das, ich mache das jetzt.
00:01:50: Ich möchte Ihnen aber auch Bilder und Videos liefern, die nicht nur schön sind,
00:01:57: also nicht nur ästhetisch, sondern auch strategisch, die wirklich für Sie arbeiten
00:02:01: und das hilft mir meine Marketing-Erfahrung sehr.
00:02:04: Also eben Content, der für dich arbeitet, der deine Zielgruppe anspricht und
00:02:09: der einfach dir Umsatz bringt.
00:02:13: Danke für den Einblick in deine aktuelle Geschichte, in deine aktuelle Tätigkeit.
00:02:22: Wir fangen allerdings am Anfang der Geschichte an.
00:02:28: Liebe Jacqueline, kannst du dich erinnern, was du als Kind werden wolltest?
00:02:32: Oh, ich wollte ganz vieles werden. Das Erste, woran ich mich erinnere,
00:02:38: ich wollte Apothekerin werden.
00:02:42: Danach wollte ich Wissenschaftlerin werden.
00:02:46: Ich wollte ganz was Großartiges, Weltbewegendes erfinden.
00:02:52: Danach wollte ich Modedesignerin werden und das hat mich sehr,
00:02:57: sehr Mode und sich schön machen und das hat mich immer sehr interessiert und
00:03:02: ich habe sogar Modedesigner von der FH studiert also das ist,
00:03:06: bin aber keine Modedesignerin geworden,
00:03:08: wobei ich immer sehr interessiert.
00:03:12: Ja und die Fotografie war,
00:03:16: Immer schon da. Ich habe mit neun meine erste analoge Kamera geschenkt bekommen.
00:03:21: Das war so eine Kodak mit so einem Kassettenfilm, allerdings ohne Film geschenkt bekommen.
00:03:27: Und habe als Kind, ich bin durch die Gegend gelaufen und habe so durch das kleine
00:03:32: Kastel durchgeschaut und einfach Momente festgehalten.
00:03:36: Und für mich hat es allein begeistert, einfach so durchzuschauen,
00:03:40: ein Motiv anzuvisieren und einfach im richtigen Moment draufzudrucken.
00:03:45: Und ich war da meiner Zeit schon voraus.
00:03:48: Ich habe das ja alles auf meiner internen Festplatte gespeichert,
00:03:52: noch bevor es die digitale Fotografie gab.
00:03:55: Das hat mich begeistert und das hat mich nie wieder losgelassen,
00:03:59: einfach so durchzuschauen, Menschen anzuvisieren, zu warten,
00:04:03: wann es richtig ist und einfach das festzuhalten.
00:04:06: Das begeistert mich heute auch noch.
00:04:09: Entschuldige, die Nachfrage, war das eine Fotokamera oder war das eine Filmkamera? warst du da?
00:04:15: Das war eine Fotokamera damals, das war eine Fotokamera damals,
00:04:19: genau, aber das war nicht dieser,
00:04:21: klassische 35mm Film, sondern so ein Kassettenfilm und das gab es damals in
00:04:26: den 80er Jahren und ja, ein sehr einfaches Ding, da hat man das so, so diese.
00:04:34: Glühbirnen so draufstecken müssen. Ja, die kann ich mich erinnern, ja.
00:04:38: Ja, und so, die habe ich immer noch übrigens, eben meine Kamera von Kodak.
00:04:45: Und ja, das hat mich begeistert und es hat sich dann, mein beruflicher Weg hat
00:04:50: mich, oder mein Ausbildungsweg hat mich dann, irgendwann kam ich auch nach Österreich,
00:04:55: das war gleich nach meinem PhD-Studium.
00:04:58: Während der Balkankriege habe ich hier die Werbeakademie besucht.
00:05:05: Richtung Marketing und Verkauf.
00:05:08: Und habe auch, weil ich mich als, ich habe damals als Assistentin bei mehreren
00:05:15: Werbefotografen gearbeitet.
00:05:18: Und um überhaupt in Österreich arbeiten zu dürfen, hätte ich eine Arbeitsgenehmigung
00:05:24: gebraucht. Und das war damals nicht so einfach.
00:05:26: Also wurde ich so ein bisschen in die Selbstständigkeit gezwungen.
00:05:30: Ich war damals schon selbstständig, einfach damit ich arbeiten darf.
00:05:35: Und bin dann auf die Idee gekommen, mich als Fotografin selbstständig zu machen,
00:05:40: beziehungsweise wollte ich eben mehr zur Fotografie lernen und bin außerordentlich.
00:05:45: Also zusätzlich zu meiner Assistententätigkeit bin ich in die Berufsschule,
00:05:50: in die Fotoberufsschule, damals in Linz, weil ich in Oberösterreich war meine erste Station.
00:05:57: Und bin nebenberuflich in die Schule quasi gegangen und habe mein Fotowissen vertieft.
00:06:06: Damals gab es ja noch die Dunkelkammer und das war schon sehr magisch.
00:06:12: Sowas macht man heute, glaube ich, nicht mehr in der Fotoausbildung.
00:06:15: Ich finde es magisch, ein Fotopapier in die Entwicklungsflüssigkeit in der Dunkelkammer
00:06:20: zu legen und zu schauen, wie das Bild entsteht.
00:06:22: Also ich bin sehr, sehr froh und dankbar, dass ich diese alten Prozesse noch
00:06:27: miterleben konnte und ja, das war schon sehr, sehr schön.
00:06:32: Und mein Weg hat mich dann aber...
00:06:36: Da bin ich nicht in der Fotografie geblieben, weil ich nach der Werbeakademie,
00:06:40: also danach kam eben die Werbeakademie, und nach der Werbeakademie habe ich
00:06:44: ein Angebot bekommen von einer Tageszeitung, von einer großen Tageszeitung ins
00:06:48: Marketing einzusteigen und bin dann für gute 15 Jahre in dieser Marketingwelt geblieben.
00:06:55: Eben die ersten Jahre bei dieser großen Tageszeitung.
00:06:59: Darf ich sagen, welches war? Wenn du möchtest, kannst du rückzeigen.
00:07:03: Der Standard, das war eine schöne Zeit, dafür bin ich sehr dankbar und habe
00:07:07: dann danach das ganze Marketing bei einem medizinischen Unternehmen geschupft
00:07:17: und vor zwei Jahren oder drei Jahren sind es her,
00:07:22: habe ich gespürt, dass mich die Fotografie, die ja immer da war,
00:07:25: die ganze Zeit, also ich habe nebenberuflich immer fotografiert,
00:07:27: dass mich das sehr, sehr ruft und braucht und dass ich da einfach diesem Ruf folgen muss.
00:07:36: Und habe angefangen, dann nebenberuflich wieder meine Selbstständigkeit aufzubauen.
00:07:41: Diesmal, weil ich es wirklich will.
00:07:45: Und ja, bin seit Anfang dieses Jahres in der vollen Selbstständigkeit,
00:07:51: habe meine Positionierung gefunden.
00:07:53: Ich bin Brandfotografin in der Personal Branding und Business Schiene,
00:07:59: arbeite sehr gerne mit Frauen und wie schon zu Beginn gesagt,
00:08:05: empowern sich zu trauern, alles ist vermögend.
00:08:09: Ja, jetzt hast du deinen Lebenslauf, bist du da rasant durchgegangen,
00:08:14: aber ich möchte noch ein paar Fragen dazu stellen und zwar, es gibt immer so
00:08:21: diese, wie soll ich sagen.
00:08:25: Differenzierte Auffassung zwischen dieser analogen Fotografie und der digitalen Fotografie.
00:08:32: Und ich finde, was einen großen Unterschied macht, ist, dass man ja früher,
00:08:38: ich weiß nicht, 24 oder 32 Möglichkeiten hatte auf einem Film drauf und nicht gewusst hat,
00:08:48: ob das Foto was wird. Ja, ja.
00:08:52: Und heute hältst du den Finger drauf, kriegst du das Fotos wurscht.
00:08:58: Es ist diese selektive Sehen und Aufnehmen nicht mehr da. Wie stehst du da dazu?
00:09:07: Ja, ich finde, dass es, ich merke bei mir, ich habe ja auch eine Zeit lang analog
00:09:11: fotografiert und ich merke, dass es, solange es diese Filme gegeben hat,
00:09:16: die 24er oder die 36er Rollen, Es ist.
00:09:23: Man hat sich das Motiv viel länger einfach überlegt, geplant, darauf gewartet,
00:09:32: weil ja die Filme etwas kosten und jedes Motiv war wirklich gut geplant,
00:09:38: überlegt, mit Bedacht gemacht.
00:09:40: Und heute ist es natürlich, die Speicherkarten, die verwenden wir immer wieder
00:09:46: und ich merke, dass ich zum Beispiel jetzt bei einem Fotoshooting viel mehr
00:09:50: Material produziere, habe dadurch auch eine größere Auswahl.
00:09:54: Ich möchte jetzt nicht werden und möchte nicht sagen, dass das eine oder das
00:09:58: andere besser oder weniger gut ist.
00:10:00: Aber ich merke, dass es einfach früher war einfach der richtige,
00:10:04: der entscheidende Moment, hat einfach viel mehr Gewicht gehabt als heute.
00:10:11: Und das war schon was Besonderes und eben natürlich auch dieses Zittern, diese Aufregung,
00:10:19: weil ich habe ja die Filme dann, Ich habe die Filmrollen voll geschossen,
00:10:23: habe sie dann ins Labor gebracht und es hat ja gedauert, ein paar Tage, bis das entwickelt ist.
00:10:28: Und da war es so, ist das was geworden? Habe ich das korrekt belichtet?
00:10:32: Ist das alles in Ordnung? Wie sieht es aus? Ist es scharf?
00:10:35: Solche Sachen, diese fast banalen Fragen stelle ich mir heute nicht mehr.
00:10:40: Ich sehe sofort, wie die Belichtung ist. Ich sehe sofort, wie die Motive sind.
00:10:44: Ich sehe sofort, ob etwas scharf ist und ich habe eine große Auswahl.
00:10:48: Ja, also das ist schon viel, viel anders und es hat sich auch,
00:10:51: ich merke auch es hat sich auch in der Kalkulation auch viel geändert,
00:10:56: weil früher natürlich auch ähm,
00:10:59: das Material auch quasi ein Teil des Auftrags war und extra verrechtet wurde.
00:11:05: Und heute ist es einfach nicht mehr so.
00:11:10: Und ich habe auch das Gefühl, dass dadurch auch grundsätzlich die Preise für
00:11:15: Fotoaufträge oder die Budgets etwas nach unten gegangen sind.
00:11:20: Das ist so meine Beobachtung.
00:11:22: Das hat ja auch viele andere, auch wirtschaftliche Gründe darunter.
00:11:26: Ja, aber heute wird auch anders kalkuliert. Das ist mir auch stark.
00:11:32: Auf der anderen Seite hat man heute halt jetzt diese Möglichkeit der Nachbearbeitung.
00:11:38: Und das ist dann auch nochmal einerseits ein Kostenfaktor, andererseits natürlich
00:11:43: eine tolle Möglichkeit, aus den Fotos tatsächlich was zu machen oder was anderes zu machen.
00:11:48: Da gibt es den vollen kreativen Spielraum offen, oder?
00:11:53: Definitiv, definitiv. Ich bin sehr, sehr dankbar dafür und ich verwende es auch gerne.
00:11:58: Weil das ist ja ein Foto, das direkt aus der Digitalkamera kommt,
00:12:03: ist ja noch nicht fertig.
00:12:04: Das wird eben in Photoshop oder Lightroom weiterentwickelt.
00:12:10: Und deswegen gebe ich ja auch keine, es ist ja auch bei Fototerminen so,
00:12:13: dass meine Kundinnen sich die Bilder anschauen und mich dann bitten,
00:12:16: ob ich ihnen sofort ein paar schicken kann. Und das mache ich grundsätzlich
00:12:21: nicht, weil diese Fotos noch nicht fertig sind, weil ich ja eben,
00:12:25: Jede Fotografin, jeder Fotograf hat so seinen oder ihren Bearbeitungsstil und
00:12:29: ich liefere die Fotos erst dann,
00:12:31: wann ich sie quasi in meiner digitalen Dunkelkammer, also am Bildschirm dann
00:12:35: fertiggestellt habe und erst, wann sie dann in meinem Look dann bearbeitet sind
00:12:41: und dann gebe ich sie raus.
00:12:43: Und es ist ja, die digitale Bildbearbeitung bietet unglaublich viele Möglichkeiten,
00:12:48: besonders seit etwa zwei Jahren noch mit der KI, die noch dazugekommen ist,
00:12:53: dass die Möglichkeiten grenzenlos.
00:12:56: Manches ist mir zu wild und zu bunt und geht mir zu weit und ich möchte da nicht zu sehr einsteigen.
00:13:06: Aber in puncto KI zum Beispiel ist für störende Motive oder störende Details
00:13:12: in einem Bild, die ich früher schon länger hätte reduziert,
00:13:16: das kann ich jetzt mit ein oder zwei Klicks entfernen und das ist schon sehr Zeit sparen.
00:13:23: Und ja, es ist, weil das, was ich zu Beginn gesagt habe, das anders kalkuliert wird.
00:13:27: Ja, das stimmt, aber es ist jetzt eben durch diese schnelleren digitalen Methoden
00:13:33: ist der Output oder kann der Output auch ein höherer sein.
00:13:38: Also das ist wieder neu. Das war früher nicht möglich.
00:13:44: Wann würdest du sagen, aus deiner Perspektive, wann ist ein Foto für dich gut oder gelungen?
00:13:51: Wann ist ein Foto für mich gelungen? Ein Foto ist für mich gelungen,
00:13:55: wann die Person, die da abgebildet ist, das sieht gut.
00:14:00: Bewegt ist und sagt, ja, das bin ich, da erkenne ich mich wieder.
00:14:07: Sachen wie die perfekte Belichtung, das perfekte Licht, die sind selbstverständlich.
00:14:13: Das mache ich lange, das habe ich gelernt, das kann ich.
00:14:16: Also mich selbst zu loben dafür, wenn ich ein Bild korrekt belichtet habe, ist überflüssig.
00:14:21: Also das macht noch nicht ein gutes Bild. Und wann auch auf diesem Bild,
00:14:28: was für mich sehr, sehr wichtig ist bei meinen Fototerminen,
00:14:31: ist die Verbindung, Verbindung zu Menschen.
00:14:34: Wanne ich mich mit den Menschen und großteils sind es Frauen,
00:14:38: also werde ich jetzt im weiteren Verlauf einfach Frauen sagen,
00:14:41: wanne ich mich mit der Frau vor meiner Kamera, wann wir in Verbindung treten,
00:14:45: wann sie sich so wirklich, wann sie sich wirklich öffnen kann,
00:14:49: sich fallen lassen kann,
00:14:51: wenn sie über ihre sehnlichsten Wünsche und Ziele spricht,
00:14:56: dann kommt sie in so ein Strahlen und dann ist sie mit sich selbst verbunden
00:15:00: und auch mit mir verbunden und das ist auf einem Bild sichtbar und immer wenn
00:15:07: mir das bei einem Fotoshooting gelingt und wenn solche Fotos entstehen da weiß
00:15:11: ich schon, dass es einfach.
00:15:15: Richtig ist, dass es ein gutes Bild ist, also ja Bindung Ja, ja, Verbindung.
00:15:22: Ja, ich weiß, wovon du sprichst. Wie ist das für mich? Was ist Verbindung für dich?
00:15:30: Ja, dieses ganz bei mir sein. Ich habe ja auch, also mein letztes Fotoshooting
00:15:36: ist jetzt auch schon eine Weile her, aber wir haben bei dieser Gelegenheit...
00:15:42: Und haben wir für eine Situation dieses Lego Play. Kennst du das?
00:15:49: Keine, ja. Das ist diese Methode, wo man sozusagen mit Hilfe von Lego spielen,
00:15:55: unter Anführungszeichen, Fragen für sich selbst beantwortet,
00:15:59: für sein Business beantwortet und so weiter.
00:16:02: Und da hat sie eine Situation fotografiert, wo ich so ganz verbunden war mit
00:16:09: mir. So dieses Spiel mit Lego, das war so ganz tief mit mir verbunden.
00:16:14: Das ist eines meiner Lieblingsfotos.
00:16:17: Und ich finde, das zeigt so richtig gut diesen Kern und so dieses,
00:16:23: ich strahle hier nur für mich, nicht fürs Foto.
00:16:26: Wow, schön, schön. Das ist, ja, genau so möchte ich es. Genau das verfolge ich.
00:16:33: Genau das ist meine Vision von einem guten Bild. und das freut mich,
00:16:39: dass du dieses Gefühl erleben durftest.
00:16:41: Ja, das ist wirklich toll.
00:16:45: Vielleicht darf ich auch dich mal fotografieren und mich in Verbindung mit dir
00:16:51: selbst dann ermutigen und jetzt weißt du ja, wie es geht.
00:16:55: Ja, ja, ja, ja. Naja, da können wir ja noch drüber reden.
00:16:59: Da können wir noch drüber reden.
00:17:02: Sag, was war denn damals, als du dich entschlossen hast,
00:17:07: quasi aus dem Marketing für die Zeitung auszusteigen und dich selbstständig
00:17:13: zu machen, so der Punkt, wo du gedacht hast, jetzt ist es wirklich Zeit,
00:17:20: dass ich was anderes mache?
00:17:24: Also ausgestiegen aus dem Marketing bin ich nicht nach dem Job bei der Tageszeitung,
00:17:28: da habe ich ja noch sechs weitere Jahre für ein medizinisches Unternehmen.
00:17:31: Achso, ja. Genau.
00:17:34: Ich habe ja noch zu Corona-Zeiten habe ich gespürt, dass das nicht alles gewesen sein konnte.
00:17:41: Und es war ein super Team, es war ein toller Job, es war...
00:17:47: Ich habe auch gut verdient.
00:17:52: Man könnte sagen, war es eigentlich eh ganz fein und dann kann ich das weiter
00:17:59: so machen, vielleicht bis zur Pension oder so.
00:18:03: Und manche, darunter auch meine Eltern, haben meine Entscheidung damals oder
00:18:08: die Gedanken, die ich damals im Kopf hatte, nicht so ganz verstanden.
00:18:13: Und eben haben mir so Fragen gestellt, aber ja, du bist in deinen 40ern und
00:18:18: ein sicherer Job und du hast ja Familie und ja, ihr habt ja ein Haus gebaut und Zahlungen und so.
00:18:27: Und wiederum auf der anderen Seite gab es, oder gibt es noch,
00:18:32: meinen Mann, den ich von dieser Idee erzählt habe und er hat sofort gesagt,
00:18:36: mach das, das ist eine große Art Idee, du schaffst das, mach das.
00:18:41: Und auch ein paar Menschen aus meinem Umfeld haben mich dazu ermutigt und haben
00:18:47: gesagt, wow, großartig, mach das.
00:18:51: Ich habe das eben nebenbei, weil ich doch so ein Auffangnetz haben wollte,
00:18:56: habe ich eben meine Stunden langsam Schritt für Schritt reduziert und nebenbei
00:18:59: meine Selbstständigkeit aufgebaut und irgendwann habe ich gespürt,
00:19:03: dass ich da nicht mehr zweigleisig fahren kann und war jetzt nicht.
00:19:08: Ins kalte Wasser springe, dass ich vielleicht diesen Zug verpassen werde.
00:19:13: Und ich bin da, ich kann mich erinnern, ich bin da, ich bin nicht gegangen,
00:19:18: weil es mir dort in diesem Job nicht gut gegangen ist.
00:19:20: Wie gesagt, es war super, es war ein super Team, ich hatte da,
00:19:24: ich hatte auch eine sehr großzügige Homeoffice-Regelung, also es war eigentlich sehr gemütlich.
00:19:31: Aber gemütlich war nicht das, was ich wollte. Und ich bin gegangen nicht,
00:19:35: weil es dort nicht gut war, sondern einfach, weil ich was anderes wollte.
00:19:38: Und ich hatte das Gefühl, dass wenn ich das jetzt für mich nicht wage,
00:19:42: dass ich vielleicht dann irgendwann mit 70 oder so in den Spiegel schaue und
00:19:47: mich daran frage, warum hast du es nicht gewagt? Warum hast du es nicht versucht?
00:19:52: Und ich hatte einfach das Gefühl, dass es richtig ist. Ich konnte nicht anders. Es hat sein müssen.
00:20:00: Ich wollte es einfach so sehr.
00:20:03: Und ich habe es nie bereut. Und es ist echt eine verrückte, wilde Reise.
00:20:08: Und ich liebe es. Ich will mehr davon. Ich will mehr davon. Es ist richtig.
00:20:15: Super. Da hast du jetzt nämlich einen sehr, sehr wichtigen Punkt angesprochen,
00:20:21: weil viele Frauen, mit denen ich spreche,
00:20:25: machen diesen Turn zu einem anderen
00:20:29: Beruf oder zu einer beruflichen Neuorientierung oder was auch immer.
00:20:36: Deshalb nicht, weil sie so wie du dieses Gefühl nach Sicherheit oder dieses
00:20:41: Bedürfnis nach Sicherheit haben,
00:20:44: und du hast aber eine sehr smarte Lösung für dich gefunden, du hast das quasi
00:20:50: nebenbei aufgebaut und bis dann in dem Punkt, wo einfach doppelgleisig nicht mehr geht,
00:20:57: ressourcenmäßig wahrscheinlich, zeitressourcenmäßig und so weiter nicht mehr geht,
00:21:01: dann halt eine Entscheidung getroffen Und das ist halt schon eine sehr smarte
00:21:05: Strategie, das würde ich auch sehr empfehlen, wenn es die Möglichkeit gibt, dass man das macht,
00:21:13: dann finde ich das super, wenn du deinem Ruf und deinem Gefühl und deinem.
00:21:20: Deiner Perspektive da einfach auch gefolgt bist.
00:21:24: Und das finde ich ist ein gutes Modell, das immer wieder mal erwähnt gehört,
00:21:29: dass es halt nicht heißt, berufliche Neuorientierung, ich muss alles hinschmeißen
00:21:34: und noch einmal bei Null anfangen.
00:21:36: Nein, in unserem Alter fangen wir niemals bei Null an. Wir haben schon einiges an Lebenserfahrung.
00:21:41: Ja, definitiv. Das hast du sehr schön gesagt.
00:21:46: Und ja, das kann ich nur bestätigen. Und ich würde es auch, jede Frau,
00:21:50: die sich selbstständig macht,
00:21:52: auch ans Herz legen, da vielleicht in kleinen Schritten zuerst mal das zu machen,
00:21:57: sich das anzuschauen, sich da auch ein bisschen zu festigen und jetzt nicht
00:22:01: einfach alles, alle Brücken sozusagen niederzureißen und dann einfach ja,
00:22:07: bei null zu starten.
00:22:09: Wobei du sagst, wir starten ja nicht bei null, aber so dieser kleine Sicherheitsnetz
00:22:14: ist besonders eben mit Familie und.
00:22:18: Ja, In diesem Alter ist man nicht nur für sich selbst alleine verantwortlich.
00:22:24: Das hätte ich vielleicht mit 20 machen können.
00:22:27: Aber jetzt ist es natürlich wahr, auch dieser Gedanke, da geht sich das alles
00:22:32: aus und kann ich oder können wir als Familie das alles tragen.
00:22:37: Und das waren schon Überlegungen. Deswegen habe ich das jetzt auch.
00:22:40: Ich bin nicht nach Hause gekommen und gesagt, Schatz, ich habe meinen Job nicht
00:22:44: und ich werde morgen selbstständig. sondern ja, ich habe mir das Feedback zu Hause eingestellt.
00:22:51: Und auch eben ein paar Menschen, denen ich sehr vertraue, auch davon erzählt.
00:22:56: Und das habe ich so langsam Schritt für Schritt so gut den Boden vorbereitet sozusagen.
00:23:02: Das finde ich ist halt auch ganz wichtig, ein unterstützendes Umfeld.
00:23:07: Zumindest die Personen, die so im nächsten Umfeld sind, sollten halt unterstützend sein.
00:23:14: Ja, das ist schon eine sehr große Stütze und auch eine sehr große Motivation.
00:23:21: Motivation, muss ich sagen.
00:23:23: Das bedeutet mir sehr viel. Du hast ja gesagt, die Reise in die Selbstständigkeit
00:23:33: und jetzt in der Selbstständigkeit ist ein wilder Ritt.
00:23:37: Magst du uns das ein bisschen ausführen?
00:23:40: Ja, es ist ein wilder Ritt.
00:23:44: Es ist, ja, auf einmal,
00:23:47: die Selbstständigkeit ist ja nicht nur Work-Life-Balance und die ganze Zeit
00:23:56: reisen und aufstehen, wann ich will und arbeiten, wann ich will und wann ich
00:24:00: nicht will, dann mache ich einfach nichts.
00:24:04: Oder bei mir sieht die Selbstständigkeit nicht so aus.
00:24:08: Ich lerne jetzt in diesem ersten Selbstständigkeitsjahr sehr viel darüber,
00:24:13: was es bedeutet, so viele Hüte auf einmal zu tragen.
00:24:17: In einem angestellten Job war ich ja.
00:24:23: War ich ja Spezialistin in einem Bereich. Ich habe ja mit anderen Teams,
00:24:27: wie zum Beispiel der Vertrieb oder auch die Geschäftsführung,
00:24:29: wir haben uns sehr eng ausgetauscht.
00:24:31: Trotzdem war ich ja für meinen Bereich selbst, Entschuldigung, verantwortlich.
00:24:36: Und als Selbstständige ist es so, dass ich so viele Hüte trage,
00:24:41: wie zum Beispiel, ich bin ja operativ tätig, das heißt, ich fotografiere,
00:24:45: mache Umsatz, ich bin das Marketing, ich bin der Vertrieb, ich bin die Buchhaltung.
00:24:52: Also es ist So viele Tätigkeiten, ich vergleiche das so manchmal mit vielen
00:24:58: Töpfen, in denen ich gleichzeitig rühre und aufpasse, dass mir nichts anbrennt.
00:25:04: Und ich habe mich, es hilft mir, ich tausche mich sehr viel mit anderen Selbstständigen
00:25:08: aus, mit vielen, die auch weiter oder länger in der Selbstständigkeit sind als ich.
00:25:13: Und alle sagen, das ist völlig normal, das sind diese Wachstumsschmerzen, da wächst man hinein.
00:25:20: Und das ist alles normal und es ist okay. Und es gibt ja natürlich auch Phasen,
00:25:26: wo zum Beispiel ein paar ganz coole Jobs nacheinander kommen,
00:25:31: Anfragen, wo ich zum Beispiel weiß, dass es die nächsten Wochen oder Monate,
00:25:35: dass es da so eine gewisse Umsatzplanbarkeit gibt.
00:25:39: Und das ist natürlich sehr schön und sehr entspannend. Aber es gibt ja auch
00:25:43: Zeiten, die zum Beispiel ruhiger sind, wo weniger Anfragen reinkommen,
00:25:46: wo ich mir da schon denke, ja, schauen wir, hoffentlich geht sich das alles aus.
00:25:52: Und es ist einfach so ein Up and Down.
00:25:57: Ich habe mich zum Glück, ich habe mich gut darauf vorbereitet.
00:26:00: Ich habe mir bewusst, dass das so kommt.
00:26:03: Es ist jetzt...
00:26:07: Auf keinen Fall denke ich darüber nach aufzugeben oder nur weil jetzt der große
00:26:12: Erfolg und wann jetzt nicht 100 Kundinnen jetzt an meine Tür pro Tag anklopfen,
00:26:17: das ist für mich kein Grund zu sagen, naja,
00:26:20: ich weiß nicht, ob es das Richtige war, sondern ich bleibe dran.
00:26:23: Ich glaube ganz fest an dieses bleiben bis es ist ich glaube ganz fest,
00:26:29: dass der Erfolg nicht über Nacht kommt und dass die Menschen die, die erfolgreich sind,
00:26:35: unterscheiden sich von den nicht erfolgreichen einfach nur dadurch dass sie
00:26:41: nicht aufgegeben haben nicht weil sie talentierter oder smarter oder bessere
00:26:47: Connections haben sondern einfach nur weil sie nicht aufgegeben haben und,
00:26:53: das, was ich von mir behaupten kann und jeder, der mich kennt,
00:26:57: weiß, dass ich nicht jemand bin, der aufgibt.
00:27:01: Also, dass ich, ich habe einen langen Atem und ich bin keine Sprinterin,
00:27:05: ich bin eine Marathonläuferin.
00:27:07: Also, ich glaube, das zeichnet viele erfolgreiche Menschen aus,
00:27:13: dass sie einfach diesen Biss haben, durchzuhalten und es entwickelt sich einfach alles.
00:27:20: Also, wenn du dir jetzt vorstellst, dass da 100 Aufträge an die Tür klopfen
00:27:25: gleichzeitig, das könntest du eh allein nicht schaffen, oder?
00:27:30: Dann hättest du die nächste Herausforderung, dass du vielleicht Personalbrauch
00:27:34: bräuchtest, oder Unterstützung in irgendeiner Form, Dinge, die da abgenommen werden.
00:27:39: Und so geht die Entwicklung halt weiter.
00:27:43: Das sind tatsächlich, das gehört alles dazu irgendwie.
00:27:46: Wir sind als Selbstständige halt sehr, wie soll ich sagen, wir müssen uns anpassen.
00:27:54: Wir müssen mit veränderten Situationen auf veränderte Situationen flexibel reagieren.
00:28:00: Das ist aber gleichzeitig diese Freiheit, die wir auch haben,
00:28:05: uns da aussuchen zu können, wie wir darauf reagieren, ohne dass jemand Vorschriften macht.
00:28:11: Genau, du sagst es richtig. Ich finde, die Flexibilität ist einfach eine sehr wichtige.
00:28:19: Eigenschaft. Definitiv. Und das erkenne ich auch.
00:28:25: Und dafür bin ich dankbar. Ich bin ja sehr viel auf Netzwerkveranstaltungen
00:28:31: unterwegs und lerne dort zum Teil auch sehr junge Menschen, die so Mitte 20 sind,
00:28:37: noch studieren, bei Mama und Papa wohnen und schon das zweite IT-Startup gegründet haben,
00:28:44: die, wo ich mir schon denke, wow, unglaublich,
00:28:47: in diesem Alter wollte ich halt reisen und Party machen und es mir gut gehen lassen und ja,
00:28:55: solche Sachen und da bin ich schon sehr begeistert und habe mir ein paar Mal schon gedacht,
00:29:03: Hätte ich auch vielleicht früher gründen können.
00:29:06: Aber gleich im nächsten Schritt kommt mir der Gedanke, nein,
00:29:11: definitiv nicht, weil mit 20 oder auch mit 30 wäre ich nicht die,
00:29:17: die ich heute bin. Ich habe so viel Erfahrung.
00:29:21: Im Laufe meines Berufslebens noch gesammelt und das hilft mir alles sehr weiter.
00:29:26: Ich habe mich mit so vielen Menschen vernetzt in dieser Zeit,
00:29:29: das hilft mir wirklich sehr viel.
00:29:31: Und ich bin auch von meiner Frequenz, von meinem Wesen, jetzt bin ich bereit, jetzt ist es richtig.
00:29:40: Und vor kurzem habe ich eine Statistik gelesen, ich habe das bei der Statistik
00:29:44: Austria gelesen, aber es gilt international, glaube ich.
00:29:49: Die am stärksten wachsende Gruppe unter den Neugründerinnen sind Frauen über 50.
00:29:56: Was für eine wunderschöne Bestätigung, dass es einfach nie zu spät ist.
00:30:03: Es ist dann richtig, wenn du bereit bist.
00:30:07: Und ich merke ja auch in meiner Arbeit sehr viele Frauen, die ich fotografiere, sind 40 plus.
00:30:16: Das sind Frauen, die zum Teil schon Kinder großgezogen haben,
00:30:20: die Erfahrungen in anderen Jobs gesammelt haben.
00:30:23: Das sind Frauen, die ihre Selbstständigkeit, die sich gerade selbstständig machen
00:30:27: oder einen Rebranding-Prozess machen oder schon ein paar Jahrchen selbstständig sind.
00:30:32: Aber was sie alle auszeichnet, ist, dass sie so klar sind, weil sie ganz klar wissen, was sie wollen.
00:30:39: Und dann sind sie auch, ich habe das Gefühl, sie beißen sich durch,
00:30:44: sie gehen mit so einem Speed da rein, das ist unglaublich, einfach weil sie
00:30:49: diese Klarheit mit sich tragen und das ist so schön, sie haben so eine schöne Energie,
00:30:55: sie sind in so einer schönen Frequenz und mit dieser Frau zusammenzuarbeiten
00:30:59: begeistert mich sehr, also,
00:31:02: Das sind die Geschenke des Lebens, die jetzt erst kommen.
00:31:07: Die wären mit 20 nicht gekommen oder ich war mit 20 nicht so weit, um sie zu sehen.
00:31:13: Ja, ich glaube auch, dass eine Unternehmensgründung mit 20 eine ganz andere Energie hat als mit 50.
00:31:23: Es ist ja auch so, dass man, abgesehen, dass einem die Erfahrung fehlt,
00:31:28: ist es vielleicht auch noch ein bisschen...
00:31:32: Wie soll ich sagen, eine Form von Abenteuerlust, wo man sich mehr oder weniger
00:31:37: rein stürzt, ohne genau zu wissen, wo es hingeht.
00:31:42: Und mit 50 ist es oft so, dass man schon ein Leben hinter sich hat,
00:31:47: wo man entweder oftmals schon in verantwortungsvollen Positionen war und sozusagen
00:31:52: das schon ein bisschen üben konnte,
00:31:58: was da auf einen zukommt, Oder wo man vielleicht immer, wie soll ich sagen, immer vergessen wurde.
00:32:06: Dass Leute, die nie in Führungspositionen gehoben werden, weil sie die Superspezialisten
00:32:13: und die super fleißigen Arbeitsbienen sind und dann sozusagen sagen,
00:32:20: jetzt will ich meinen Traum leben,
00:32:22: jetzt mache ich das, jetzt bin ich meine Chefin, meine Führungskraft,
00:32:26: meine alles und ich mache das jetzt.
00:32:29: Weil ich will den letzten Lebensabschnitt meines Berufslebens so gestalten,
00:32:35: wie es für mich gut passt.
00:32:38: Ja, das kann ich nachvollziehen. Was ich auf jeden Fall aus verantwortungsvollen
00:32:44: Positionen mitgenommen habe, ist auch diese Selbstführung, Self-Leadership.
00:32:50: Es ist ja natürlich auch, führen zu wollen, verstehe ich, dass sich Menschen
00:32:56: das manchmal wünschen, besonders wenn sie nicht in solchen Positionen waren,
00:33:00: kann ich nachvollziehen, aber führen kannst du erst dann, wenn du dich selbst,
00:33:06: wenn du in der Lage bist, dich selbst
00:33:08: zu fühlen und das macht sich in der Selbstständigkeit ganz stark spürbar,
00:33:14: ob du das gelernt hast in deinem früheren Leben und wenn du es nicht gelernt hast,
00:33:22: dann lernst du es spätestens in der Selbstständigkeit und wenn du es auch dort
00:33:25: nicht lernst, Vielen Dank.
00:33:29: Kann diese Selbstständigkeit schwer funktionieren. Also das finde ich sehr,
00:33:34: sehr wichtig für mich, mein persönliches Fazit.
00:33:40: Also es ist sehr leicht, sich da hinzusetzen und zu sagen, ja,
00:33:44: es sagt sich leicht, ich bin meine eigene Chefin, aber es ist viel mehr dahinter.
00:33:50: Ich bin ja auch meine eigene Buchhalterin. Ich bin ja auch meine eigene Putzfrau.
00:33:56: Ja, also das ist ja auch Verantwortung, das ist, niemand macht mein Büro,
00:34:02: ich habe das Glück, dass ich hier zu Hause, also wir haben genug Platz und ich habe hier mein Büro,
00:34:06: mein Homeoffice eingerichtet, das ist super, ich habe keine langen Wege,
00:34:09: wann ich jetzt bin, Bearbeitung mache,
00:34:12: das ist super, aber niemand räumt mein Büro zusammen, das mache ich selbst.
00:34:16: Also sein eigener Chef bedeutet eben, diese vielen Hüte zu tragen und sich um
00:34:24: alle zu kümmern und achten, dass es nicht anbrennt. Ja, genau.
00:34:29: Und das ist schon so ein bisschen wie Jonglieren, mehrere Bälle in der Luft zu halten.
00:34:35: Was machst du damit, du...
00:34:39: Man sagt ja, selbstständig ist selbst und ständig arbeiten, aber damit du für
00:34:45: dich so eine Balance zwischen Arbeit und Ausgleich finden kannst.
00:34:51: Diesen Ausdruck selbst und ständig habe ich schon gehört.
00:34:55: Nein, so möchte ich das nicht haben. Aus diesem Grund bin ich nicht selbstständig geworden.
00:35:02: Ich habe gelernt, dass ich nicht alles selbst machen muss. und ich habe jetzt
00:35:09: auch angefangen, mir einfach Hilfe zu holen.
00:35:12: Ich lasse mich coachen. Ich erlaube mir Mentorings, die mir helfen,
00:35:18: die mich auf beruflicher Ebene, aber auch auf persönlicher Ebene weiterbringen,
00:35:23: die mir einen Ausgleich schaffen.
00:35:26: Ich erlaube mir, ich hatte heuer, habe mir eine Vocation erlaubt in Ägypten,
00:35:32: habe mir jetzt vor gerade letzter Woche, habe ich auch einen Segeltörn gemacht,
00:35:40: eine Transformationsreise mit einer sehr schönen Frauenrunde an dieser Stelle,
00:35:46: liebe Grüße an alle, besonders an Gerda, Gerda Karafjert, die das organisiert
00:35:51: hat und ich finde diese, diese.
00:35:55: Und Investitionen in meine persönliche Entwicklung sind auch Investitionen in
00:36:01: mein Business, weil nur wenn ich mit mir selbst im Reinen bin,
00:36:05: mit mir selbst verbunden bin, mich selbst gut kenne und gut führen kann,
00:36:10: kann mein Business funktionieren.
00:36:12: Also das ist für mich immer sehr wichtig und sehr sinnvoll und ich habe da sehr
00:36:17: viel, sehr viel mitgenommen.
00:36:20: Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich als eine neue Frau zurückgekommen bin,
00:36:24: aber ich bin noch mehr, noch tiefer mit mir selbst verbunden und ich bin noch
00:36:29: mehr ich und das hilft mir, das wirkt sich auf allen Ebenen.
00:36:33: In meinem Business, in der Kommunikation mit meinen lieben Menschen,
00:36:36: in der Kommunikation mit meinen Kundinnen, in meiner Energie,
00:36:39: in der Frequenz, in der ich bin, das hilft mir schon sehr viel weiter.
00:36:43: Und ich tausche mich auch außerdem sehr viel aus.
00:36:47: Ich habe ein Netzwerk an Selbstständigen, meine, sie sind eben länger als ich
00:36:52: selbstständig und es hilft mir einfach, wenn ich offene Fragen habe,
00:36:56: durch so Situationen, wo ich jetzt nicht genauso weiß, wie ich damit umgehen kann.
00:37:03: Ich tausche mich einfach aus, ich frage einfach, du, wie geht es dir damit?
00:37:06: Wie hast du das für dich gelöst?
00:37:08: Und ich finde, es ist nur, wenn man selbstständig ist,
00:37:11: bedeutet das nicht, dass man jetzt sich als Einzelkämpfer da durchboxen muss,
00:37:15: sondern ich bin grundsätzlich ein sehr sozialer Mensch und ich gehe da gerne
00:37:21: unter die Menschen und frage, hey, wie machst du das?
00:37:25: Was sind deine Erfahrungen damit? Kannst du mir damit helfen?
00:37:28: Es ist ja auch schon vorgekommen, dass ich bei Netzwerktreffen auch anderen
00:37:31: Frauen, die kürzer als ich selbstständig bin, auch helfen konnte mit meinen
00:37:36: Erfahrungen. Und das ist großartig.
00:37:39: Mir gibt es sehr viel. Ich nehme da immer sehr viel mit und kann ich nur empfehlen.
00:37:45: Nicht immer alles alleine machen wollen. Genau.
00:37:50: Das ist schon eine große Gefahr natürlich, wenn man allein arbeitet und vielleicht
00:37:55: früher hat man immer ein Team gehabt oder war man Teil eines Teams und jetzt
00:37:59: arbeitet man alleine, da muss man sich halt sozusagen extern umschauen.
00:38:04: Und das Schöne ist, das kann man sich dann aussuchen. Die Kollegen im Team kann
00:38:08: man sich nicht aussuchen, aber als Selbstständige kann man sich aussuchen.
00:38:13: In welcher Runde fühle ich mich wohl, wo gibt es Menschen, von denen ich auch
00:38:20: noch was lernen kann, wo kann ich selbst was weitergeben.
00:38:23: Genau, das finde ich super. Oder auch einfach mal den Rechner einzupacken und
00:38:30: sich in einem Kaffee zu sitzen und jetzt ein paar Tage,
00:38:32: ein paar Stunden dort zu arbeiten oder sich Workbodies zu suchen.
00:38:38: Oft tut man sich schwer, einfach mit zu Sachen wie, ich weiß nicht,
00:38:43: Contentplan oder Social Media oder so, selber da reinzukommen.
00:38:48: Dann sucht man sich halt ein Team und man unterstützt sich gegenseitig,
00:38:51: man motiviert sich gegenseitig und so kommen alle schneller an ihr Ziel.
00:38:57: Also ich bin sehr, nur weil ich nicht mehr in einem Team arbeite oder in einem Unternehmen arbeite,
00:39:03: bedeutet das nicht, dass ich nicht ein Teammensch bin und dass ich dann nicht
00:39:07: gerne in Gemeinschaft lebe und arbeite.
00:39:13: Denn man sagt ja auch, wir Menschen, wir heilen ja auch in Gemeinschaft.
00:39:19: Ich finde, dass es das Heilen, ohne dass ich jetzt in ein anderes Thema so sehr
00:39:24: abdriften möchte, dass das Heilen auch eben,
00:39:28: wenn gewisse Themen oder Bereiche in einem selbst nicht geheilt oder man mit
00:39:35: gewissen Themen keinen Frieden gefunden hat, dann ist es auch schwierig,
00:39:40: ein Business zu führen. und um,
00:39:43: Dass eben Heilen immer leichter geht und besser funktioniert,
00:39:47: wenn man eben unter die Menschen geht, wo man eben Support fühlt,
00:39:50: wo man Liebe geben kann, wo Liebe zurückkommt.
00:39:53: Ich finde, das geht in liebevollen Gemeinschaften sehr viel besser.
00:39:59: Genau, und das gibt auch wieder Energie. Ja, ja, ja.
00:40:06: Liebe Jacqueline, wenn man mit dir zusammenarbeiten möchte, wo kann man sich denn dann hinwenden?
00:40:13: Also man findet alles über mich und meine Arbeit auf meiner Website.
00:40:18: Das ist www.visualbrandstories.com.
00:40:21: Man findet mich auch auf den Social-Plattformen, wie zum Beispiel Instagram
00:40:27: unter Visual Brand Stories.
00:40:29: Man findet mich auf LinkedIn unter Jacqueline Proll, auf Facebook auch unter Jacqueline Proll.
00:40:36: Und ja, auf der Webseite findet man auch die Telefonnummer oder ein Kontaktformular,
00:40:42: wo man ein Erstgespräch, ein kostenloses mit mir vereinbaren kann.
00:40:47: Also, wenn man will, findet man eine Wege. Genau, so ist es.
00:40:51: Wir werden das natürlich in den Shownotes auch verlinken, deine Kontaktdaten.
00:40:57: Möchtest du abschließend vielleicht noch einen Tipp geben für Frauen,
00:41:04: die sich fotografieren lassen möchten, weil oft ist ja das ein bisschen ein Thema,
00:41:13: damit es richtig schöne Fotos werden.
00:41:17: Ja, gerne. Oft höre ich in Erstgesprächen Sätze wie ich fühle mich vor der Kamera
00:41:26: nicht wohl, ich bin ja nicht fotogen, ich weiß nicht und ich...
00:41:33: Bei mir musst du nicht performen. Bei mir gibt es kein, stell dich so hin,
00:41:39: mach diese Power-Pose, mach das, schau mich so an.
00:41:43: Bei mir darfst du einfach sein. Ich möchte Fotos von dir und Videos auch von
00:41:48: dir machen, die dich so zeigen, wie du bist.
00:41:52: Das heißt, schon im Erstgespräch oder in der Vorbereitung nehmen wir uns sehr
00:41:56: viel Zeit, um einfach mal so hineinzuspüren, wer du bist, was du brauchst,
00:42:01: was dein Business jetzt braucht.
00:42:03: Beim Fotoshooting lasse ich dir genug Zeit, damit du dich entspannen kannst,
00:42:07: damit du ankommen kannst.
00:42:11: Ich sorge sehr stark dafür, dass es ein Shooting mit Wohlfühlgarantie wird.
00:42:16: Und ich finde, dass Menschen, die sich wohlfühlen, einfach auch sich von ihrer
00:42:22: besten und von ihrer schönsten Seite zeigen werden.
00:42:26: Also ich lege sehr viel Wert auf diese Verbindung mit dir selbst, Verbindung mit mir,
00:42:32: einfach in aller Ruhe, Schritt für Schritt das Ganze angehen und dann wird das schon.
00:42:41: Also trau dich einfach. Wir sind alle viel zu streng mit uns selbst.
00:42:45: Wir glauben, ja, jetzt sitzt da irgendwas nicht perfekt und die anderen werden
00:42:52: das nicht schon finden oder das verurteilen.
00:42:54: Und Fakt ist, dass jeder so sehr mit sich selbst beschäftigt ist.
00:42:58: Und ein Bild, was du jetzt geschossen hast, auch wenn du das jetzt gerade mit
00:43:02: dem Handy geschossen hast und dir überlegst, sollst du das jetzt posten,
00:43:05: weil es vielleicht für den Business gut ist.
00:43:08: Meine Empfehlung ist, trau dich, raus damit.
00:43:12: Wir leben in einer Zeit, wo es gibt so viele Möglichkeiten.
00:43:17: Internet und Social Media bieten uns so viele Möglichkeiten,
00:43:20: mit unserem Business, mit unseren
00:43:22: Ideen, mit unserer Energie sichtbar zu werden. nutze das, trau dich.
00:43:30: Es gibt nichts, was nicht möglich ist. Es fängt alles mit einem kleinen ersten Schritt.
00:43:37: Und im Business, besonders eben in der Selbstständigkeit, bist du deine Marke,
00:43:43: du bist die Personal Brand, du bist das Produkt.
00:43:47: Menschen wollen nicht nur Produkte sehen.
00:43:52: Menschen wollen die Personen, die Menschen dahinter sind, die Menschen dahinter spüren.
00:43:56: Und deswegen eben ist es total wichtig in gute, professionelle Fotos und Videos
00:44:04: zu investieren, weil das eben dann die Fotos sind, die dich deiner Zielgruppe,
00:44:08: deinem Publikum näher bringen,
00:44:10: die deine Expertise sichtbar machen, aber noch wichtiger ist,
00:44:15: deine Person, deine Energie spürbar, fühlbar machen und das kann schon einfach sehr viel helfen,
00:44:24: da einfach einen guten Start zu machen.
00:44:28: Also trau dich. Du bist wunderschön, du bist großartig. Lass uns das fotografisch festhalten.
00:44:35: Sehr gut. Das ist eine sehr schöne Botschaft und ein gutes Schlusswort.
00:44:40: Vielen lieben Dank, liebe Jacqueline, dass du bei mir warst und so tolle Tipps
00:44:45: gegeben hast und für das wunderbare Gespräch.
00:44:49: Und unseren ZuhörerInnen vielen Dank fürs Zuhören wenn euch diese Folge gefallen habt,
00:44:57: wir nehmen jede Menge von Sternen entgegen wir freuen uns sehr über Feedback
00:45:03: und wenn ihr in zwei Wochen wieder einschaltet Baba.
Neuer Kommentar